Lionel Lukin, der Mann, der durch seine Erfindung zahllose Menschenleben rettete

Der Doctors Pond in Great Dunmow (Essex).   © Copyright Robin Webster and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Der Doctors Pond in Great Dunmow (Essex).
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Hätte es Lionel Lukin (1742-1834) nicht gegeben, dann wären mit Sicherheit viele Menschen im Meer ertrunken. Warum? Weil er Ende des 18. Jahrhunderts das unsinkbare Seenotrettungsboot erfand. Ursprünglich arbeitete er als Konstrukteur für Kutschen in London, er war Master of the Worshipful Company of Coachmakers, dann wendete er sich jedoch dem Thema „Unsinkbares Boot“ zu und meldete 1785 ein Patent an:“ Improved method of construction of boats and small vessels, for either sailing or rowing, which will neither overset in violent gales or sudden bursts of wind, nor sink if by any accident filled with water„.

Geboren wurde Lionel Lukin am 18. Mai 1742 in Little Dunmow in Essex, manche Quellen geben auch Great Dunmow als Geburtsort an. Im Doctors Pond, einem Teich mitten in Great Dunmow, unternahm er seine Testversuche mit Modellschiffen, die er aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Formen baute. Den Teich gibt es noch heute, der seinen ungewöhnlichen Namen wohl von zwei Ärzten erhalten hat, die in ihm Blutegel für medizinische Zwecke hielten.

Sein erstes, richtiges Boot, das Lukin The Experiment taufte, wurde im Ärmelkanal getestet, auf dem es mehrmals bei extrem schlechtem Wetter problemlos hin und her fuhr. Auch Boot Nummer 2, The Witch, erwies sich in den Tests als sehr erfolgreich, aber es dauerte eine ganze Zeit, bis die unsinkbaren Rettungsboote auch angenommen und eingesetzt wurden. Frances Ann of Lowestoft hieß dann das erste speziell für den Rettungseinsatz auf der Nordsee gebaute Boot, mit dem in 50 Jahren mehr als 300 Schiffbrüchige geborgen werden konnten. Dank dafür an den Tüftler aus Great Dunmow, an den man in seinem Geburtsort in Great Dunmow am Doctors Pond mit einer Plakette gedenkt.

Lionel Lukin verbrachte seine letzten Lebensjahre in Hythe (Kent) und ist dort auf dem Kirchhof von St Leonard’s (s. dazu meinen Blogeintrag) begraben. Auf seinem Grabstein steht zu lesen:
This Lionel Lukin was the first who built a lifeboat, and was the original inventor of that principal of safety by which many lives and property have been preserved from shipwreck„.

Falls jemandem der Name des Dorfes Great Dunmow irgendwie bekannt vorkommt, ich habe in meinem Blog einmal über die Tradition des Dunmow Flitch geschrieben.

St Leonard's in Hythe (Kent). Hier liegt Lionel Lukin begraben.   © Copyright C P Smith and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

St Leonard’s in Hythe (Kent). Hier liegt Lionel Lukin begraben.
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Published in: on 3. März 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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