Spukorte – Die Ruinen der Cold Christmas Church bei Thundridge in Hertfordshire

With friendly permission of Nigel Lomas.

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Einen einsameren und verlasseneren Ort als die Cold Christmas Church kann man sich kaum vorstellen. Eigentlich heißt sie ja Little St Mary’s, aber die Einheimischen nennen sie nur Cold Christmas Church. Was von der ursprünglichen Kirche übriggeblieben ist (der langsam verfallende Turm und alte Grabsteine), steht in einem Wäldchen nahe des Cold Christmas Lanes, der von dem Dorf Thundridge in Hertfordshire nach Osten führt.
Woher kommt der Name Cold Christmas? Vor langer Zeit soll es einmal einen extrem kalten Winter in der Region gegeben haben, dem zur Weihnachtszeit zahlreiche Kinder zum Opfer fielen. Aus diesem Anlass benannte man das winzige Dörfchen, in dem die Kinder wohnten, in Cold Christmas um. Sie wurden auf dem Kirchhof  von St Mary’s beigesetzt. Die Anfänge der Kirche reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück; sie diente der Familie des Grundbesitzers Hugh de Desmaisnils als privater Andachtsort. Bis zum Jahr 1853 blieb sie erhalten, wurde dann aber bis auf den Turm abgerissen, und da steht sie nun, allein und verlassen. Die Eingangstür ist versperrt, denn es besteht die Gefahr, dass Teile der Mauern im Laufe der Zeit einstürzen. Umgeben ist die Cold Christmas Church von den Überresten von uralten Gräbern, deren Inschriften oft kaum mehr zu entziffern sind.

Wundert es da, dass die Kirche als „haunted“ gilt? Angeblich sollen sich Hexen und Teufelsanbeter diesen Ort für ihre Rituale ausgesucht haben. Besucher wollen furchteinflößende knurrende Laute aus dem Turm vernommen und eine schwarze Gestalt zwischen den Gräbern gesehen haben. 1978 berichtete eine Frau von ihrer Begegnung mit einer Gruppe von Soldaten, die aus der Kirche kam und mitten durch sie hindurchlief. Schon bei Tage wirkt die Cold Christmas Church etwas unheimlich, wie mag das wohl erst nachts sein?

Dieser atmosphärisch dichte Film vermittelt einen ersten Eindruck von der Kirchenruine und ihrem Friedhof.

   © Copyright John Pilkington and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Published in: on 5. Juni 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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