The Britannia Inn am Ende der Welt in Dungeness (Kent)

Eigenes Foto.

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Es ist schon eine eigenartige Landschaft, wenn man von New Romney in Kent nach Süden abbiegt und auf dem Coast Drive bis zur äußersten Landspitze von Dungeness fährt, die von dem Kernkraftwerk Dungeness Power Station beherrscht wird. Zwischen der schmalen Straße und der Küste liegen Hütten, teils bewohnt, teils unbewohnt, manche verfallen, dazwischen hingestreut einige Schiffsrümpfe. Hier ist einer der längsten Kiesstrände der Welt und dieser Kiesboden zieht sich bis zur Dungeness Road hin. Wer an der Straße parken will, sollte sehr vorsichtig sein, und immer nur längs parken, auf keinen Fall im rechten Winkel zur Straße, denn man kann mit den Rädern schnell in diesem Kies versinken wie es mir vor einigen Tagen erging. Die Vorderräder meines Autos verschwanden in diesem lockeren Geröll und ich kam nicht mehr aus eigener Kraft heraus. Dank der Hilfsbereitschaft eines zufällig vorbeikommenden Autofahrers und eines Polizeiautos konnte ich nach mehreren Versuchen mittels einer Kette herausgezogen werden. Wird mir eine Lehre sein!

Am äußersten Ende der Dungeness Road, in Sichtweite des Kernkraftwerks liegt der Britannia Inn, ein barackenähnliches Gebäude mit einem (befestigten!!) Parkplatz davor und einigen Außensitzplätzen, von denen aus man einen Blick auf die beiden Leuchttürme hat. Wir nahmen ein Masterbrew der Brauerei Shepherd Neame zu uns, der der Pub auch gehört. Besonders gemütlich fand ich den gut besetzten Gastraum eigentlich nicht, er wirkte irgendwie kalt und kahl. An den Deckenbalken hingen unzählige Schlüsselringe. Gegessen haben wir hier nicht, im Tripadvisor finden sich relativ viele negative Anmerkungen über die Qualität und die Preise der angebotenen Speisen.
Wie auch immer, es ist schon merkwürdig hier unten in Dungeness. Einige Künstler haben sich in diesem abgelegenen Gebiet niedergelassen wie zum Beispiel im Dungeness Open Studio, schräg gegenüber vom Britannia Inn.

Nicky Minaj nahm ihr Musikvideo „Freedom“ hier auf und die Episode „Natural Causes“ (dt. „Wer ohne Sünde ist“) der TV-Serie „Inspector Lynley“ endet dramatisch auf dem Old Lighthouse, von dem aus man einen tollen Blick auf Dungeness hat. Auch der Britannia Inn ist in der Folge innen und außen zu sehen.

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Dungeness Power Station und das Old Lighthouse. Eigenes Foto.

Dungeness Power Station und das Old Lighthouse.
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Künstlerstudio gegenüber vom Britannia Inn.   © Copyright Marathon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Künstlerstudio gegenüber vom Britannia Inn.
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Published in: on 17. Oktober 2016 at 02:00  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Wer Zeit und Lust hat kann auch Seehunde und Delfine beobachten. Wir hatten die letzten beiden Sommer das glück vom Strand aus beim Leuchtturm diese Tiere in Freiheit zu sehen.
    Gruss Patrick

    • Ich hoffe, die Tiere fühlen sich im Schatten des Atomkraftwerks wohl.
      Viele Grüße!
      Ingo


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