Dark Peak – Das Bermudadreieck im Norden Englands

Wrackteile eines abgestürzten Flugzeugs im Peak District.   © Copyright anthony buckley and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wrackteile eines abgestürzten Flugzeugs im Peak District.
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Schon im Namen Dark Peak, einer Region des Peak Districts, die sich vorwiegend über Derbyshire und South Yorkshire erstreckt, schwingt etwas Bedrohendes und Unheilverkündendes mit. Die Moore Kinder Scout und Bleaklow sind zwei der markantesten Gebiete innerhalb des Dark Peaks. Um diese menschenleere abgeschiedene Gegend ranken sich mysteriöse Geschichten von Geistern und Hexen, und sie hat auch die Bezeichnung Bermudadreieck erhalten, nachdem Dutzende von Flugzeugen, speziell in den 1930er bis in die 1950er Jahre hier aus unerfindlichen Gründen abgestürzt sind. Über 150 Besatzungsmitglieder dieser Flugzeuge kamen im Dark Peak ums Leben. Noch heute finden sich Überreste von zertrümmerten Wellington-, Lancaster- und B-29-Bombern in dem Moorgebiet; es war einfach zu aufwendig, alle Flugzeugwracks zu bergen.

Wie konnte es zu dieser Häufung von Abstürzen kommen? Waren übernatürliche Kräfte im Spiel? Erklärungsversuche gibt es viele, die an die Schiffs- und Flugzeugunglücke im Bermudadreieck in der Karibik erinnern. Da gibt es Spekulationen über Aliens, die ihre Finger im Spiel gehabt haben sollen und über magnetische Anomalien über dem Peak District, die auf die Bordinstrumente Einfluss hatten. Es gibt aber auch ganz rationale Erklärungen: Mangelhafte Fähigkeiten der Piloten, die im Zweiten Weltkrieg schnell rekrutiert worden waren und nicht über genügend Erfahrung im Umgang mit den Bombern verfügten. Das Wetter im Peak District ist häufig schlecht, mit niedrigen Wolken, so dass die Sichtverhältnisse für die Piloten alles andere als gut waren. Einige der Abstürze sollen darauf zurückzuführen sein, dass junge, unerfahrene Piloten mit ihren Maschinen ihren Freunden imponieren wollten und im Tiefflug über ihre Heimatorte flogen und dabei die Kontrolle verloren.

Die Webseite www.peakdistrictaircrashes.co.uk listet minutiös alle Abstürze auf, die sich hier oben im Norden Englands ereignet haben.

Ein Horrorfilm mit dem Titel „Dark Peak“ wurde in der Region gedreht, der allerdings noch nicht in die Kinos gekommen ist. Eine Gruppe von Wanderern wird darin mit mysteriösen Vorkommnissen konfrontiert, bei denen Flugzeugwracks und „ghost planes“ eine Rolle spielen. Hier ist schon einmal der Trailer zu sehen.

Wer sich auf die Spurensuche nach den Wracks im Peak District begeben möchte, für den steht ein „Reiseführer“ bereit, der von Nick Wotherspoon, Alan Clark und Mark Sheldon geschrieben wurde: „Aircraft Wrecks: A Walker’s Guide – Historic Crash Sites on the Moors and Mountains of the British Isles„. (Pen & Sword Aviation 2013. 352 Seiten. ISBN 978-1781594735). Das Kapitel 3 des Buches widmet sich dem Peak District.

Was von einem Liberator-Bomber im Dark Peak übrigblieb.   © Copyright Jonathan Clitheroe and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Was von einem Liberator-Bomber im Dark Peak übrigblieb.
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Published in: on 16. September 2015 at 02:00  Comments (1)  
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  1. […] The Dark Peak im Peak District in Derbyshire habe ich in meinem Blog schon einmal geschrieben. In dem als Bermuda-Dreieck Englands bezeichneten Gebiet kam es zu […]


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