The British Lawn Mower Racing Association

Wo alles gegann: The Cricketers Arms in Willesden Green (West Sussex).    © Copyright Simon Carey and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Wo alles begann: The Cricketers Arms in Wisborough Green (West Sussex).
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Pubs sind offensichtlich die reinsten Brutstätten für die Entwicklung skurriler Ideen. Nach dem Trinken des einen oder anderen Pints werden bei manchen Besuchern kreative Gedanken freigesetzt, die sie dann tatsächlich auch umsetzen (über einige dieser Fälle habe ich in meinem Blog schon berichtet), so geschehen im Jahr 1973 im The Cricketers Arms in Wisborough Green (West Sussex). Dort saßen einige Männer, tranken ihre Biere und beobachteten wie gegenüber auf dem Village Green und Cricketplatz der Rasen gemäht wurde. Jim Gavin, einer der Männer und leidenschaftlicher Motorsport-Fan, meinte dazu, daraus könne man doch eine neue Sportart machen. Einen Rasenmäher hat doch jeder zuhause, das kostet also nicht viel. Gesagt, getan, bald darauf fand in Murphy’s Field in Wisborough Green das erste Rasenmäherrennen statt und das war der Anfang der British Lawn Mower Racing Association (BLMRA), die bald gegründet wurde und die bis heute besteht. Hier ist das Promo-Video.

Die Rennen werden in vier Kategorien ausgetragen, wobei die erste die Mäher umfasst, die geschoben werden („A Group 1 lawn mower is a machine designed to cut grass for domestic purpose“).
Die Königsdisziplin ist das Rennen mit Mähern der Gruppe 4 („A Group 4 mower is a lawn tractor with a chassis designed for an engine up to 18hp, which has been designed to cut grass for domestic purposes“).

Die BLMRA organisiert jedes Jahr mehrere Meisterschaften und Rennen, darunter The British Championship, The World Championship und The British Grand Prix. Das härteste aller Rennen aber ist das 12 Hour Endurance Race, das immer abends um 20 Uhr beginnt und bis zum nächsten Morgen um 8 Uhr geht. Am 6. August wurde das nächtliche Rennen in diesem Jahr ausgetragen, in Five Oaks bei Billingshurst, also ganz in der Nähe von Willesden Green, der Geburtsstätte des Lawn Mower Racing. Gestartet wurde es durch die Schauspielerin und TV-Moderatorin Jodie Kidd, die selbst Motorsporterfahrung hat.

Übrigens: Die Rennsportlegende Sir Stirling Moss war in den Anfangsjahren Teilnehmer einiger Rennen und gewann sowohl den British Grand Prix als auch das 12-Stunden-Rennen.

Dieser elfminütige Film informiert über alles, was man als zukünftiger Rasenmäher-Rennfahrer wissen muss.
Wer sich grundsätzlich für Rasenmäher interessiert, dem sei ein Besuch im British Lawnmower Museum in Southport empfohlen (ich berichtete in meinem Blog darüber).

Published in: on 13. August 2016 at 02:00  Comments (4)  
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4 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Lol, das ist so richtig schön britisch!

  2. Die Jungs koennten jederzeit bei mir trainieren! 😉

    • Überlege es Dir gut, ehe die American Lawn Mower Racer bei Dir auf der Matte stehen und Deine Wiesen in Matsch verwandeln…

      • Na ja, dann wohl doch besser nicht! Im texanischen Sommer wuerde es allerdings wohl kein Matsch, sondern eine graslose Wueste. 😉


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