Die Kathedrale von Salisbury im Spiegel der Literatur

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Wenn man sich der Stadt Salisbury in Wiltshire nähert, kann man schon von weitem den Turm der Kathedrale sehen, der mit 123 Metern der höchste in ganz Großbritannien ist. Die Kirche ist ein Touristenmagnet im Süden Englands; bei meinem Besuch drängelten sich hier viele Menschen aus aller Welt.

Das imposante Bauwerk hat schon mehrere Male im Zentrum literarischer Werke gestanden, von denen ich hier einige nennen möchte:

Edward Rutherfurd wurde 1948 in Salisbury geboren und ist dadurch natürlich prädestiniert, über seine Heimatstadt zu schreiben. In „Sarum: The Novel of England“ (dt. „Sarum“) aus dem Jahr 1987 zeichnet er die Geschichte Salisburys von der Vorzeit bis zur Gegenwart auf, wobei der Bau der Kathedrale einen großen Raum einnimmt. Ein Monumentalwerk von knapp 800 Seiten.

Noch wesentlich umfangreicher, fast 1300 Seiten, ist Ken Folletts Roman „The Pillars of the Earth“ (dt. „Die Säulen der Erde“) aus dem Jahr 1989, in dessen Mittelpunkt der Bau einer Kathedrale in dem fiktiven Ort Kingsbridge im Süden Englands steht. Neben der Kathedrale von Wells war es vor allem die Salisbury Cathedral, die Ken Follett in seinem Roman vor Augen hatte. In „World Without End“ („Die Tore der Welt“) hat der Autor 2007 die Geschichte mit weiteren 1300 Seiten fortgesetzt.

Der Nobelpreisträger William Golding (1911-1993) ist in Deutschland in erster Linie durch seinen 1954 erschienenen Roman „Lord of the Flies“ (dt. „Herr der Fliegen“) bekannt. Golding lebte und arbeitete einen Teil seines Lebens in bzw. in der Nähe von Salisbury (er wurde auf dem Friedhof von Bowerchalke, 14 Kilometer südwestlich von Salisbury, begraben). In seinem Roman „The Spire“ (1964), der unter dem Titel „Der Turm der Kathedrale“ in deutscher Übersetzung erschien, dient der Turm der Salisbury Cathedral als Vorbild.

Keinen Roman sondern ein Gedicht hat Thomas Hardy (1840-1928) über die Kathedrale von Salisbury geschrieben, ohne sie allerdings beim Namen zu nennen. „A Cathedral Face at Midnight“ heißt es und es wurde 1925 in dem Band „Human Shows“ erstmals veröffentlicht. Hier ist das Gedicht nachzulesen.

Wer nicht schwindelfrei ist, sollte sich diesen Film über die Besteigung des „spires“ lieber nicht ansehen.

Published in: on 11. August 2016 at 02:00  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Edward Rutherfurd ist daran „schuld“, dass ich mit 19 zum ersten Mal in Salisbury war. Ich liebe die Kathedrale und die ganze Stadt!🙂

    • Alle Achtung, dass Du in so jungen Jahren schon einen derart umfangreichen Roman gelesen hast!


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