The Theatre of Small Convenience in Great Malvern (Worcestershire) oder Wie aus einer öffentlichen Toilette das kleinste Theater der Welt wurde

Früher WC, jetzt Theater.    © Copyright David Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Früher WC, jetzt Theater.
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Ein Public Convenience ist die diskrete englische Umschreibung für eine öffentliche Toilette, und solch ein Gebäude stand jahrelang am Edith Walk in der Stadt Great Malvern in Worcestershire. Es war ein den Herren vorbehaltenes, viktorianisches WC, das in den 1980er Jahren außer Betrieb genommen wurde, anschließend den einen oder anderen kleinen Laden beherbergte und nun verlassen dastand. Was sollte man mit diesem knapp fünf Meter langen und bis zu drei Meter breiten Häuschen anfangen? Abreißen? Nein, meinte Dennis Neale, ein Puppenspieler aus Great Malvern, daraus mache ich ein Theater. Eine verrückte Idee, aber tatsächlich baute der Mann das Gebäude in ein Mini-Theater um, in dem nicht mehr als 12 Besucher Platz nehmen können.

Im November 1999 eröffnete Dennis Neale sein passenderweise Theatre of Small Convenience genanntes Theater (das die URL www.wctheatre.co.uk hat), dessen „Bühne“ aus einem schrankähnlichen Gebilde besteht, umrahmt von Wand- und Deckenbildern. Einen ersten Eindruck kann man sich von diesem Panorama verschaffen und in diesem kleinen Film stellt Dennis Neale sein Theater vor.

Dennis Neales kleine Theaterstücke dauern meist nur fünf bis zehn Minuten, sind aber nicht nur für Kinder gedacht, auch Erwachsene können sich in dem winzigen Raum vergnügen. Die Stücke haben Namen wie „Quackery Codswallop“ oder „The Tale of the Snowcake Man“; aber nicht nur der Eigentümer des Theaters ist hier aktiv, manchmal kommen auch Gäste aus anderen Ländern, die ihre kleinen Kunstwerke in dem Ex-WC aufführen. So geschehen im Jahr 2005 bei einem internationalen Puppenspieler-Festival, bei dem „puppeteers“ aus Ungarn, Kanada, Portugal und Hongkong teilnahmen.

Hin und wieder finden hier auch andere Veranstaltungen statt wie Lesungen und Musikdarbietungen wie hier zu sehen.

The Theatre of Small Covenience
Edith Walk
Great Malvern, Worcs. WR14 4QH

Die Bühne. Author: Hannah Donovan. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Die Bühne.
Author: Hannah Donovan.
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„Partners in Crime“ – Eine neue Mini-Serie der BBC nach Motiven von Agatha Christie

Turville (Buckinghamshire); Drehort der Serie "Partners in Crime". Hier wohnen Tommy & Tuppence. Eigenes Foto.

Turville (Buckinghamshire), Drehort der Serie „Partners in Crime“. Hier wohnen Tommy & Tuppence.
Eigenes Foto.

Das Ermittlerduo Tommy & Tuppence stand eigentlich immer im Schatten von Miss Marple und Hercule Poirot. Die „geistige Mutter“ der vier war Agatha Christe, deren 125. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Aus diesem Anlass hat die BBC die Mini-Serie „Partners in Crime“ produziert, die zur Zeit in England ausgestrahlt wird. Im Mittelpunkt der sechsteiligen Serie stehen Tommy & Tuppence und als Vorlage dienten die beiden Romane „The Secret Adversary“ (dt. „Ein gefährlicher Gegner“) und „N or M?“ (dt. „Rotkäppchen und der böse Wolf“).

Tommy ist Thomas Beresford, gespielt von David Walliams, und Tuppence ist Prudence Beresford, dargestellt von Jessica Raine. Die Serie spielt in England in den 1950er Jahren zur Zeit des Kalten Krieges, und das Ehepaar hat es mit Mord und Spionage zu tun. Gedreht wurde u.a. in Turville (Buckinghamshire), einem wunderschönen Dorf in den Chilterns, über das ich in meiner Reihe „Auf den Spuren von Inspector Barnaby“ bereits berichtete und das von Filmteams geradezu heimgesucht wird (die IMDB weist 26 hier gedrehte Filme nach). Weitere Drehorte waren Englefield House in Berkshire (ein weiterer Barnaby-Drehort über den ich in meinem Blog berichtete) und das Didcot Railway Centre in Oxfordshire. Die erste Folge von „The Secret Adversary“ lief am 26. Juli bei BBC One; die nächsten werden jeweils am Sonntagabend um 21 Uhr gesendet. Die DVD dazu kommt schon am 31. August auf den Markt. Hier ist der Trailer.

1983/84 gab es schon einmal eine TV-Serie über das Detektivpärchen Tommy & Tuppence, die von London Weekend Television produziert wurde und „Agatha Christie’s Partners in Crime“ hieß. In den titelgebenden Hauptrollen waren James Warwick und Francesca Annis zu sehen (seit 2013 auf DVD erhältlich). In Deutschland trug die Serie den Titel „Detektei Blunt“ und wurde 1986 vom Regionalsender SWR ausgestrahlt.

Zu dem diesjährigen Agatha Christie-Geburtstagsjubiläum wird es noch weitere Highlights für die Fans der Krimiautorin geben. „And Then There Were None“ ist neu verfilmt worden und wird ab dem 27. Dezember als Miniserie im Fernsehen gesendet. Das Buch hieß in deutscher Übersetzung erst „10 kleine Negerlein“, später „Und dann gabs keines mehr“. Ebenfalls neu verfilmt werden soll der Hercule Poirot-Fall „Murder on the Orient Express„; darüber wird zurzeit noch viel spekuliert.

Ganz besonders gefeiert wird die Lady of Crime anlässlich des International Agatha Christie Festivals, das im September wie immer in Torquay (Devon) stattfinden wird.

Das Buch zum Artikel:
James Cresswell: Tommy & Tuppence and All Their Characters. Privatdruck des Autors 2009. 150 Seiten. Das Buch wurde in einer Auflage von 300 Exemplaren hergestellt (ich habe die Nummer 140).

Englefield House in Berkshire, ein weiterer Drehort der Serie.    © Copyright Richard Croft and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Englefield House in Berkshire, ein weiterer Drehort der Serie.
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Das Didcot Railway Centre in Oxfordshire.    © Copyright Richard Croft and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Didcot Railway Centre in Oxfordshire.
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Foto meines Exemplares.

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Published in: on 30. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Meine Lieblings-Pubs – The Fox & Hounds in Bredon (Worcestershire)

Eigenes Foto.

Eigenes Foto.

Bredon ist ein etwas größeres hübsches Dorf 5 km nördlich von Tewkesbury in Worcestershire gelegen (manchmal findet man auch Gloucestershire als Grafschaft angegeben). Hätte ich den „Good Pub Guide“ nicht dabei gehabt, wäre ich sicher durch Bredon gefahren, ohne den Pub zu sehen, denn er liegt in der Church Street, also nicht an der Hauptstraße.

Der Fox and Hounds ist in einem reetgedeckten Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert untergebracht und sieht sehr gut aus. Auch das Innere kann sich sehen lassen: Gemütliche Räumlichkeiten, eine Bar und ein Restaurant für Lunch und Dinner. Im Sommer ist das Haus mit zahllosen Blumenampeln geschmückt wie das Foto oben zeigt. Ein großer Parkplatz liegt direkt hinter dem Pub, die Dorfkirche St Giles ist nur ein paar Schritte entfernt, der River Avon fließt an Bredon vorbei und die Autobahn M5 ist in Hörweite des Dorfes.

Bei unserem Aufenthalt saßen auf einem der alten Holzbalken mehrere handgearbeitete Tiere einer lokalen Künstlerin. Meine Frau und ich verliebten uns sofort in „Syd the Hedgehog„, einen hübschen Igel mit Mütze, Hosenträgern und kariertem Hemd. Wir kauften ihn und jetzt hat er einen festen Platz in unserem Haus.

Dieser Pub ist in jeder Beziehung sehr empfehlenswert.

Direkt neben Bredon liegt der Bredon Hill, über den A.E. Houseman einmal ein Gedicht geschrieben hat, das so beginnt:

In summertime on Bredon
The bells they sound so clear;
Round both the shires they ring them
In steeples far and near,
A happy noise to hear.

 

The Fox & Hounds
Church Street
Bredon
Nr Tewkesbury
GL20 7LA

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Syd, der einmal im Fox & Hounds wohnte. Eigenes Foto.

Syd, der einmal im Fox & Hounds in Bredon wohnte.
Eigenes Foto.

Published in: on 29. Juli 2015 at 02:00  Comments (1)  
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John Penn’s Bath beim Pennsylvania Castle auf der Isle of Portland (Dorset)

Die Ruinen von John Penn's Bath.    © Copyright Simon Palmer and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Ruinen von John Penn’s Bath.
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Auf der Isle of Portland in Dorset, dort, wo der berühmte Portland Stone abgebaut wird, gibt es eine Burg mit dem für England eher untypischen Namen Pennsylvania Castle. Die im Gothic Revival-Stil im Jahr 1800 fertiggestellte Burg liegt direkt oberhalb des South West Coast Paths und wurde von John Penn (1760-1834) in Auftrag gegeben. John Penn ist der Enkel von William Penn, dem Gründer von Pennsylvania in den USA; daher der Name der Burg.

John Penn lebte in den 1780er Jahren in der nach seinem Großvater benannten Province of Pennsylvania, die sich 1787 der Union anschloss. Er ging nach England zurück, wurde High Sheriff of Buckinghamshire und 1805 Gouverneur der Isle of Portland.

Nachdem John Penn also in seine neuerbaute Burg eingezogen war, entdeckte er, wie viele seiner damaligen Zeitgenossen wie z.B. auch König Georg III., seine Vorliebe für das Baden im Meer, denn dem Salzwasser wurden Heilkräfte zugesprochen. Allerdings gab es da ein kleines Problem: Das Pennsylvania Castle lag zwar direkt an der Küste, aber der Weg von der Burg oben bis zum Strand unten war doch sehr beschwerlich. Da kam er auf die glorreiche Idee, auf der Hälfte der Strecke ein Felsenbad bauen zu lassen, das jedesmal mit Meerwasser gefüllt wurde, wenn es ihm nach einem erfrischenden Bad gelüstete. Die armen Burgbediensteten mussten dann mit Eimern das Wasser aus dem Meer schöpfen und es die Anhöhe hinauftragen. Das gehörte mit Sicherheit nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen.

John Penn sollte sich allerdings nicht allzulange an seinem schönen Felsenbad erfreuen, denn es stand auf Common Land; und da er sich bei der Bevölkerung der Isle of Portland durch mehrere Maßnahmen unbeliebt gemacht hatte, bestand man darauf, dass er für die Nutzung des Bades zahlen musste. Die Höhe der festgesetzten Nutzungsgebühren verdarb Penn die Lust an weiteren Meerwasserbädern; die mühselige Schlepperei für die Burgdiener hatte ein Ende. John Penn’s Bath verfiel und die Natur ergriff wieder Besitz davon.

Der Zugang heute ist nicht ganz ungefährlich und erfolgt über den Friedhof der St Andrew’s Church oder über die Gärten des Pennsylvania Castles, das in Privatbesitz ist und das man nicht besichtigen kann.
Die Burg, die eine Zeit lang als Hotel geführt wurde, steht heute für Hochzeiten und Tagungen zur Verfügung oder man kann sie komplett als Feriendomizil mieten. Man erreicht die Burg von Weymouth aus über die A354, die südlich von Easton erst zur Wakeham Road und dann zur Pennsylvania Road wird.

Das Pennsylvania Castle.    © Copyright Mike Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Pennsylvania Castle.
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St Just in Roseland – Eine der am schönsten gelegenen Kirchen Cornwalls

 

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Es gibt nur zwei Kirchen in England, die „St Just“ gewidmet sind, wobei unklar ist, wer das nun eigentlich war. Einige Quellen sprechen von Justus von Canterbury, der im 7. Jahrhundert gelebt hat, andere wiederum von St Iestyn, einem walisischen Einsiedler aus etwa der gleichen Zeit. Wie auch immer: Neben der Gemeindekirche St Just in Penwith, am äußersten westlichen Ende von Cornwall, gibt es noch eine weitere dem mysteriösen Justus gewidmete Kirche und zwar auf der Roseland-Halbinsel, westlich des Ortes St Just in Roseland, die genauso wie die Gemeinde heißt.

Zu erreichen ist die Kirche St Just in Roseland über eine schmale Straße; gegenüber des „lych gates“, des Eingangstores, gibt es einen Mini-Parkplatz, auf dem nur wenige Autos Platz finden. Schon dieser Eingang weist einige Besonderheiten auf; direkt daneben stehen einige Palmen (sicher nicht oft in England zu finden) und das Tor befindet sich auf der gleichen Höhe wie der oberste Teil des Kirchturms. Man muss also, um St Just zu erreichen, zu ihr hinuntersteigen. Neben dem Weg hat man Granitblöcke aufgestellt, auf denen Bibelsprüche eingraviert sind.
Ein Pfarrer, der im 19. Jahrhundert hier angestellt war, hatte ein Faible für tropische Gewächse, die er hier um die Kirche herum anbaute, und diese Kombination von Vegetation und malerischer Lage direkt am Wasser machen St Just so einzigartig.

Nach einer Legende soll Josef von Arimathäa an dieser Stelle mit Jesus an Land gegangen sein, markiert durch einen Stein am St Just Creek.

Am 23. Juli 1733 starb ein gewisser John Randall, der hier auf der Roseland Peninsula ansässig war, und verfügte in seinem Testament, dass eine kleine Summe an den Pfarrer der Kirche fallen sollte, mit der Auflage, dass er bzw. seine Nachfolger in den nächsten tausend Jahren, jeweils an seinem Sterbetag, eine Leichenpredigt zu seinem Gedenken halten. Im Jahr 2733 braucht sich also keiner mehr Gedanken über den Inhalt dieser eingeforderten Predigt machen.

St Just in Roseland ist eine der am meisten fotografierten Kirchen in Cornwall. Wen wundert’s!

Hier ist ein sehr schöner Film über die Kirche zu sehen.

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Blick durch das "lych gate" auf den Turm von St Just.    © Copyright roger geach and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick durch das „lych gate“ auf den Turm von St Just.
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Der Innenraum von St Just.    © Copyright Rod Allday and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Innenraum von St Just.
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Published in: on 27. Juli 2015 at 02:00  Comments (1)  
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Der dramatische Stapellauf der HMS Albion am 21. Juni 1898 in London

This artistic work created by the United Kingdom Government is in the public domain.

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Eigentlich hätte es ein schöner Tag werden sollen, der 21. Juni 1898, als das Kriegsschiff HMS Albion in London vom Stapel lief. Gebaut wurde es von den Thames Ironworks, die neben den Victoria Docks im Osten der Stadt lagen. Das Schiff wog etwa 13 000 Tonnen und war 131 Meter lang. Zur Taufe war die Duchess of York angereist, die, wie bei Schiffstaufen üblich, eine Flasche Champagner gegen den Bug des Schiffes warf. Und da, so werden Abergläubische sagen, begann die Tragödie, denn die Flasche zerbarst nicht. Auch zwei weitere Versuche scheiterten, der Champagner weigerte sich einfach, die Taufe vorzunehmen.
Als nächstes schnitt die Duchess of York das Seil durch, das man vor dem Schiff gespannt hatte, und das war das Zeichen für die Werftarbeiter, die HMS Albion zu Wasser zu lassen. Langsam glitt das Schiff hinein und verursachte durch die Wasserverdrängung eine sehr hohe Welle, die gegen eine Plattform prallte, auf der sich mehrere hundert Zuschauer eingefunden hatten, um dem Spektakel beizuwohnen. Trotz Warnungen der Polizei, dass ein Aufenthalt darauf nicht sicher war, wollten viele die Schiffstaufe möglichst nahe miterleben, was diesen Menschen zum Verhängnis wurde. Die Welle zerstörte die Plattform und riss die Zuschauer ins Wasser. Während auf der einen Seite des Schiffes die Menschen jubelten, kämpften auf der anderen Seite Hunderte um ihr Leben.

Trotz sofort eingeleiteter Hilfsmaßnahmen kamen 38 ums Leben, meistens Frauen und Kinder, Angehörige der Werftarbeiter, die stolz das Werk ihrer Männer und Väter betrachten wollten. Viele konnten durch den Einsatz mutiger Zuschauer und Werftarbeiter gerettet werden, die in das vier Meter tiefe Wasser sprangen und die Unglücklichen, die meist nicht schwimmen konnten, herauszogen.

Arnold Hills, der Eigentümer der Thames Ironworks, war von der Tragödie erschüttert und bot sofort an, die Kosten für die Beerdigungen zu übernehmen und einen Hilfsfond einzurichten, denn die Ertrunkenen gehörten zu der armen Bevölkerungsschicht Londons.

Zufällig wurde der Vorgang damals im Jahr 1898 von zwei Leuten gefilmt. Hier ist E.P. Prestwichs Film und hier der von Robert W. Paul.

Der schottische Dichter William Topaz McGonagall, der in der Welt der Literatur nicht gerade den besten Ruf genießt, hat über die Katastrophe ein Gedicht geschrieben, das er „The Albion Battleship Calamity“ nannte.

Die HMS Albion, deren Leben so tragisch begann, sollte nicht lange im Einsatz bleiben, denn schon 1919 wurde sie verschrottet.

Dort, wo sich früher die Thames Ironworks befanden, liegt heute das Royal Victoria Dock, Teil der völlig umgestalteten Londoner Docklands.

Etwa hier, wo sich heute das Royal Victoria Dock befindet, ereignete sich die Katastrophe. Author: Romazur. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Etwa hier, wo sich heute das Royal Victoria Dock befindet, ereignete sich die Katastrophe.
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Published in: on 26. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Auf den Spuren von Inspector Barnaby – Dr. Kam Karimore, die neue Pathologin in Staffel 18

Ich glaube, alle Inspector Barnaby-Fans haben damals das Ausscheiden des sympathischen Pathologen George Bullard sehr bedauert, der in der Episode 85 „The Oblong Murders“ (dt. „Ein Funke genügt“) seinen letzten Auftritt hatte. Leider verstarb Barry Jackson, der den Mediziner verkörperte, am 5. Dezember 2013.
In Bullards Fußstapfen trat mit Folge 86 „The Sleeper Under the Hill“ (dt. „Die Druiden kommen“) eine junge Frau, Dr. Kate Wilding, gespielt von Tamzin Mallard. Hatte sie nun eine Affäre mit John Barnabys „sidekick“ DS Charlie Nelson? Ich mochte ihre unkomplizierte Art!

Nun hatte auch Dr. Kate Wilding in Episode 104 „A Vintage Murder“ (dt. „Ein letzter Tropfen“) ihren letzten Fall, in dessen Mittelpunkt die Midsomer Vinae Vinery steht. Und es gibt wieder eine weibliche Pathologin, die Kates Nachfolge im Midsomer County antreten wird: Dr. Kam Karimore. Zur Zeit werden sechs neue Folgen für die 18. Staffel gedreht, die voraussichtlich im nächsten Jahr von ITV ausgestrahlt werden, und Dr. Karimore ist von Anfang an dabei, beginnend mit Episode 105 „Habeas Corpus„. Das Besondere an dieser Neubesetzung ist, dass die Medizinerin von einer Asiatin gespielt wird; undenkbar, als Brian True-May die beliebte Krimiserie noch produzierte, denn er legte Wert darauf, dass darin keine ethnischen Minderheiten auftraten. Das englische Dorf sei „the last bastion of Englishness“, so True-May. Mit dieser Haltung bekam er Probleme mit seiner Produktionsfirma All3Media, was schließlich dazu führte, dass True-May als Produzent der Serie abgelöst wurde.

Inzwischen ist der Einsatz von Schauspielern mit asiatischen Wurzeln kein Tabu mehr wie in der Episode 92 „Written in the Stars“ (dt. „Sonne, Mond und Sterne“) zu sehen war.

Die Schauspielerin Manjinder Virk übernimmt die Rolle der Kam Karimore. Sie wurde in Coventry geboren, einer Region, in der sehr viele Menschen aus dem asiatischen Bereich kommen. Virk war schon mehrfach in Fernsehserien zu sehen wie z.B. in „The Bill“, „Holby City“ und „Call the Midwife“. Hier ist sie in einem Filmausschnitt zu sehen.

Die Titel der ersten drei Folgen der 18. Staffel von „Midsomer Murders“ stehen bereits fest: „Habeas Corpus“ ist die Folge 105, „The Incident at Cooper’s Hill“ wird Nummer 106 und „Breaking the Chain“ die Episode 107.

Leider müssen wir noch eine ganze Weile warten, bis wir uns an den neuen Folgen erfreuen können.

Published in: on 25. Juli 2015 at 02:00  Comments (1)  

Mein Buchtipp – Phoebe Smith: Extreme Sleeps – Adventures of a Wild Camper

Foto meines Exemplares.

Foto meines Exemplares.

Phoebe Smith ist Redakteurin der englischen Zeitschrift „Wanderlust“ und wenn sie nicht an ihrem Redaktionstisch sitzt, ist sie in der ganzen Welt unterwegs, wobei sie ihr kleines „Ein-Frau-Zelt“ dem Luxus von Hotelzimmern vorzieht. Überall ist sie schon gewesen und hat von ihren Abenteuern in mehreren Büchern berichtet.

Dass man nicht in ferne Kontinente reisen muss, um die Einsamkeit der Wildnis zu erleben, beweist sie in ihrem Buch „Extreme Sleeps – Adventures of a Wild Camper„. Darin schreibt sie von ihren Camping-Erlebnissen in der „freien Wildbahn“ Großbritanniens. Ob an heißen Sommertagen, im Schnee oder im Nebel, Phoebe Smith ist bei jedem Wetter unterwegs und schlägt ihr kleines Zelt möglichst weit weg von der Zivilisation irgendwo in der Wildnis auf, um darin zu übernachten. Der südlichste Punkt ihrer Reisen ist Lizard Point in Cornwall, der nördlichste Cape Wrath im äußerten Nordwesten Schottlands. Sie wandert entlang des Two Moors Way im Dartmoor, wechselt an die Nordküste Norfolks hinüber und übernachtet auf dem Bleaklow, einem Bergplateau im Peak District in Derbyshire, dort wo einmal im November 1948 ein Langstreckenbomber des Typs Boeing Superfortress abstürzte. Bei dem Unglück kamen alle 13 Besatzungsmitglieder ums Leben; noch immer sind Trümmer der abgestürzten Maschine dort oben zu finden. Phoebe Smith sucht die Unfallstelle im dichten Nebel auf und hat dabei ein eigenartiges Gefühl: „The place had a real sense of presence. It felt wild, but this intrusion of the man-made gave it a feeling unlike any other place I’d been before“.

Weitere Orte, die die Abenteuerin in ihrem Buch aufsucht, sind u.a. der sagenumwobene Pendle Hill in Lancashire, die Höhle auf dem Castle Crag im Lake District, in der einst der Exzentriker Millican Dalton wohnte und der Pillar Rock im Ennerdale in der Grafschaft Cumbria.

Für mich wäre diese Form der Übernachtung nichts. Es gehört schon eine Portion Mut dazu, als junge Frau ganz allein (nur auf einer Tour nimmt sie eine Freundin mit) in der Wildnis unterwegs zu sein und dabei wild zu campen. In diesem kleinen Film wirbt Phoebe Smith für ihr Buch.

Phoebe Smith: Extreme Sleeps – Adventures of a Wild Camper. Summersdale 2013. 285 Seiten. ISBN 978-1-84953-393-5.

Die Überreste des abgestürzten Bombers auf dem Bleaklow im Peak District.    © Copyright ron layters and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Der Berg der Hexen, der Pendle Hill in Lancashire.    © Copyright Steve Houldsworth and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Der Pillar Rock in Cumbria.    © Copyright Mick Garratt and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 24. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Famous Graves – Das „Orgelgrab“ in Kildwick (North Yorkshire)

The Kildwick Organ Grave. With friendly permission of

The Kildwick Organ Grave.
With friendly permission of the Farnhill and Kildwick Local History Group.

„Berühmt“ ist dieses Grab auf dem Kirchhof von St Andrew’s in dem kleinen Ort Kildwick in North Yorkshire vielleicht nicht unbedingt, aber auf jeden Fall außergewöhnlich. Es besteht aus einem Grabstein, auf dem die Namen einiger verstorbener Mitglieder der Familie Laycock eingemeisselt sind, darunter auch der Name John Laycock, der 1809 geboren wurde und der 1898 starb. Das Besondere an dem Grab ist eine steinerne Miniatur-Orgel, die hier ziemlich naturgetreu aufgestellt ist. Auf dem Sockel steht „The above is from the design of the first organ built by the said John Laycock„. Jetzt braucht man nicht mehr lange raten, was besagter John Laycock von Beruf war; ja, er war Orgelbauer. Und seine erste Orgel, deren Abbild auf seinem Grab zu sehen ist, stand in einer Kirche in Cross Hills, also ca ein Kilometer südlich von Kildwick. Das Instrument wurde später in die Bingley Independent Methodist Church gebracht (Bingley liegt an der A650 zwischen Keighley und Bradford), wo sie noch heute zu sehen ist. Hier ist ein historisches Foto.

John Laycock wurde in Glusburn (North Yorkshire) geboren und verbrachte den größten Teil seines Lebens in dieser Region. Eigentlich war er Weber und Stellmacher, doch als er eines Tages in den Besitz einer alten Orgel kam, sah er sich die genau an und machte sich daran, selbst eine zu bauen, was ihm auch gelang. Laycock hatte also den Beruf des Orgelbauers nie gelernt, er war ein Naturtalent. Von nun an widmete er sich ganz dem Bau von Orgeln und gründete in seinem Geburtsort eine eigene Firma, die dann nach Cross Hills wechselte und den Namen Laycock and Bannister trug. Bis in die 1970er Jahre existierte die Firma. In der Farnhill Methodist Church, an der Straße, die von Kildwick zum Nachbarort Farnhill führt, ist noch eine Laycock and Bannister-Orgel zu sehen, ebenso in der Kirche von Bolton Abbey, einige Kilometer weiter östlich.
Wie eine Orgel klingt, die John Laycock gebaut hat, kann man in diesem kleinen Film hören.

Ein großes Kompliment muss ich der Farnhill and Kildwick Local History Group machen, die mir die Genehmigung für die Verwendung des Orgel-Grab-Fotos gegeben hat. Auf den Webseiten kann man sich ausführlich über alles informieren, was es mit diesen beiden kleinen Orten in North Yorkshire auf sich hat und da gibt es eine Menge zu berichten, z.B. ist dort ein ausgezeichneter Artikel über die Verbindung zwischen Kildwick und den Brontës im nahegelegenen Haworth zu finden. Apropos Haworth: Der Steinmetz, der die Orgel auf dem Grab von John Laycock hergestellt hat und der Joseph Heaton hieß, kam aus dem Brontë-Ort.

Das Buch zum Artikel:
Bryan Hughes: John Laycock – Weaver and Organ Builder. Musical Opinion 2002. 96 Seiten. ISBN 978-0954407407.

Die St Andrew's Church in Kildwick.    © Copyright Gordon Hatton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die St Andrew’s Church in Kildwick.
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Die Parson's Bridge überbrückt den Leeds & Liverpool Canal und verbindet die beiden Teil des Friedhofs vo St Andrew's.    © Copyright Ian Murfitt and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Parsons Bridge überbrückt den Leeds & Liverpool Canal und verbindet die beiden Teile des Friedhofs von St Andrew’s.
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The Swannery in Abbotsbury (Dorset)

Fütterung der Schwäne in der Swannery.    © Copyright don cload and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Fütterung der Schwäne in der Swannery.
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Rund 16 Kilometer von Weymouth entfernt in Dorset an der Südküste Englands am Chesil Beach liegt eine einzigartige Einrichtung: Die Swannery bei Abbotsbury, die einzige Höckerschwankolonie der Welt durch die man als Besucher hindurchlaufen kann. Ich habe das einmal getan und es war schon faszinierend wie gelassen es die Schwäne hinnahmen, dass Menschen so dicht an ihnen und vor allem an ihren Jungen vorbeiliefen. Keiner wurde aggressiv, alle ließen sich geduldig betrachten.

Die Swannery wurde von Benediktinermönchen vor fast 1000 Jahren gegründet, vor allem weil die Schwäne damals als Nahrungsmittel dienten.

Die 600 Schwäne, die heute in der Kolonie leben, werden täglich um 12 Uhr und um 16 Uhr gefüttert und für die Besucher ist das stets der Höhepunkt ihres Aufenthalts in der Swannery. Geöffnet ist die Anlage vom 21. März bis zum 1. November; der Eintritt kostet £11.50.

Ende der 1920er Jahre erhielt die Swannery Besuch von einer der berühmtesten Balletttänzerinnen der damaligen Zeit, von Anna Pawlova (1881-1931). Sie und ihre Tanztruppe wollten sich auf eine Aufführung von Tschaikowskys „Schwanensee“ vorbereiten und hier das Verhalten und die Bewegungsweise der Schwäne studieren. Die Ballerina erlangte Weltruf durch ihre Darstellung des „Sterbenden Schwans„, eines Tanzsolos, das der russisch-amerikanische Choreograf Michel Fokine für sie geschrieben hatte, nach der Musik des französischen Komponisten Charles Camille Saint-Saëns.

Für den Film „Harry Potter und der Halbblutprinz“ wurden einige Szenen hier in der Swannery in Abbotsbury gedreht.

Das Gelände am Chesil Beach ist für Familien geeignet, denn neben den vielen Schwänen gibt es noch einen schwanenförmigen Irrgarten, einen Spielplatz, Go-Karts, das Swannery Café und einen Souvenirladen, in dem man Schwäne in allen nur denkbaren Größe kaufen kann.

Hier ist ein Film über die Swannery.

 

Abbotsbury Swannery
New Barn Road
Abbotsbury, Dorset DT3 4JG

Ein erster Familienausflug.    © Copyright Alex McGregor and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein erster Familienausflug.
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Published in: on 22. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Gurkha Museum in Winchester (Hampshire)

In diesem Gebäude in Winchester ist das Gurkha Museum untergebracht.    © Copyright Colin Smith and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

In diesem Gebäude in Winchester ist das Gurkha Museum untergebracht.
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Soweit ich feststellen konnte, gibt es nur zwei Museen in der ganzen Welt, die sich dem Thema „Gurkhas“ widmen; das eine befindet sich in Pokhara in Nepal und das zweite in Winchester (Hampshire).
Gurkhas sind nepalesische Soldaten, die im Dienst der britischen und indischen Armeen tätig waren und dort in eigenen Einheiten zusammengefasst waren. Seit 1815 kämpfen die Gurkhas in nahezu allen Kriegen, die das britische Königreich geführt hat und sie haben sich einen sehr guten Ruf als tapfere und mutige Soldaten erworben.

Um diesen nepalesischen Einheiten eine Ehre zu erweisen, hatte man in den Queen Elizabeth Barracks in Church Crookham in Hampshire, dort wo viele Gurkhas stationiert waren, ein Museum eingerichtet. Dieses wurde 1989 geschlossen und die Ausstellungsstücke nach Winchester transferiert, wo das Gurkha Museum 1990 als Teil der Winchester’s Military Museums neu eröffnet wurde. In der Nähe der Romsey Road, in den Peninsula Barracks, kann man sich heute über die Geschichte der nepalesischen Soldaten informieren.

In chronologischer Reihenfolge werden die Einsätze der Soldaten dargestellt, beginnend Anfang des 19. Jahrhunderts bis zu den heutigen sechs Einheiten, die in die britische Armee integriert sind. 26 Victoria Cross-Tapferkeitsorden haben Gurkhas bis jetzt erhalten, von denen einige im Museum ausgestellt sind. Weiterhin erfährt der Museumsbesucher einiges über das Heimatland der Gurkhas und in einer Spezialbibliothek hat man alles, was man an gedrucktem Material über die nepalesischen Soldaten finden konnte, zusammengetragen.
Dieser Film zeigt 10 „must-sees“ des Museums.

Exakt 200 Jahre ist es jetzt her, dass die Gurkhas erstmals für die britische Krone im Einsatz waren und daher finden im Jahr 2015 zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Land statt, die daran erinnern. Höhepunkt war The Gurkha 200 Pageant (hier ein filmischer Eindruck) am 9. Juni auf dem Gelände des Royal Hospital Chelsea, das in Anwesenheit der Queen durchgeführt wurde.

In Winchester findet sich nicht nur das Gurkha Museum, in der Stadt haben sich auch viele pensionierte Soldaten aus Nepal niedergelassen, die sich in der British Gurkhas Community zusammengeschlossen haben. Und wer einmal nepalesisch essen möchte, der kann diese Erfahrung in Winchester im Gurkhas Inn in der City Road erleben.

Ausgestellte Medaillen im Museum. Author: Anwpwiki. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license.

Ausgestellte Medaillen im Museum.
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Published in: on 21. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Rowton Castle Hotel bei Shrewsbury (Shropshire)

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Einige Meilen von Shrewsbury in Shropshire entfernt, liegt das Rowton Castle Hotel, in dem ich einmal eine Nacht verbrachte. Das ruhig gelegene Burghotel verfügt über 19 sehr angenehme Zimmer, von denen einige auch mit Himmelbetten ausgestattet sind.

Seit 800 Jahren steht auf dem Gelände schon eine Burg; das momentane Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Eine wunderschöne große Zeder steht vor dem Hotel, die mir sehr gut in Erinnerung geblieben ist.
1941 gehörte die Burg dem Royal National College for the Blind, aber nachdem die Schule 1978 auszog, verfiel Rowton Castle, bis es schließlich mit großem Aufwand zu einem Luxushotel umgebaut und am 12. April 1989 eröffnet wurde.

Im Burghotel finden sich einige Wandmalereien von Jaci Vianna, die im Sheffield Art College Kunst studierte und die z.B. in einer Suite und im Cedar Restaurant die Wände mit ihren Bildern verschönte. Apropos Cedar Restaurant; hier lässt es sich sehr angenehm zu Abend speisen, in diesem eichengetäfelten Raum. Am Herd steht der Küchenchef Mark Forwood.

Die Preise  für ein Doppelzimmer beginnen bei 124 Pfund und enden bei 229 Pfund für die Rowton-Suite.
Bei Tripadvisor schneidet das Hotel sehr gut ab: Von 303 Bewertungen sind 292 „Ausgezeichnet“ und „Sehr gut“.

Wie nicht anders zu erwarten, ist das Rowton Castle Hotel sehr beliebt für Hochzeitsfeiern wie dieser Film zeigt.

Das Hotel erreicht man über die A458, die von Shrewsbury nach Welshpool führt. Man kann die Burg auf der rechten Seite liegen sehen.

Rowton Castle Hotel
Halfway House
Shrewsbury
SY5 9EP

Die wunderschöne Zeder vor dem Rowton Castlew Hote.    © Copyright Matthew Hatton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die wunderschöne Zeder vor dem Rowton Castle Hotel.
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Published in: on 20. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Cathedral City, Little Stinky, Miss Muffet und andere fantasievolle Käsenamen aus Cornwall

Die Davidstowe Creamery.    © Copyright Derek Harper and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Davidstowe Creamery bei Trewassa, wo der Cathedral City Cheddar hergestellt wird.
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Zum Abschluss eines Menüs bestelle ich mir in England immer gern eine Käseplatte „made in England“, denn nicht nur die französischen Käse sind hervorragend. Stilton, Cheddar, Gloucester und Leicester sind wohl mit die bekanntesten Käse aus dem Königreich, die man auch in Deutschland bekommt.

In Cornwall werden viele Sorten produziert, denen man manchmal ganz witzige Namen gegeben hat. Hier ist eine kleine Auswahl:

Cathedral City Cheddar wird von der Firma Dairy Crest in Davidstow hergestellt, ein Ort, in dem es keine Kathedrale gibt, dessen Name aber von der Kathedralenstadt Wells (Somerset) herrührt, wo die früheren Markennameninhaber ihren Sitz hatten.

Little Stinky heißt ein Käse von der Whalesborough Farm bei Bude, der, wie der Name schon sagt, das Geruchsempfinden des einen oder anderen schon in Mitleidenschaft zieht.

– Aus dem gleichen Hause kommt Miss Muffet, ein Kuhmilchkäse, der schon mehrere Preise gewonnen hat, und Keltic Green, ein halbfester Käse, der während der Reifezeit immer wieder in Cidre getaucht wird.

– Auf der Menallack Farm in Penryn bei Falmouth wird Mrs. Finn produziert, dessen Variante mit gemahlenem grünem Pfeffer Treverva Green heißt.

– In der Trevarrian Creamery bei Newquay bekommt man den Village Green genannten Ziegenkäse; hier wird auch Cornish Camembert und Cornish Brie hergestellt.

– Auf der Pengreep Farm bei Truro produziert man Cornish Yarg, was nichts anderes als „Gray“ rückwärts gelesen bedeutet. Allan und Jenny Gray hatten das Rezept für den Käse in den 1970er Jahren der Farm übermittelt.

Die Intention dieses Blogeintrags ist: Einfach mal beim nächsten Englandbesuch eine Käseplatte bestellen, um sich ein Bild von der Vielfalt der englischen Käseproduktion zu machen. Ganz wichtig in meinen Augen ist, den Käse pur zu essen und nicht aufs Brot zu legen, was den Geschmack verwässert.

Published in: on 19. Juli 2015 at 02:00  Comments (5)  
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Englische Exzentriker – Henry Bensley, der Mann mit der eisernen Maske

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Im Londoner Reform Club wurde seinerzeit eine berühmte Wette abgeschlossen, die in der Reise in 80 Tagen um die Welt mündete, so schreibt es jedenfalls Jules Verne in seinem gleichnamigen Roman.

Eine noch wesentlich obskurere Wette fand 1907 in einem anderen Londoner Club, dem National Sporting Club in der King Street, statt, an dem der amerikanische Milliardär John Pierpoint Morgan, der englische Adelige Hugh Cecil Lowther, der 5. Earl of Lonsdale und ein gewisser Harry Bensley, ein auch nicht unvermögender Playboy, beteiligt waren. Die beiden erstgenannten Gentlemen stritten sich darüber, ob es möglich wäre, zu Fuß die Erde zu umrunden, ohne dabei erkannt zu werden. Morgan hielt dies im Gegensatz zu Lonsdale für unmöglich und sagte, er wäre bereit 100 000 Dollar darauf zu wetten. Harry Bensley, der an diesem Abend zufällig in der Nähe der beiden Streithähne saß und deren Gespräch mit anhörte, mischte sich ein und erklärte sich bereit, diese Reise inkognito zu unternehmen.
Die drei Herren besprachen dann die Konditionen, die eine ganze Menge Punkte umfassten, die Harry zu erfüllen hatte. Hier sind einige davon:

– Er musste die Welt zu Fuß, maskiert und einen Kinderwagen vor sich herschiebend umrunden
– Während der gesamten Reise musste er inkognito bleiben
– Er durfte Fotos von sich anfertigen und diese, sowie ein Flugblatt, das seine Reise beschrieb, verkaufen und musste von dem Erlös alle anfallenden Kosten bestreiten
– Harry musste auf seiner Erdumrundung eine Frau finden
– Die Reiseroute sollte in England beginnen, am 1. Januar 1908, um 10.30 Uhr morgens am Trafalgar Square. Dabei sollten sämtliche Grafschaften in England und Wales aufgesucht werden und darin wiederum jeweils vorher festgelegte Städte. Das musste durch ein von den Bürgermeistern unterschriebenes Dokument bestätigt werden.
– Außerhalb Englands wurden die Länder und Städte vorgeschrieben, die Harry auf seiner Reise besuchen musste. In Deutschland waren das zum Beispiel Köln, Berlin, Kassel, Magdeburg, Hamburg und Bremen.

So trat also Harry Bensley am Neujahrstag des Jahres 1908 seine spektakuläre Reise an, mit dem Helm einer Ritterrüstung auf dem Kopf und einen Kinderwagen schiebend. Wie weit er letztendlich kam, konnte nie genau nachvollzogen werden. Manche meinen, er hätte England nie verlassen; dann soll er angeblich in Ostasien gesichtet worden sein. Nach seinen eigenen Aussagen hat er 30 000 Meilen zurückgelegt. Fest steht nur, dass der Mann mit der eisernen Maske die Erde nicht umrundet hat, sondern zu Beginn des Ersten Weltkrieges Helm und Kinderwagen beiseite legte, um seinem Land als Soldat zur Verfügung zu stehen. Harry Bensley wurde im Krieg schwer verwundet, später verlor er sein ganzes Vermögen, das er in Russland angelegt hatte.

Der einst wohlhabende, exzentrische Playboy schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch, bis er im Alter von 79 Jahren 1956 in Brighton starb.

Published in: on 18. Juli 2015 at 02:00  Comments (1)  
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Meine Lieblings-Restaurants – The Crab and Lobster in Asenby (North Yorkshire)

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Ist das „Crab & Lobster“ nun ein Gastro-Pub oder ein Restaurant? Nun, es hat sich im Laufe der Zeit immer mehr zu einem Gourmet-Restaurant entwickelt. Ich war dort einmal zum Lunch und war sowohl von der Küche als auch vom Ambiente sehr beeindruckt.

Asenby liegt in der Nähe von Thirsk in North Yorkshire, hat nur ca 300 Einwohner und wurde erstmals 1086 im Domesday Book erwähnt.

Das Gebäude des Restaurants stammt aus dem 17. Jahrhundert und liegt auf einem Areal mit Gärten, einem Teich und einem Flüsschen. Im Restaurant selbst finden sich Antiquitäten und Sammlerstücke aus allen Teilen der Welt; wer es ein wenig überladen mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Wie der Name schon vermuten lässt, hat man sich im „Crab & Lobster“ auf Fisch und Meeresfrüchte (Hummer, Jakobsmuscheln, Lachs) spezialisiert, man bekommt aber auch Yorkshire-Lamm und Wildgerichte.

Neben dem Restaurant befindet sich ein außergewöhnliches Hotel, das „Crab Manor Hotel„, das 17 themenbezogene Zimmer und Suiten anbietet. Die Zimmer sind nach berühmten Hotels in aller Welt benannt und so kann man beispielsweise im venezianischen „Cipriani“, im „Bellagio“ (Las Vegas) oder im „Burj Al Arab“ (Dubai) wohnen. Die Übernachtungspreise liegen zwischen 160 und 250 Pfund pro Nacht.

Ich kann das „Crab & Lobster“ aus eigener Erfahrung sehr empfehlen!!!

Crab & Lobster
Crab Manor Hotel
Dishforth Road
Asenby
Thirsk
North Yorkshire
YO7 3QL

Die Parish Church of St. Wilfrid in Mobberley (Cheshire) und ein berühmter Bergsteiger

St Wilfred in Mobberley (Cheshire).    © Copyright Ian S and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Wilfrid’s in Mobberley (Cheshire).
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Würde es eine Hall of Fame für Bergsteiger geben, dann dürfte darin George Herbert Leigh Mallory auf gar keinen Fall fehlen. Mallory galt als einer der Wegbereiter für folgende Mount Everest-Expeditionen und bei seinem Versuch, den Bergriesen zu besteigen, kam er dabei 1924 gemeinsam mit Andrew Irvine ums Leben. Erst seinem Bergsteigerkollegen Edmund Hillary und dem Sherpa Tensing gelang die Erstbesteigung im Jahr 1953. Mallorys Leiche war verschollen und wurde erst 1999 in einer Höhe von 8150 Metern aufgefunden.

Mallory wurde am 18. Juni 1886 in Mobberley (zwischen Knutsford und dem Flughafen von Manchester gelegen) in der Grafschaft Cheshire geboren, als Sohn des dortigen Pfarrers Herbert Leigh Mallory. Viele Familienmitglieder, und das geht bis in das 17. Jahrhundert zurück, waren Pfarrer an der Parish Church of St Wilfrid in Mobberley und an mehreren Stellen in der Kirche findet man Tafeln, die an die Mallorys erinnern. Bis zum Jahr 1900 wohnte die Familie Mallory in der Mobberley Old Hall.

Der als Nationalheld gefeierte Bergsteiger George Mallory wird mit einem dreiteiligen Kirchenfenster geehrt, auf dem der Heilige Georg, König Arthur und Sir Galahad abgebildet sind, ergänzt durch einige Szenen aus dem Leben König Arthurs. Auf dem Sir Galahad-Fenster findet sich in der unteren rechten Ecke ein Panel mit der Inschrift:

In Memory of George Herbert Leigh Leigh-Mallory, born at Mobberley, June 1886, died June 1924, son of Canon Herbert Leigh Leigh-Mallory, Rector, 1885-1904. The window was put in by his family and friends at Mobberley„.

Auch der Bruder des Bergsteigers, Air Chief Marshall Sir Trafford LeighMallory,  kam in den Bergen ums Leben, 1944 bei einem Flugzeugabsturz in den Alpen. An ihn und seine Frau, die ebenfalls an Bord war und bei dem Absturz starb, erinnert eine Messingplakette in St Wilfrid.

Im Jahr 2010 erschien eine Dokumentation über George Mallorys Leben und über seine missglückte Mount Everest-Besteigung mit dem Titel „The Wildest Dream“ (hier ist der Trailer zum Film).

Die belgische Musikgruppe Girls in Hawaii veröffentlichte 2013 das Album „Everest“, auf dem sich das Musikstück „Mallory’s Height“ findet (hier zu hören):
„Hung from jagged forms
Of unscalable rocks
The mountaineer got cold
He froze in the storm“.

Mallorys Enkel, der ebenfalls den Vornamen George trägt, schaffte den Aufstieg auf den Mount Everest 1995. Er vollendete, was seinem Großvater 71 Jahre früher leider versagt blieb.

Das Buch zum Artikel:
Peter and Leni Gillman: The Wildest Dream – George Mallory, The Biography of an Everest Hero. Headline 2001. 320 Seiten. ISBN 978-0747264583.

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Mobberley Old Hall. Hier  wuchs George Mallory auf.    © Copyright Ian Warburton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Mobberley Old Hall. Hier wuchs George Mallory auf.
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The Oldest Sweet Shop in England – Ein Eldorado für Liebhaber von Süßigkeiten in Pateley Bridge (North Yorkshire)

Im Guinness Book of Records wird er als ältester Süßwarenladen der Welt geführt, nennt sich aber bescheiden nur The Oldest Sweet Shop in England.

39 High Street, Pateley Bridge, North Yorkshire, lautet die Adresse dieses Ladens, der im Jahre 1827 eröffnet wurde und ein Eldorado für alle ist, die einen „Sweeth Tooth“ haben. Der ehemalige Bankmanager Keith Tardoff und seine Frau Gloria sind die Besitzer des Geschäfts, das in einem alten Haus aus dem Jahre 1661 untergebracht ist und das eine überwältigende Auswahl an Süßigkeiten anzubieten hat. Hier ist ein Film über den Sweet Shop.

Hier eine winzig kleine Auswahl aus dem Angebot:
Banana Split Toffee, Kendal Mint Cake, Nougat Cherries Dainties, Rainbow Crystals, Sarsaparilla Sticks, Super Sour Fizz Bombs Mark II, Traffic Light Lollipops  usw. usw., ein wahres Schlaraffenland. Darüberhinaus kann man hier auch „Retro-Drinks“ kaufen wie Mr. Fitzpatrick’s Blood Tonic Cordial (der mich nicht allzusehr reizen würde) oder Mr. Fitzpatrick’s Strawberry & Kiwi Cordial. Die Firma Mr. Fitzpatrick’s produziert ihre Getränke in Haslingden in Lancashire.

Da die Besitzer mit der Zeit gehen, haben sie im Jahre 2005 einen Online-Shop eingerichtet, über den man die ganzen Köstlichkeiten auch bestellen kann.

Keith und Gloria, die das Geschäft seit über 20 Jahren führen, haben den nostalgischen Touch beibehalten, d.h. auf dem Tresen steht noch eine uralte Kasse, ein Kaminfeuer brennt im Laden, die niedrige Decke und die Wohlgerüche verbreiten eine Wohlfühlatmosphäre. In den letzten hundert Jahren hat sich hier kaum etwas verändert.

Pateley Bridge liegt im Nidderdale im Harrogate Bezirk und ist eine kleine alte Marktstadt mit etwa 2000 Einwohnern.

In diesem Film, in dem es recht lustig zugeht, präsentieren die beiden Ladenbesitzer zwei ihrer zahllosen Produkte.

The Oldest Sweet Shop in England
39 High Street
Pateley Bridge, North Yorkshire HG3 5JZ

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Published in: on 15. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Pubschilder – The Mousetrap Inn in Bourton-on-the Water (Gloucestershire)

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Der Auftraggeber und der Maler dieses hübschen Pubschilds in dem Cotswolds-Städtchen Bourton-on-the-Water in Gloucestershire hatten Sinn für Humor, als sie sich für den Mousetrap Inn ein entsprechendes Motiv überlegten. Das Bild zeigt zwei wohlgenährte Mäuse vor deren Mäuseloch eine Falle mit einem Stück Käse aufgestellt ist. Maus Eins versucht vorsichtig mit einem Streichholz den Käse aus der Falle herauszubugsieren, während Maus Zwei mit großen Augen dabei zusieht. Ob das wohl gut geht? Wir werden es nie erfahren, obwohl mir die „Streichholz-Maus“ einen sehr erfahrenen Eindruck macht, so als ob sie das nicht zum ersten Mal bewerkstelligt.

Den Mousetrap Inn findet man in der Straße namens Lansdowne, die Verlängerung der High Street, also ein Stückchen weit vom Zentrum des touristischen Bourton-on-the-Water entfernt, das man auf Grund seiner vielen Brücken als das Venedig der Cotswolds bezeichnet (allerdings gibt es zwischen den venezianischen Brücken und den Bourtonschen Brücken einen himmelweiten Unterschied).

Wenn man das Wort „Mousetrap“ hört, denkt man unwillkürlich an das gleichnamige Theaterstück von Agatha Christie, das seit Jahrzehnten in London aufgeführt wird (ich berichtete in meinem Blog darüber). Und auf der Homepage des Gasthofs steht, dass die berühmte Kriminalschriftstellerin hier auch einmal eingekehrt sein soll, mit dem Zusatz „as legend has it“. Hat sie nun oder hat sie nicht? Ich konnte es bisher nicht verifizieren.
Im Mousetrap Inn kann man auch wohnen; wie die Zimmer aussehen, zeigt dieser Film.

Vor längerer Zeit habe ich in meiner Serie über Pubschilder schon einmal über einen anderen Pub in Bourton-on-the-Water berichtet: The Old New Inn in der Rissington Road, das ist die Verlängerung der High Street zur anderen Seite.

 

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Rear of the Year Award – Wer besitzt Englands schönsten Po?

Seit 1981 wird jährlich in Großbritannien ein Preis vergeben, der Englands schönsten Po kürt, der Rear of the Year Award. Zuerst stand lediglich der weibliche Po im Mittelgrund, ab 1997 auch der männliche. In Londons noblem Dorchester Hotel findet seit einigen Jahren die Preisvergabe statt, unter großer Anteilnahme der Medien versteht sich. Ausgezeichnet werden übrigens nur die Pos Prominenter, die vielleicht viel attraktiveren Pos aus dem gewöhnlichen Volk bleiben außen vor.

Sehen wir uns doch einmal die stolzen „Träger“ dieser mehr oder weniger hervorstehenden Körperteile an:
Bereits 1976, fünf Jahre vor der regelmäßigen Vergabe des Preises, suchte man den schönsten Po des Königreiches und der gehörte der Schauspielerin Barbara Windsor, die durch zehn „Carry On“-Filme und die Dauer-TV-Serie EastEnders jedes Kind in England kannte.
1981 wurde die Schauspielerin Felicity Kendal ausgezeichnet, die ich noch aus der 22teiligen Fernsehserie „Rosemary & Thyme“ (2003-2006) kenne. In den Jahren 1982 bis 1985 folgten Sängerinnen, nämlich Suzi Quatro, Lulu, Elaine Paige und Lynsey de Paul.

1994 vergab man den Preis auch, zuerst nur einmalig, an einen Mann, an Richard Fairbrass, der vielleicht manchen noch von der Popgruppe Right Said Fred bekannt ist („I’m Too Sexy“). Dann ab 1997 ebenfalls regelmäßig, beginnend mit Take That-Sänger Gary Barlow, dem zwei Jahre später Bandmitglied Robbie Williams folgte.

Die einzige Frau, die gleich zweimal den Rear of the Year Award erhielt, ist Carol Vorderman, die durch zahlreiche Fernsehshows bekannt geworden ist.

Vor wenigen Tagen wurden die Preise für das Jahr 2015 vergeben. And the winner is…Kym Marsh, in Deutschland eher weniger bekannt, im Königreich ein Star der Endlos-Serie „Coronation Street“. Der männliche Preisträger allerdings ist auch hierzulande sehr populär, nämlich Daniel „Harry Potter“ Radcliffe.

Musikvideos – Orchestral Manoeuvres in the Dark: Maid of Orleans

Fountains Abbey in North Yorkshire.   © Copyright Ian Capper and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Fountains Abbey in North Yorkshire.
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OMD oder Orchestral Manoeuvres in the Dark ist eine britische Popgruppe von der Wirral Halbinsel im Nordwesten Englands, die 1978 von Andy McCluskey und Paul Humphreys gegründet wurde und die eine Fülle von herausragenden Songs geschrieben und gesungen hat, von denen mein absoluter Favorit das hier vorgestellte “Maid of Orleans” ist. Der Song wurde zur weltweit meistverkauften Single des Jahres 1982.

Das Video wurde an mehreren Schauplätzen gedreht: Die Außenaufnahmen in North Yorkshire in den Brimham Rocks (ich berichtete darüber) und in den Ruinen der Fountains Abbey. Die Innenaufnahmen wurden im The Manor Studio in Shipton-on-Cherwell in Oxfordshire gedreht, dort, wo der Song auch in den Tonstudios entstand. Richard Branson gehörte das Gelände einmal. In meinem Blog berichtete ich darüber.

In dem Song geht es um die französische Nationalheldin Jeanne d’Arc, in Deutschland Johanna von Orléans genannt, die von der Schauspielerin Julia Tobin verkörpert wird. Sie kennt man u.a. als Brenda Hope in der TV-Serie „Auf Wiedersehen Pet“, in der sie von 1983 bis 2004 mitspielte. Andy McCluskey und Paul Humphreys (der Schachspieler) sind in dem Video ebenfalls zu sehen.

Ich finde das Video sehr eindrucksvoll in Szene gesetzt; dazu eignet sich die verschneite Fountains Abbey, die dem National Trust gehört,  auch sehr gut als Hintergrundkulisse. Ich bin zwar an Ruinen nicht besonders interessiert, diese alte verfallene Abtei am River Skell in der Nähe von Ripon aber verströmt eine ganz besondere Atmosphäre wie ich es selbst bei einem Besuch dort erleben konnte. Die Gartenszenen des Films „The Secret Garden“ (dt. „Der geheime Garten“) wurden auch auf dem Gelände von Fountains Abbey gedreht. Die ebenfalls dem National Trust gehörenden Brimham Rocks, die am Anfang des OMD-Videos zu sehen sind, kann man in wenigen Minuten mit dem Auto von der Abtei aus erreichen.

Hier ist „Maid of Orleans“ zu sehen und zu hören.

Die Brimham Rocks im Nidderdale (North Yorkshire).   © Copyright Philip Halling and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Brimham Rocks im Nidderdale (North Yorkshire).
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The Manor Studios in Shipton-on-Cherwell (Oxfordshire). Author: JacoTen. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Published in: on 12. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Polish Radio London – Ein Rundfunkprogramm für polnischsprachige Hörer

Ein polnisches Geschäft in Boston (Lincolnshire).    © Copyright Christopher Hilton and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Ein polnisches Geschäft in Boston (Lincolnshire).
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Wenn ich zum Channel Tunnel nach Calais fahre, fällt mir immer wieder auf, wieviel Lastzüge mit polnischem Nummernschild auf der Autobahn A18 in Belgien und Frankreich mit Ziel Großbritannien unterwegs sind. Ich frage mich dann immer, was die wohl alles an Bord haben mögen.

Polnisch ist nach Englisch die meist gesprochenen Sprache im Königreich, noch vor Urdu und Punjabi. Etwa 700 000 Polen haben sich mittlerweile hier angesiedelt und man merkt das an der gestiegenen Zahl von polnischen Supermärkten und Geschäften. Die großen Städte London (hier vor allem der Stadtteil Ealing), Liverpool, Birmingham und Nottingham sind Zentren polnischer Einwanderer, aber auch Boston (Lincolnshire) und Slough (Berkshire). Die Polen genießen in England einen guten Ruf, gelten sie doch als zuverlässige, fleißige Arbeiter. In vielen Hotels stieß ich auf junge Damen aus Polen und anderen südosteuropäischen Ländern, die an der Rezeption oder im Restaurant arbeiteten.

Für diese vielen Menschen gibt es auch einen eigenen Radiosender, der in Hammersmith in London stationiert ist und Polish Radio London (PRL) heißt. Seit dem 13. Dezember 2006 sendet PRL in polnischer Sprache mit einem Musikmix aus englischen und polnischen Titeln. Es gibt auch eigene Charts, die London Top 20, die in dieser Woche von der polnischen Sängerin Sarsa mit „Naucz mnie“ angeführt werden, gefolgt von dem Londoner Rapper Tinie Tempah mit „Not letting go„. Über das Internet kann man PRL live hören.

Unter der gleichen Adresse in Hammersmith ist auch die polnische Zeitschrift „Cooltura – Polish Weekly Magazine„“ zu finden, die eine Auflage von über 50 000 Exemplaren hat.

Published in: on 11. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Godstone – Ein Bilderbuchdorf in Surrey

The Village Green mit Teich.    © Copyright Ian S and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Schon häufig habe ich in meinem Blog über die A 25, einer meiner Lieblingsstraßen in England, geschrieben, die parallel zur M 25 durch hübsche Dörfer und Städte führt, u.a. auch durch Godstone in Surrey.

Bereits im Jahr 1248 wurde der Name „Godestone“ erstmals erwähnt. Church Town and Godstone Green bilden die beiden Zentren des Ortes, in dem man viele hübsche Fachwerkhäuser findet.

Am besten gefällt mir immer wieder der „Village Green„, eine große Grünfläche mit kleinen Teichen, die von Cottages umstanden ist. The White Hart, eine ehemalige Kutschenstation aus dem 16. Jahrhundert, die heute ein Beefeater Grill ist, blickt direkt auf das Green.

Wir nahmen unseren Lunch einmal im The Hare & Hounds in der Bletchingley Road zu uns, einem netten Pub direkt an der A25, nur ein paar Schritte vom Green entfernt.

Das „Orpheus Centre“ befindet sich etwas außerhalb von Godstone in der North Park Lane. 1998 von Richard Stilgoe gegründet (er schrieb die Texte für die Musicals „Starlight Express“ und „Das Phantom der Oper“), will das Zentrum jungen behinderten Menschen im Alter von 18-25 Jahren die Möglichkeit geben, sich in Musik und den Darstellenden Künsten weiterzubilden.

Nördlich von Godstone jenseits der M25 findet man einen Winzer, der hier 1985 die Godstone Vineyards gründete. Drei verschiedene Rebsorten werden auf dem Gelände angebaut: Dornfelder, Bacchus und Seyval Blanc und aus denen entstehen zwei Weißweine, ein Rosé und ein Sekt (recht hochpreisig mit ca 24 Euro).

Wer die A25 entlangfährt, sollte in Godstone einmal eine Pause einlegen und im Ort spazierengehen, man ist schnell durch, aber es lohnt sich wirklich.

The White Hart.    © Copyright Ian S and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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The Hare & Hounds.    © Copyright Carl Ayling and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Godstone Vineyards.    © Copyright Ian Capper and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 10. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Messing in Essex – Heimat der amerikanischen Präsidentenfamilie Bush

All Saints Church in Messing - Hier wird die Fahne Stars and Stripes aufbewahrt.    © Copyright Peter Stack and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

All Saints Church in Messing – Hier wird die Fahne Stars and Stripes aufbewahrt.
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Wird es im nächsten Jahr einen weiteren US-Präsidenten aus der Familie Bush geben? Nach Vater George Herbert Walker Bush und Bruder George Walker Bush kandidiert John Ellis „Jeb“ Bush, der frühere Gouverneur von Florida, für die Präsidentschaftswahlen 2016.

Es hätte nicht viel gefehlt und es hätte die amerikanische Familie nie gegeben (dann vielleicht auch keinen Irak-Krieg?), denn einer ihrer ganz frühen Vorfahren, ein Wilderer namens Robert Bush aus Messing in Essex, wurde 1553 vom Lord of the Manor bestraft, weil er einige Tauben getötet hatte. Diese Tat wäre ein Jahrhundert früher mit Kastration bestraft worden…

Messing, in der Nähe von Colchester, ist also der Ort, aus dem die amerikanischen Bushs ursprünglich stammen. Gerade einmal 250 Menschen leben hier heute und sind die stolz auf ihre berühmten Nachfahren?

Der sogenannte „Messing link“ wurde 1989 entdeckt, als George H.W. Bush sein Amt als Präsident antrat und daraufhin lud man ihn nach Essex ein, damit er den Ort kennenlernen sollte, aus dem seine Vorfahren stammten, aber weder Vater Bush und erst recht nicht sein Sohn George W. ließen sich jemals in Messing sehen. Dafür schickte man eine Fahne, die Stars and Stripes, die einmal über dem Capitol in Washington flatterte und die in der All Saints Church aufbewahrt wird. In der Kirche konnte man auch Kaffeetassen kaufen, die die Inschrift „Messing – Birthplace of Reynold Bush, ancestor of George Bush, President of the USA“ trugen. Besagter Reynold Bush segelte 1631 von England nach Massachusetts, wo er den amerikanischen Zweig der Bush-Familie gründete.

Nachdem das Interesse der Präsidentenfamilie an dem kleinen Dorf in Essex recht milde ausfiel und die politischen und militärischen Aktionen von George W. auch nicht gerade Begeisterungsstürme in Messing hervorriefen, ging man hier doch etwas auf Distanz zu den Bushs und sollte Jeb der neue Präsident der USA werden, ist es fraglich, ob es da im Dorfpub The Old Crown zu einer großen Party kommen wird.
Es gibt übrigens in Messing keine Straße, die nach irgendeinem der Bushs benannt ist.

The Old Crown in Messing.    © Copyright Robert Edwards and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Old Crown in Messing.
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Die Lodge Road, die direkt zum Dorfpub führt.    © Copyright Robert Edwards and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Lodge Road, die direkt zum Dorfpub führt.
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Published in: on 9. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Piel Island – Ein Königreich in Cumbria

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Die winzige Insel Piel Island, etwa einen Kilometer vor der Furness-Halbinsel in Cumbria gelegen, hat eine Burg, einen König und einen Pub, The Ship Inn, der aus dem 17. Jahrhundert stammt.

Steve Chattaway ist seit dem 14. September 2008 der amtierende König, der auch immer gleichzeitig der  Besitzer des „Ship Inn“ ist und dort Hof hält. Der „King of Piel“ darf auch die „Knights of Piel“ ernennen, und er tut das in einem besonderen Raum des Pubs. Auf einem Eichenstuhl kann man dort zum Ritter geschlagen werden. Die Kosten dafür: Eine Runde Drinks für alle Anwesenden. Einige exotische Menschen sind auf der Insel schon zum Ritter geschlagen worden: Ein abessinischer Prinz, einige Japaner und ein ehemaliger Henker, James Berry, der 131 zum Tode Verurteilte ins Jenseits befördert hat. Ein Privileg der Piel Knights: Sollten sie einmal vor der Insel Schiffbruch erleiden, so haben sie das Recht, kostenlos im Ship Inn zu wohnen und so viel zu essen und trinken wie sie können.

Nachdem der „Ship Inn“ komplett renoviert worden ist, kann man in ihm auch übernachten. Drei Doppelzimmer und zwei sogenannte „bunkhouse rooms“ für vier Personen, stehen zur Verfügung.

Die Ruine des Piel Castle, das im 12. Jahrhundert erbaut wurde, wird heute vom English Heritage bewahrt und man kann sie sich kostenfrei ansehen.
Eie Handvoll Cottages gibt es auch noch auf Piel Island; ich vermute, dass die Bewohner Stammgäste des Ship Inns sind.

Dieser Film vermittelt einen Eindruck von der „königlichen“ Insel.

Wie kommt man denn nun eigentlich auf die Insel? Mit einer kleinen Fähre von der benachbarten Roa Island und die wiederum ist über einen Damm von Barrow-in-Furness erreichbar. Unter fachkundiger Führung kann man bei Ebbe auch zu Fuß zur Insel gelangen.

Blick auf die Insel von Roa Island aus.    © Copyright Alexander P Kapp and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf die Insel von Roa Island aus.
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Die Fähre nach Piel island.    © Copyright Dennis Turner and   licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Fähre nach Piel island.
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Published in: on 8. Juli 2015 at 02:00  Comments (1)  
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The Powder Mills Hotel in Battle (East Sussex)

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Dort, wo einst im Jahr 1066 eine blutige Schlacht geschlagen wurde, beim heutigen Städtchen Battle, liegt das kleine, aber feine Country House Hotel „The Powder Mills„. Der Name des Hotel kommt von einer Fabrik, die einmal während der Napoleonischen Kriege auf dem jetzigen Hotelgelände Schießpulver (gunpowder) herstellte.

Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert errichtet und ist von sehr schönen Parkanlagen und kleinen Seen umgeben.

Wir hatten eine kleine Suite mit dem besonderen Merkmal, dass zwischen Schlafzimmer und Badezimmer keine Tür, sondern nur eine Halbwand war, sicher etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem fanden wir das irgendwie ganz witzig.

Das „Orangery Restaurant“ (Chefkoch ist Callum O’Doherty) gefiel uns sehr gut; ein angenehmer Platz, um den Tag bei einem netten Dinner ausklingen zu lassen. Wer mag, kann auch an einem Murder Mystery Dinner teilnehmen, bei dem ein Mörder vor, zwischen und nach den Menügängen dingfest gemacht werden muss. Heute, am 7. Juli, wird ein World Chococlate Day Demo Lunch serviert.

Die Übernachtungspreise beginnen bei £130.00 für ein Standard-Doppelzimmer und gehen bis zu £350.00 für die Lake  Suite. Am Wochenende liegen die Preise höher.

Ein richtig idyllisches Hotel, ideal als Standort, um den Süden Englands zu bereisen. Hastings und Brighton liegen nicht weit entfernt. Die Zufahrt zum Hotel erfolgt über die B2095, die hier Powdermill Lane heißt.

Hier ist ein Film über das Hotel.

The Powder Mills Hotel
Powdermill Lane
Battle
East Sussex
TN33 0SP

Die Höchstgeschwindigkeiten auf englischen Straßen im Laufe der Zeit – Ein Überblick

This work is released into the public domain.

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Ich bin im Laufe der Jahre zig-Tausend Meilen auf englischen Straßen unterwegs gewesen und empfinde den Fahrstil der meisten Engländer überwiegend als wohltuend. Sobald man aber auf die Autobahnen kommt, scheint sich das zu ändern, denn dann treten viele so richtig auf das Gaspedal, obwohl überall Tempo 70 mph gilt, was etwa 112 Stundenkilometern entspricht. Wenn man sich so auf 75 bis 80 mph eingependelt hat, wird man von sehr vielen Autofahrern überholt.

Dabei ging es einmal gaaaanz langsam los. 2 mph war die absolute Höchstgeschwindigkeit Ende des 19. Jahrhunderts in geschlossenen Ortschaften. Doch damit nicht genug, denn 50 Meter vor dem Fahrzeug musste ein Mann mit einer roten Fahne bzw. einer Laterne vorweggehen, um die anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen. Sobald das Auto die Ortschaft verlassen hatte, durfte der Fahrer die Geschwindigkeit auf 4 mph verdoppeln. Ich schrieb in meinem Blog schon einmal über den ersten Engländer, Walter Arnold, der die erste Verwarnung wegen zu schnellen Fahrens erhielt. In Paddock Wood in Kent fuhr er am 27. Januar 1896 statt der vorgeschriebenen 2 mph sagenhafte 8 mph! Das ging natürlich gar nicht und so wurde Mr. Arnold von einem Polizisten auf dem Fahrrad eingeholt, gestoppt und mit einer Strafe von einem Shilling versehen.

Diese Kriecherei wurde offenbar allen zu bunt, und so ließ der Locomotives on Highways Act 1896 eine Geschwindigkeit von immerhin 14 mph zu, was durch den Motor Car Act einige Jahre später noch auf 20 mph angehoben wurde. Das galt bis zum Jahr 1930, als der Road Traffic Act die Geschwindigkeitsbeschränkung für PKWs komplett aufhob, da sich sowieso kein Mensch mehr daran hielt.

Der Road Traffic Act von 1934, erlassen von dem damaligen Verkehrsminister Leslie Hore-Belisha (nach dem die Belisha Beacons benannt worden sind), setzte die Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften auf 30 mph herunter, was noch heute gilt.

1965 schließlich wurde die maximale Geschwindigkeit auf Autobahnen und mehrspurigen Schnellstraßen, den Dual Carriageways, auf 70 mph festgesetzt. Lastwagen über 7,5 Tonnen dürfen dort nur 60 mph fahren, aber das wird von vielen Fahrern wohl eher als Vorschlag angesehen.

Überwacht wird die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung durch die orange-gelben Gatso-Kameras, die vorher durch Warnschilder angekündigt werden.

Warnhinweis auf Geschwindigkeitsüberwachung. This work is relwased into the public domain.

Warnhinweis auf Geschwindigkeitsüberwachung.
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Eine Gatso-Kamera. Author: Andrew Dunn. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

Eine Gatso-Kamera.
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Published in: on 6. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

Meine Lieblings-Pubs – The Old Silent Inn in Stanbury (West Yorkshire)

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Ich hätte diesen Pub vielleicht nie aufgesucht, wenn ich nicht den Kriminalroman „Inspektor Jury geht übers Moor“ von Martha Grimes gelesen hätte. Dieses Buch hat den Originaltitel „The Old Silent“ (Martha Grimes‘ Romane sind alle nach tatsächlich existierenden Pubs genannt) und spielt in den Moorgebieten von West Yorkshire.

Stanbury liegt nur 2-3 Kilometer von dem Touristenmagneten Haworth entfernt, in dem die Bronte-Schwestern gelebt haben.

Der „ Old Silent Inn“ existiert seit über 400 Jahren und man sagt, dass der Name des Pubs von Bonnie Prince Charlie (1720-1788)  kommt, der sich einige Wochen lang hier versteckt hielt. Die Dorfbewohner sollten verschwiegen über seine Anwesenheit sein (to keep silent), was sie dann auch waren.

So ein alter Pub hat natürlich auch seine Hausgeister, so soll hier ein Soldat ohne Kopf umgehen und eine große mysteriöse männliche Gestalt ist schon mehrfach in der Bar gesehen worden.

Der „Old Silent Inn“ verfügt neben den Gasträumen über ein Restaurant, „The Wishing Well„, hat zwei Biergärten und dass an kalten Wintertagen die offenen Kamine angezündet sind, ist wohl selbstverständlich. Wir hatten das Vergnügen, unseren Lunch und unser Pint im Biergarten zu uns nehmen zu können, da das Wetter mitspielte.

Bei meinem Besuch fragte ich den Landlord nach dem Martha Grimes Buch und er erzählte mir, dass sich die amerikanische Schriftstellerin seinerzeit im Pub einquartiert hatte, um Vor-Ort-Recherchen zu betreiben.

Ein weiterer Schriftsteller beschäftigte sich mit dem Gasthof: Der heute weitgehend vergessene Halliwell Sutcliffe (1870-1932) in seinem Roman „Ricroft of Withens“ aus dem Jahr 1898.

Old Silent Inn
Hob Lane
Stanbury
Haworth
West Yorkshire BD22 0HW

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Foto meines Exemplares.

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Published in: on 5. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Staithes an der Ostküste von Yorkshire – Ein idyllisches Hafenstädtchen

Eigenes Foto.

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Das kleine Hafenstädtchen Staithes an der Küste von Yorkshire kann in der Hauptsaison zwar ziemlich überlaufen sein, außerhalb dieser Zeit geht es hier aber recht ruhig zu. Man parkt sein Auto oberhalb des Örtchens und geht einen steilen Weg in das „Zentrum“ hinunter, vorbei an kleinen hübschen Häuschen, die heute zum großen Teil nicht mehr von Einheimischen bewohnt werden, sondern Leuten aus Leeds oder York gehören.

Roxby Beck, ein kleiner Fluß, mündet in den Hafen von Staithes, der früher einmal ein bedeutender Fischereihafen war.

Der berühmteste Sohn des Dorfes ist James Cook, jener berühmte Seefahrer, der hier einmal als Lehrling in einem Lebensmittelladen arbeitete.

Staithes liegt an der sogenannten „Dinosaurierküste“ , so benannt, weil hier in den Klippen rings um den Ort viele Fossilien gefunden worden sind u.a. auch Überreste eines Dinosauriers. Daher ist Staithes auch ein sehr beliebtes Ziel von Geologen.

Martha Grimes‘ Krimi „The Old Fox Deceiv’d“ (deutsch „Inspektor Jury spielt Domino“) spielt in dem fiktiven Hafenort Rackmoor, der Staithes nachempfunden ist. Die amerikanische Autorin geht ihren Recherchen immer direkt vor Ort nach und so wohnte sie eine Zeit lang in einem Cottage an der Straße, die zum Hafen hinunterführt. Ich fand an einem dieser Cottages einmal das Namensschild „Grimes“. Zufall?

Der Pub „The Cod and Lobster“ liegt malerisch am Hafen mit Blick auf das Meer. Wir nahmen hier einen Lunch zu uns und genossen ein Pint Copper Dragon von der gleichnamigen Brauerei in Skipton (North Yorkshire). Wenn man im Pub mittags oder abends isst, sollte man möglichst auf Fisch oder Meeresfrüchte zurückgreifen, die im Pub ganz frisch serviert werden.

In der Zeit von 1894 bis 1909 bildete sich in Staithes eine Künstlerkolonie, die als Staithes Group bezeichnet wurde, und die sich am impressionistischen Malstil der Franzosen orientierte. Motive gab/gibt es in Hülle und Fülle, so dass der Ort auch heute noch sehr beliebt bei Profi- und Hobbymalern ist. In der Staithes Gallery in der High Street kann man Bilder mit Motiven vom Ort und der Küste Yorkshires kaufen.

Wer gern einmal direkt in Staithes wohnen möchte, kann das z.B. im Laura Knight Studio tun, dem ehemaligen Studio von Laura und Harold Knight, die zur Staithes School gehörten.

Hier ist ein sehr stimmungsvoller Spaziergang durch das morgendliche Staithes im Film zu sehen.

Eigenes Foto.

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Taplow Court in Buckinghamshire – Vom Earl of Orkney zum Hauptquartier einer japanischen Religionsgemeinschaft

Author: Troxx This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Über meinen Aufenthalt in dem grandiosen Cliveden Hotel habe ich in meinem Blog schon einmal geschrieben. Wenn man das Hotelgelände verlässt und sich auf die Cliveden Road in Richtung Süden begibt, kommt man nach einigen Kilometern in den hübschen kleinen Ort Taplow. Nur am Rande gesagt: Auch hier fanden Dreharbeiten für einige Szenen der Inspector Barnaby-Serie statt, worüber ich demnächst noch berichten werde.

Am Ortseingang rechts, wenn man von Norden kommt, liegt ein großes viktorianisches Haus, das man von der Straße aus sehen kann. Es heißt Taplow Court und die Ursprünge des Hauses reichen weit in die Vergangenheit zurück.
Anfang des 18. Jahrhunderts erwarb George Hamilton, der erste Earl of Orkney, Taplow Court und das benachbarte Cliveden (ich wohnte im Cliveden Hotel in der nach ihm benannten Orkney Suite). Nach mehreren Besitzerwechseln kam das stattliche Gebäude Mitte des 19. Jahrhunderts in die Hand des reichen Geschäftsmannes Charles Pascoe Grenfell, der es komplett umbauen ließ und dem Haus sein heutiges Aussehen verlieh. Seine Nachfahren, zu denen auch der im Ersten Weltkrieg gefallene Dichter Julian Grenfell gehörte, führten in Taplow Court ein buntes gesellschaftliches Leben, das von Festen und Bällen geprägt war. Viele namhafte Schriftsteller gingen hier ein und aus wie Oscar Wilde, Vita Sackville-West und H.G. Wells, aber auch Mitglieder des Hochadels waren gern zu Gast.

Im Ersten Weltkrieg beherbergte Taplow Court Krankenschwestern, die im benachbarten Cliveden arbeiteten, das als Krankenhaus verwendet wurde (eine weitere Verbindung zwischen den beiden Häusern).

Später zog die British Telecommunications Research hier ein, die Forschungsarbeiten durchführte, bis der Besitz 1988 einen ganz anderen Verwendungszweck erfuhr, als er von der japanischen Religionsgemeinschaft Sōka Gakkai übernommen wurde, die Taplow Court als ihr britisches Hauptquartier wählte. Etwa 12 Millionen Anhänger dieser auf dem Buddhismus beruhenden Religion soll es weltweit geben, die meisten davon in Japan. In dem Haus in Taplow werden Schulungen angeboten, Vorträge gehalten und Ausstellungen durchgeführt, alles im weitesten Sinne zum Thema Buddhismus. Taplow Court ist in der Regel nicht für Besichtigungen geöffnet, es gibt aber an einigen wenigen Tagen des Jahres „Open Days“, bei denen man einen Blick in das Haus und in die Gärten werfen darf.

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Die Zimmer meiner Orkney-Suite im Cliveden Hotel, benannte nach einem früheren Besitzer von Cliveden und Taplow Court. Eigenes Foto.

Die Zimmertür meiner Orkney-Suite im Cliveden Hotel, benannt nach einem früheren Besitzer von Cliveden und Taplow Court.
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Published in: on 3. Juli 2015 at 02:00  Comments (3)  
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Bentwaters Cold War Museum bei Rendlesham in Suffolk

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In der letzten Zeit wird in den Medien der Begriff „Kalter Krieg“ im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen immer häufiger verwendet, dabei hatten wir ihn doch eigentlich schon vor vielen Jahren eingemottet gehabt. Die Zeit von 1947 bis 1989, die man mit dem Kalten Krieg verbindet, hat in mehreren Museen in der Welt ihren Niederschlag gefunden; so gibt es z.B. das Cold War Museum in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia und das Bunker-42 im Zentrum Moskaus.

Auch in England hat man im Jahr 2007 ein solches Museum eingerichtet: Bentwaters Cold War Museum auf dem ehemaligen Royal Air Force Gelände Bentwaters bei Rendlesham in Suffolk. Die United States Air Force hatte sich hier in den Zeiten des Kalten Krieges eingerichtet. Nachdem die Amerikaner ihre Soldaten und ihre Flugzeuge abgezogen hatten, ging die Basis wieder in die Hände des britischen Verteidigungsministeriums über, das RAF Bentwaters aber nicht mehr brauchte. Statt startender und landender Flugzeuge findet man jetzt auf dem weitläufigen Gelände den Bentwaters Business Park, in dem sich zahlreiche Firmen aller Art niedergelassen haben.

An die Zeit des Kalten Krieges erinnert also das Bentwaters Cold War Museum, untergebracht in der ehemaligen Kommandozentrale der US Air Force und betrieben von Ehrenamtlichen der Bentwaters Aviation Society. Was gibt es hier nun zu sehen? Einige Räume wie die Operationszentrale und die „Battle Cabin“ wurden komplett restauriert, die Telefonzentrale ist zu besichtigen wie auch die Dekontaminierungsanlagen. In einer Dauerausstellung kann man sich über die Geschichte des Militärgeländes und des 81. taktischen Kampfgeschwaders der US-Luftwaffe informieren, das hier beheimatet war.

Neben dem Museumsgebäude stehen noch einige Kampfflugzeuge und anderes militärisches Gerät wie Abwehrraketen usw. Die Öffnugszeiten des Bentwaters Cold War Museums sind sehr eingeschränkt: In der Regel ist es jeden 1. und 3. Sonntag eines Monats von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

In meinem Blog erwähnte ich RAF Bentwaters schon einmal in Zusammenhang mit den mysteriösen UFO-Vorfällen, die sich hier 1980 ereignet haben.

Bentwaters Cold War Museum
Building 134
Bentwaters Parks
Rendlesham
Woodbridge
Suffolk IP12 2TW

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Published in: on 2. Juli 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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