Penzance in Cornwall Teil 2: The Admiral Benbow in der Chapel Street

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Geht man auf der Chapel Street in Penzance in Cornwall vom Egyptian House, über das ich gestern in meinem Blog berichtete, ein Stück weiter in Richtung Hafen, findet man auf der linken Seite in der Hausnummer 46 einen bemerkenswerten historischen Pub, The Admiral Benbow.
Wer den berühmten Roman „Treasure Island“ (dt. „Die Schatzinsel“) von Robert Louis Stevenson gelesen hat, erinnert sich vielleicht noch an die ersten Zeilen, in denen man gleich mit dem Gasthaus in Penzance konfrontiert wird. Dort heißt es in der deutschen Übersetzung im ersten Kapitel „Der alte Seehund im Admiral Benbow“:
So ergreife ich die Feder in diesem Jahre des Heils 17.. und versetze mich zurück in die Zeit, als mein Vater den Gasthof zum »Admiral Benbow« hielt, und als der braungebrannte alte Seemann mit der Säbelnarbe im Gesicht zuerst unter unserem Dache Wohnung nahm„.

Es ist einer der ältesten Gasthöfe in der Stadt im äußersten Südwesten von Cornwall und fällt schon einmal durch die Figur auf, die bäuchlings auf dem Dach liegt und mit einer Pistole auf irgendeinen imaginären Feind zielt. Unschwer zu erkennen, dass es sich hier um einen Schmuggler handelt. Die Inneneinrichtung des Admiral Benbow ist maritim beeinflusst und besteht aus Fundstücken, die man im Verlaufe von mehr als 400 Jahren aus Schiffen geborgen hat, die an der kornischen Küste Schiffbruch erlitten haben. Da findet man zum Beispiel Steuerräder, Galeonsfiguren, bemalte Fässer, eine Schiffskanone, Petroleumlampen usw. usw.; es geht sehr bunt zu in dem Pub.

Das Restaurant Captain’s Cabin besteht aus den Holzschnitzarbeiten eines ehemaligen portugiesischen Kriegsschiffes und bietet auf seiner Karte Standardgerichte an, ein paar italienische, ein Balti-Gericht und einen Benbow-Burger; na ja. Die 23 Positionen der „weltberühmten Weinkarte“ mögen auch nicht so ganz überzeugen, darunter als einziger deutscher Wein ein Piesporter Michelsberg mit sagenhaften 9% Alkoholgehalt (!!). Aber man geht ja nicht in den Admiral Benbow, um sich hier kulinarischen Genüssen und edlen Tropfen hinzugeben; die Atmosphäre des Pubs in der Chapel Street steht ganz im Vordergrund.

Benannt wurde das Gasthaus nach dem britischen Royal Navy-Admiral John Benbow, der 1653 in Shrewsbury geboren wurde und 1702 auf Jamaica starb.

The Admiral Benbow
46 Chapel Street
Penzance
Cornwall
TR18 4AF

Der Namensgeber des Pubs, Admiral John Benbow. This is a faithful photographic reproduction of a two-dimensional, public domain work of art.

Der Namensgeber des Pubs, Admiral John Benbow.
This is a faithful photographic reproduction of a two-dimensional, public domain work of art.

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5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Hallo Ingo,

    lustig, dass du gerade jetzt über Penzance und den Admiral Benbow schreibst – wir waren erst vorige Woche dort und von der Ausstattung und Atmosphäre des Pubs sehr begeistert. Vor allem ist es sehr geräumig, was man ihm von außen gar nicht ansieht. Und das Essen fand ich auch ok, sicher nichts für Feinschmecker, aber mit großzügigen Portionen.
    Penzance ist ein guter Ausgangspunkt, um Cornwall zu entdecken, falls man – wie wir – kein Autofahrer ist. Von London Paddington geht ein Zug dorthin, dauert fünf Stunden, aber man hat einen tollen Blick aufs Meer und die Landschaft. Und von Penzance fahren dann Busse z. B. nach Land’s End und St. Ives (unglaublich schöner Ort!). Nicht zu vergessen St. Michael’s Mount, eine kleinere Ausgabe des Mont St Michel in der Normandie. Wir hatten leider wnig Glück mit dem Wetter, aber so ist das in England eben.

    Danke für deinen Post!

    • Hallo Anne,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! Wir hatten die gleiche Route wie Du eingeschlagen und die gleichen Orte besucht. Schön, dass es Dir im Admiral Benbow gefallen hat!
      Viele Grüße!
      Ingo

  2. Hallo Ingo,
    da man den Piesporter Michelsberg auf der ganzen Welt in Massen kriegt [er ist auch hier in Texas fast in jedem Supermarkt im Regal], wundert mich der geringe Alkoholgehalt nur insofern als er immer noch so hoch ist. Da man, um die Mengen verkaufen zu können, ja wohl Kubikmeterweise Wasser reinkippen muss, hätte ich noch wesentlich weniger erwartet. 😉
    Hab’s fein,
    Pit
    P.S.: Obiges gilt auch für Liebgrauenmilch. Tippfehler beabsichtigt. 😉

    • Hallo Pit,
      ich erinnere mich auch noch an mehrere Supermärkte in den USA, in denen die beiden deutschen „Wein“sorten angeboten wurden und wohl für viele Amerikaner als deutscher Wein schlechthin gilt. Da schaffen es ja einige kalifornische Weine auf fast die doppelte Alkohol-Prozentzahl.
      Viele Grüße und Prost!
      Ingo

      • Hallo Ingo,
        also „Deinen“ Piesporter Michelsberg mit 9% Alkoholgehalt kann ich noch unterbieten. 😉 Gestern hier im Supermarkt habe ich eine Michelsberg Spätlese mit 7% gesehen!!! Unter uns: ich bezeichne das normalerweise als „Pissporter“. 😉 Aber sie haben auch anspruchsvollere deutsche Weine hier, z.B. einen Schloss Vollrads. Den Alkoholgehalt habe ich zwar vergessen, aber er war deutlich höher. Na ja, was auch immer: Riesling habe ich mir seit Jahren abgewöhnt.
        Ich habe hier auch eine mir bisher völlig unbekannte Rebsorte gefunden, Roussanne. Eine weiße Rebe von der Rhone. Meine Flasche stammt von einem texanischen Weingut, McPherson. Den Wein, auf die richtige Temperatur heruntergekühlt, mag ich jetzt im Sommer. Ebenso wie einen Chardonnay oder Sauvignon Blanc.
        Hab’s fein, bei einer guten Flasche, 😉
        Pit


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