Scary Clitheroe – Eine Kleinstadt am Fuße des Hexenbergs Pendle Hill in Lancashire

Blick auf Clitheroe von der Burg aus gesehen. Im Vordergrund ein Kriegerdenkmal, im Hintergrund der Pendle Hill.    © Copyright Tom Howard and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf Clitheroe von der Burg aus. Im Vordergrund ein Kriegerdenkmal, im Hintergrund der Pendle Hill.
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Die Kleinstadt Clitheroe in Lancashire liegt nicht weit entfernt vom Pendle Hill, wo Anfang des 17. Jahrhunderts 12 angebliche Hexen gelebt haben, die 10 Menschen durch Zauberei getötet haben sollen. Ihnen wurde in Lancaster der Prozess gemacht, der als „Pendle Witch Trials“ in die Geschichte eingegangen ist. Noch heute gilt der Pendle Hill als unheimlich und ist ein bei Geisterjägern beliebtes Gelände.

Clitheroe selbst hat auch so einiges an unheimlichen und merkwürdigen Dingen vorzuweisen und einer, der das alles kennt und weiß, ist Simon Entwistle, dessen Top Hat Tours zu lokalen, regionalen und überregionalen Spukorten führen. So bietet er u.a. eine Tour zu den Schauplätzen an, die mit den Pendle Witches zusammenhängen und eine Fahrt zu den „Spuk-Pubs“ im Ribble Valley. Auf Entwistles Programm steht auch ein Clitheroe Ghost Walk, der am Clitheroe Castle beginnt, einer alten Burg aus dem 12. Jahrhundert, in der eine White Lady und mehrere andere Gestalten spuken sollen. Dieser Film zeigt Simon Entwistle auf der Burg mit einigen seiner Geistergeschichten.

Über das Swan and Royal Hotel in der Castle Street und seine berühmten Gäste habe ich in meinem Blog schon einmal geschrieben. Dort gibt es auch eine Ghost Story: Der Geist eines jungen Mädchens soll im obersten Stockwerk umgehen und die Gäste nerven, indem Bettdecken weggezogen und Vorhänge plötzlich zugezogen werden und die Toilettenspülung betätigt wird. Man sagt, es handelt sich dabei um eine 17jährige, die sich in einem Zimmer des Hauses das Leben genommen hat, weil sie schwanger war, ihre Eltern sie daraufhin verstoßen hatten und der Mann ihres Kindes im Zulukrieg in Afrika gefallen war.

Ein bis heute ungeklärter Mordfall ereignete sich am 19. März 1934 in Clitheroe, als der 46jährige Farmarbeiter Jim Dawson nach einigen Drinks im Edisford Bridge Hotel nachts nach Hause ging und plötzlich einen stechenden Schmerz im Rücken spürte. Er kümmerte sich nicht weiter darum und ging zu Hause ins Bett. Am nächsten Morgen war sein Bett voller Blut und im Rücken klaffte eine Wunde. Dawsons begab sich in ein Krankenhaus, wo ein Arzt ein zugespitztes Metallteil aus seinem Rücken entfernte. Einige Tages später starb der Mann an Blutvergiftung. Wer hatte das Metallstück auf den Farmer abgeschossen? Detective Chief Superintendent Wilf Blacker, der mit der Untersuchung des Falles beauftragt wurde, stieß bei den Einheimischen auf eine Mauer des Schweigens. Niemand wollte mit ihm reden, er kam einfach nicht weiter, und so blieb der Fall ungeklärt. Die Vermutungen gingen dahin, dass es sich um ein Eifersuchtsdrama gehandelt haben soll.
Jennie Lee Cobban, die in Clitheroe zur Schule ging, hat ein Buch über den mysteriösen Fall geschrieben: „Wall of Silence: The Peculiar Murder of Jim Dawson of Bashall Eaves“ (Demdike Press 2005. 160 Seiten. ISBN 978-0955043703).

Clitheroe Castle.    © Copyright David Dixon and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Clitheroe Castle.
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The Swan and Royal in der Castle Street.   © Copyright Alexander P Kapp and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

The Swan and Royal in der Castle Street.
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Rdisford Bridge Hotel.   © Copyright JThomas and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Edisford Bridge Hotel.
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Published in: on 16. November 2016 at 02:00  Comments (2)  
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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Wieder ein faszinierender Eintrag! Danke!

    • Ich habe zu danken für den freundlichen Kommentar!!
      Ingo


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