The Brotherhood of Hero Dogs

In meinem Blog schrieb ich schon einmal über die Dickin Medal, die höchste Auszeichnung, die Tiere erhalten können, die sich um das britische Vaterland verdient gemacht haben.

Speziell für tapfere Hunde wurde im Jahr 1907 die Brotherhood of Hero Dogs ins Leben gerufen und zwar von Bertha de Courcy Laffan, einer exzentrischen Hundenärrin. Sie lebte damals mit ihrem Mann in dem Londoner Stadtteil Walworth, der dort Pfarrer an der Kirche St Peter’s war.

Viele Engländer schrieben Briefe an die Dame und baten darum, dass ihre Vierbeiner in den exklusiven Hundeclub aufgenommen werden, doch Mrs. de Courcy Laffan traf eine strenge Auswahl. Schaffte es einer der kleinen Helden in die Brotherhood, so wurde eine bizarre Zeremonie vollzogen: In Anwesenheit der anderen Mitglieder und unter dem Vorsitz des Präsidenten, der auf den Namen Royal Edward hörte, auch er ein Vierbeiner und Eigentum der Brotherhood-Gründerin, wurde dem Neuzugang ein silbernes Halsband umgelegt, dass er von da ab stolz tragen durfte.

Einer der kleinen heldenhaften Hunde war Bruce aus Swindon, ein sogenannter „collecting dog“, dessen Aufgabe darin bestand, Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. The Hospital Dog of Swindon, wie man Bruce auch nannte, sammelte für das Victoria Hospital der Stadt in Wiltshire (das Krankenhaus schloss im Jahr 2008 seine Pforten für immer). Sein Besitzer, Arthur Beal, hatte ihn mit einer Sammelbox an seinem Geschirr versehen und fuhr mit ihm per Eisenbahn kreuz und quer durch den Südwesten des Landes. Bruce war das 16. Mitglied der Brotherhood, und er erhielt sein silbernes Halsband im Rathaus von Swindon, in Anwesenheit seiner Brüder, seines Präsidenten, Mrs de Courcy Laffan und des Bürgermeisters.

Ein weiterer „Sammelhund“ namens Spot war ein Kollege von Bruce. Spot sammelte auf dem Bahnhof von Bexley, im Osten Londons, und war sehr erfolgreich in seinen Aktivitäten.

1910 schrieb Mrs de Courcy Laffan ein Buch über ihre Einrichtung mit dem Titel „The Story of the Brotherhood of Hero Dogs„, das im Londoner Verlag Madgwick, Houlston & Co. erschien. Das Buch dürfte heute antiquarisch schwer zu beschaffen sein (ich habe keinen Nachweis im Internet gefunden), steht aber in der British Library und in der Cambridge University Library.

Wer sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte, sei auf das Buch „Amazing Dogs: A Cabinet of Canine Curiosities“ (Amberley Publishing 2013, 304 Seiten. ISBN 978-1445607061) von Jan Bondeson hingewiesen, aus dem ich einige zusätzliche Informationen entnahm.

Über einen anderen „collecting dog“, Station Jim, der im Bahnhof von Slough in einem Glaskasten ausgestellt ist, schrieb ich in meinem Blog schon einmal.

 

Published in: on 14. Mai 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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