Die Container City in den Londoner Docklands

Container City 1. Author: Cmglee. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Container City 1.
Author: Cmglee.
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Was macht man eigentlich mit Schiffscontainern, die nicht mehr gebraucht werden oder deren „Verfallszeit“ abgelaufen ist? Die meisten werden sicher in der einen oder anderen Weise recycelt, doch man kann mit ihnen auch etwas sehr viel Nützlicheres anstellen, nämlich sie als Künstlerstudios umfunktionieren. Auf diese Idee kam man im Jahr 2001 in den Londoner Docklands, in dem man einfach mehrere sogenannte 40-Fuß-ISO-Container aufeinanderstapelte. In kurzer Zeit entstand so die Container City 1, die auf drei Stockwerken Platz für 12 Studios bereithielt. Zwei Jahre später wurde noch ein weiteres Stockwerk hinzugefügt.
Weil die Nachfrage nach diesen Arbeitseinheiten groß war, entstand direkt daneben im nächsten Jahr die Container City 2 mit 22 weiteren Studios auf fünf Stockwerken. Beide „Cities“ sind mit Übergängen verbunden.

Federführend für das ganze Projekt war die Organisation Urban Space Management, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, verfallenden Teilen Londons und anderen Städten Großbritanniens wieder Leben einzuhauchen und das auf umweltschonende und kostengünstige Art.

Entworfen wurden die beiden Container Cities von dem Architekturbüro Nicholas Lacey And Partners, das die „Schachtelstudios“ im Inneren komplett neu gestaltete, indem die Stahltüren durch Glastüren ersetzt und große, runde, bullaugenartige Fenster in die Seitenwände geschnitten wurden. Die Bauweise erwies sich auch als variabel, indem man zwei Container zu einer Einheit zusammenfassen konnte..
Beide Anlagen wurden dann noch mit kräftigen Farben versehen und fertig war ein interessantes und zukunftsweisendes Projekt in einer ständig unter Raumnot leidenden Stadt. Dieser Film zeigt die Containerstadt.

Die Container Cities liegen auf dem Gelände der Trinity Buoy Wharf, einem Teil der ehemaligen Hafenanlagen, die zunehmend verfielen, bis sie dann von Urban Space Management in ein kulturelles Zentrum umgewandelt wurden. Heute findet man hier u.a. Teile der Royal Drawing School, der English National Opera und der University of East London. Die Wharf liegt auf der Nordseite der Themse, direkt gegenüber der O2-Arena.

Die dreiköpfige Popband Living in a Box aus Sheffield hatte 1987 einen Hit, der ebenfalls „Living in a Box“ hieß. Vielleicht inspirierte dieser Song ja einen der Projektträger unbewusst…

Container City 2. Author: Cmglee. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Container City 2.
Author: Cmglee.
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Blick auf die Trinity Buoy Wharf.   © Copyright Christine Matthews and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Blick auf die Trinity Buoy Wharf.
    © Copyright Christine Matthews and
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Published in: on 5. Dezember 2016 at 02:00  Comments (1)  
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  1. […] Wharf heißt das Gelände hier an der Themse, auf der auch die Container City steht, über die ich in meinem Blog einmal […]


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