Drei Spielfilme, die in der Londoner U-Bahn gedreht wurden

Charing Cross Station.   © Copyright Oxyman and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Zahlreiche Spielfilme wurden schon in der Londoner U-Bahn gedreht, wobei sich die Gänge, Stationen und Gleisanlagen besonders für gruselige Filme eignen. Speziell die aufgegebenen Stationen wie die Aldwych Tube Station sind bei den Produktionsgesellschaften beliebt, weil man hier in aller Ruhe drehen kann, ohne von den U-Bahnpassagieren gestört zu werden. Ich habe einmal drei Filme ausgesucht, in deren Mittelpunkt die Londoner „Tube“ steht.

Wie mag es wohl in den endlosen Gängen der U-Bahn aussehen, wenn nachts keine Züge mehr fahren? Diese Erfahrung muss Kate, deutsche Agentin bei einer Modeagentur, in dem Film „Creep“ (2004) machen, als sie spätabends auf dem Bahnsteig der Station Charing Cross einschläft und erst wieder aufwacht, als alle Ausgänge verschlossen sind. Was sie jetzt alles erlebt, möchte man seinem ärgsten Feind nicht wünschen. Kate wird gespielt von Franka Potente, Regie führte Christopher Smith. In diesem Film jagt ein Schockeffekt den nächsten und er ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Eine DVD in deutscher Synchronisation mit dem Titel „Creep“ ist erhältlich; einen Vorgeschmack gibt der Trailer.

Nicht weniger aufregend und schockierend ist der Film „Death Line“ (1972), der in den USA als „Raw Meat“ und in Deutschland unter dem vielversprechenden Titel „Tunnel der lebenden Leichen“ in den Kinos lief. Der Regisseur Gary Sherman hat den Film 1972 gedreht, basierend auf einer von ihm geschriebenen  Geschichte, in der es um Kannibalismus geht. Auf einer U-Bahnbaustelle unterhalb des Britischen Museums wird eine Gruppe von Arbeitern verschüttet, die sich nur durch Kannibalismus am Leben halten können. Als nur noch einer zurückbleibt, macht der sich auf Suche nach Nahrung zwischen den U-Bahnstationen Russell Square und Holborn
Donald Pleasance und Wo-ein-Horrorfilm-gedreht-wird-darf-ich-nicht-fehlen Christopher Lee sind in dem Streifen zu sehen, den es auch einmal als DVD in deutscher Synchronisation gab und der im regulären Handel meines Wissens nicht mehr erhältlich ist. Hier ist der Trailer.

Das schlimmste, was einem Fahrer der Londoner U-Bahn passieren kann, ist, wenn sich ein Selbstmörder vor seinen Zug wirft, was gar nicht so selten passiert (die Northern Line verzeichnet die meisten Selbstmorde). Um dieses Thema geht es in dem Film „Three and Out“ aus dem Jahr 2008, der in Deutschland unter dem Titel „3 und Raus“ lief und als DVD erhältlich ist. Hierbei handelt es sich nicht um einen Horrorfilm, sondern um eine Komödie mit schwarzem Humor. Paul Callow ist U-Bahnfahrer, dem binnen weniger Tage zwei Männer vor seinen Zug fallen und getötet werden. Pauls Kollegen berichten ihm von einer wenig bekannten Regel der U-Bahnverwaltung, dass Fahrer, denen in einem Monat drei Menschen vor den Zug fallen, entlassen werden und als Entschädigung zehn Jahresgehälter ausgezahlt bekommen. Dieses Angebot ist für Paul sehr verlockend und so macht er sich auf die Suche nach einem dritten Opfer… In den Hauptrollen sind Mackenzie Crook und Gemma Arterton zu sehen. Regie führte Jonathan Gershfield. Hier ist der Trailer.

U-Bahnstation Russell Square. Author: Sunil060902. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

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Holborn Underground Station.   © Copyright N Chadwick and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Der verbarrikadierte Eingang zur früheren Aldwych Tube Station, die früher Strand Station hieß, und die gern für Filmaufnahmen verwendet wird.   © Copyright Richard Croft and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 21. Oktober 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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