„Grandma Flew Spitfires“ – Eine Dauerausstellung im Maidenhead Heritage Centre

Ein Spitfire Girl. his artistic work created by the United Kingdom Government is in the public domain.

Ein Spitfire Girl.
This artistic work created by the United Kingdom Government is in the public domain.

Das erste Mal wurde ich durch die Krimiserie „Inspector Barnaby“ auf die Air Transport Auxiliary (ATA) aufmerksam. In der Episode 99 „The Flying Club“ (dt. „Flieg, Mörder flieg“), über die ich in meinem Blog berichtete, steht die ATA im Mittelpunkt des Geschehens, eine Gruppe von Amateurpiloten (darunter über 160 Frauen) im Zweiten Weltkrieg, die Militärflugzeuge, meist im Inland, hin und her transportierten. Sie brachten zum Beispiel neue Flugzeuge von den Fabriken zu ihren Einsatzorten, reparierte Maschinen zurück zu den Flugplätzen oder Crews dorthin, wo sie gerade dringend benötigt wurden. Sie flogen u.a. Hawker Hurricanes, Lancasters und Spitfires, eigentlich alles, was die Royal Air Force im Einsatz hatte. Das White Waltham Airfield bei Maidenhead in Berkshire war das Hauptquartier der ATA (dort wurde auch die Inspector Barnaby-Folge gedreht) und in Maidenhead selbst, im Maidenhead Heritage Centre in der Park Street, kann man sich eine Dauerausstellung ansehen, die unter dem Titel „Grandma Flew Spitfires“ läuft und die sich mit dem Thema Air Transport Auxiliary beschäftigt. Hier hat man alles zusammengetragen, was man im ganzen Land finden konnte, als da sind Uniformen, Logbücher, Kartenmaterial, persönliche Erinnerungen, Zeitungsausschnitte und jede Menge Fotos.

Besonders der Einsatz der Pilotinnen war damals spektakulär und sie galten als die Glamour Girls der Lüfte; hübsche junge Frauen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um die ungewohnten Flugzeuge von A nach B zu transportieren. Es waren nicht nur britische Frauen; unter den fliegenden Damen waren auch einige aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika. Zahlreiche Bücher sind über sie geschrieben wurden wie „The Female Few: Spitfire Heroines of the Air Transport Auxiliary“ (The History Press 2012) von Jacky Hyams, einige Pilotinnen haben ihre Erlebnisse selbst niedergeschrieben wie Rosemary Du Cros in „ATA Girl: Memoirs of a Wartime Ferry Pilot“ (Muller 1983). Hier ist ein Film über die Spitfire Women.

Um noch einmal auf das Maidenhead Heritage Centre und die Ausstellung „Grandma Flew Spitfires“ zurückzukommen. Das Museum ist dienstags bis samstags von 10 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei, die ATA-Ausstellung aber kostenpflichtig (£3.50).
Eine Besonderheit sei noch erwähnt: Im Haus gibt es einen Spitfire Simulator, in dem jedermann seine Flugkünste in diesem Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs erproben kann. Ein 15minütiger Flug kostet £7.50. Wie das abläuft, zeigt dieser Film.

Maidenhead Heritage Centre
18 Park Street
Maidenhead SL6 1SL

Hier ist die Ausstellung zu sehen.   © Copyright John Raine and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Hier ist die Ausstellung zu sehen.
    © Copyright John Raine and
licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das White Waltham Airfield bei Maidenhead, früheres Hauptquartier der ATA.   © Copyright Stuart Logan and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das White Waltham Airfield bei Maidenhead, früheres Hauptquartier der ATA.
   © Copyright Stuart Logan and
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