Syllabub – Ein Dessert aus dem 17. Jahrhundert

„Syllabub ist ein traditionelles englisches Dessert, das im 17. Jahrhundert populär wurde und bis heute zubereitet wird“, so sagt es die Wikipedia. Ich habe die Nachspeise einige Male in Hotelrestaurants gegessen und sie hat mir immer gut geschmeckt. Natürlich wird Syllabub auch in verschiedenene Varianten serviert; die Hauptbestandteile des Klassikers aber sind Weißwein, Zitronensaft, Zucker, Orangenschale und Schlagsahne, manchmal wird noch Sherry hinzugefügt. Für Kinder kann man statt der Alkoholika Fruchtsäfte verwenden. Serviert wird das Dessert immer gekühlt. meist in Glasbechern.

Einer der ersten Gasthöfe in England, der im 18. Jahrhundert Syllabub auf seiner Speisekarte hatte, war The Druid’s Head in Kingston-upon-Thames (Greater London), der noch heute in der Fußgängerzone am Market Place steht. Offenbar ist man sich dort der Vorreiterrolle in Sachen Dessert nicht mehr bewusst, denn auf der Karte des Pubs sucht man Syllabub vergebens. Dafür wird ein anderes traditionelles Dessert angeboten: Eton Mess Cheesecake.

Die Ursprünge des Syllabubs lassen sich mehrere Jahrhunderte zurückverfolgen und begannen wohl damit, dass damals Farmarbeiter eine Schale mit Cider oder Wein unter eine Kuh hielten, die sie dann melkten. Das erfrischende Gemisch aus Milch und Alkohol sagte ihnen zu und so wurde es langsam weiterentwickelt. Auch heute noch haben bekannte Köche das Dessert in ihrem Repertoire; so zum Beispiel Gordon Ramsay, der die Nachspeise mit Zitronen und Limetten verfeinert, oder Nigella Lawson, die Amaretto verwendet wie dieser Film zeigt.

The Druid's Head in Kingston-upon-Thames (Greater London). Author: Jim Linwood. This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

The Druid’s Head in Kingston-upon-Thames (Greater London).
Author: Jim Linwood.
This file is licensed under the Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

 

 

Published in: on 11. Juli 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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