Penzance in Cornwall Teil 1: The Egyptian House

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Es gibt viele Engländer, die noch nie in ihrem Leben in Penzance waren, liegt doch diese Stadt im äußersten Südwestzipfel Englands, nur etwa 15 Kilometer von Land’s End entfernt. In diese Stadt muss man schon gezielt fahren, zufällig vorbei kommt man da nicht. Ich selbst habe es erst einmal geschafft, einen halben Tag in Penzance zu verbringen.

In Deutschland kennt man den Namen allenfalls von der komischen Oper/Operette/Musical  „Die Piraten von Penzance“ von Gilbert und Sullivan.

Ein Gebäude fällt in Penzance besonders ins Auge: The Egyptian House. Warum um alles in der Welt hat man in dieser abgelegenen Stadt in Cornwall ausgerechnet ein Haus hingesetzt, dessen Fassade mit ägytischen Säulen, Ornamenten und Figuren bestückt ist?

Erbaut wurde das Haus in der Chapel Street (Nummer 6) im Jahre 1835 von dem Architekten John Foulston aus Plymouth für den Mineralogen John Lanvin, der im Erdgeschoss seine umfangreiche Gesteinssammlung unterbrachte. Die Fassade soll eine exakte Kopie eines Londoner Museums gewesen sein, das wiederum von dem Tempel Hat-hor aus dem ägyptischen Dendra inspiriert wurde. Nach den Feldzügen Napoleons war Ägypten in Frankreich und England „in“, daher auch der  Bau dieses Gebäudes.

1968 übernahm der Landmark Trust (ich berichtete vor einigen Jahren in meinem Blog darüber) das Haus und restaurierte es, denn es war doch im Laufe der Jahre etwas hinfällig geworden.

In diesem außergewöhnlichen Haus kann man auch wohnen. Der besagte Landmark Trust, eine Organisation, die in ganz Großbritannien historische Gebäude vermietet, bietet  3 Apartments im ersten, zweiten und dritten Stock an, die für jeweils drei bzw. vier Personen vorgesehen sind. Vier Nächte kosten hier zwischen £176 und £194.

Im Erdgeschoss ist ein Laden untergebracht, Pure nuff Stuff, der Hautpflegeprodukte auf natürlicher Basis herstellt.

Dieser Film zeigt die Restaurationsarbeiten am Egyptian House.

Noch ein Wort zur Chapel Street in Penzance, an der das Haus steht. Das ist eine schmale Einbahnstraße mit hübschen Gebäuden, die sich vom Stadtzentrum in Richtung Hafen zieht. Hier stehen u.a. die St Mary’s Church, die Methodist Church, das Union Hotel, das Haus, in dem einmal die Mutter der Brontë-Schwestern, Maria Branwell, wohnte (ein Plakette erinnert daran) und ein besonderes Gasthaus, über das ich in meinem morgigen Blog schreiben werde.

Die Chapel Street mit der St Mary's Church.   © Copyright Maurice D Budden and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Die Chapel Street mit der St Mary’s Church.
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