The Otford Solar System – Eines der größten maßstabsgerechten Modelle des Sonnensystems weltweit

Das Modell der Sonne.   © Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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In meinem Blogeintrag über die Roundabout Appreciation Society stellte ich kürzlich u.a. einen der schönsten Kreisverkehre Englands vor, der um einen kleinen Park mitsamt See herumführt und der in Otford (Kent) liegt. Das hübsche Dorf an der Autobahn M25 rühmt sich aber noch einer weiteren Sehenswürdigkeit, die zahlreiche Besucher hierherlockt: The Otford Solar System, eines der größten maßstabsgerechten Modelle des Sonnensystems weltweit.

David Thomas, ein pensionierter Lehrer aus Otford, dachte sich dieses Projekt anlässlich der Jahrtausendwende aus und verwirklichte es, gemeinsam mit dem Amateurastronomen Barry Keenan. Zuerst einmal musste man sich für den Maßstab entscheiden, denn die beiden Herren wollten ja, dass das Mini-Sonnensystem am Rand von Otford untergebracht wird und „begehbar“ bleibt. Man einigte sich auf den Maßstab 1:4,595,700,000, das heißt ein Millimeter entspricht exakt 4,595,7km.

Die Planeten unseres Sonnensystems und die Sonne selbst wurden auf 90 cm hohen Säulen untergebracht, und sie sind so positioniert wie sie um Mitternacht des 31. Dezembers 1999 am Himmel standen. Auf den Säulen sind silberne Scheiben montiert, auf denen jeweils die Planeten mit ihrem Namen eingraviert sind. Die Sonne selbst besteht aus einer 303 mm großen Halbkugel. Die Säule des sonnennähesten Planeten, des Merkurs, ist 15,17 Meter entfernt, gefolgt von der Venus (23,44 Meter) und der Erde (32 Meter). Zu den Säulen mit den äußeren Planeten muss man schon länger laufen. So ist der Uranus am Pilgrims Way zu finden (648,56 Meter) und die Säule mit dem Pluto (983,84 Meter) steht am Twitton Brook.

So erschließen sich die Ausmaße unseres Sonnensystems auf beeindruckende Weise. David Thomas und Barry Keenan gingen jetzt noch einen Schritt weiter und berechneten die Lage des unserem Sonnensystem am nächsten liegenden Stern, der Alpha Centauri heißt. Entsprechend des in Otford angewendeten Maßstabs liegt dieser Stern 5000 Meilen entfernt, was der Strecke Otford – Los Angeles entspricht und dank der Mithilfe des renommierten Griffith Observatoriums in Los Angeles hat man dort ein 38 mm großes Modell des Sterns in der Eingangshalle aufgestellt. In weiteren Teilen der Welt stehen maßstabsgetreu andere Sternenmodelle: Der Sirius im Sydney Observatorium in Australien, der Barnard’s Star im Stanley Museum auf den Falkland Inseln und der Stern Ross-154 im Canterbury Museum in Christchurch (Neuseeland).

Gegenüber der Otford Primary School an der High Street ist ein Parkplatz, vom dem aus man das Otford Solar System besuchen kann.

Hier ist ein Film über das Modell.

Die Erde im Vordergrund, dahinter die Sonne, Merkur und Venus.   © Copyright David Anstiss and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 9. November 2015 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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