Die Schiffsglocke der Lutine im Hauptgebäude von Lloyd’s of London

 

Die Lutine Bell. This work is in the public domain.

Die Lutine Bell.
This work is in the public domain.

Die „Lutine“ war eine französische Fregatte, deren Stapellauf 1779 erfolgte. Sie ging später als „HMS Lutine“ in den Besitz der Royal Navy über und sank am 9. Oktober 1799 vor der niederländischen Küste.

Am 17. Juli 1858 barg man die Schiffsglocke aus dem Wrack und hängte sie im Underwriting Room der Versicherungsgesellschaft Lloyd’s of London auf. Mittlerweile hat die Schiffsglocke mehrere Umzüge hinter sich und hängt jetzt in dem supermodernen aktuellen Gebäude von Lloyd’s of London in der Lime Street.

Die Glocke wurde ursprünglich angeschlagen, wenn ein Schiff überfällig war (Lloyd’s versicherte Schiffe). Ein Glockenschlag bedeutete schlechte Nachrichten, zwei Glockenschläge gute Nachrichten. Auf diese Weise wurden alle Lloyd’s-Angestellten gleichzeitig über eine Sachlage informiert.

Dieser Brauch wurde aufgegeben und die Lutine Bell schlägt nur noch bei besonderen Anlässen, z.B. wenn jemand aus dem Königshaus stirbt (das war bei Prinzessin Dianas Tod der Fall) oder bei Katastrophen (z.B. bei 9/11 oder bei den Londoner Bombenanschlägen am 7. Juli 2005). Hier kann man die Glocke einmal hören, aber wirklich nur einmal.

 

Published in: on 25. Mai 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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