Die Ashington Group – Hobbymaler aus dem Bergbau in Northumberland

Hier im Woodhorn Museum werden die Werke der Ashington Group ausgestellt.   © Copyright Anthony Foster and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

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Das Woodhorn Museum and Northumberland Archives ist im hohen Norden Englands, in Ashington in der Grafschaft Northumberland, zu finden, dort, wo früher ein Kohlebergwerk stand. Das Museum ist dem Leben der Bergleute gewidmet, die hier einst ihrem schweren Beruf nachgingen. Neben den Überresten der Kohlemine, die zu besichtigen sind, zeigt das Woodhorn-Museum u.a. eine Ausstellung von Bildern der Pitmen Painters, die auch unter dem Namen Ashington Group bekannt sind.

Ashington ist eine Stadt, die 24 Kilometer von Newcastle-upon-Tyne liegt, und hier trafen sich ab 1934 regelmäßig Bergarbeiter aus den umliegenden Minen, um in ihrer Freizeit künstlerisch tätig zu werden. Robert Lyon aus Newcastle hatte die Hobbymaler unter seine Fittiche genommen, und er führte die Männer behutsam und feinfühlig an die Kunst des Malens heran. Bald zeigte sich, dass in der Gruppe Talent vorhanden war. Die Bergarbeiter wählten als Motiv vorwiegend ihr Leben unter Tage und ihre Freizeitgestaltung. So malte Harry Wilson ein Bild von der Ashington Colliery, Arthur Winnom hielt einen Unfall im Bergwerk fest und J.F. Harrison zeigte ein Bergwerkspony unter Tage.

Schon zwei Jahre, nachdem sich die Ashington Group gebildet hatte, kam es zu einer ersten Bilderausstellung im Armstrong College in Newcastle. Auch während des Zweiten Weltkrieges und danach hatte die Gruppe Bestand und versuchte sich an neuen künstlerischen Techniken, doch nach wie vor arbeitete sie hauptsächlich nach den Vorgaben ihres Tutors Robert Lyon, nämlich das zu malen, was sie aus ihrem persönlichen Umfeld kennen.
in den 1970er Jahren erwachte das Interesse an den Pitmen Painters erneut und es kam zu Ausstellungen in London und in Durham, ja sogar international wurden die Werke der Ashington Group gezeigt, nämlich in Deutschland, den Niederlanden und in China. 1984 löste sich die Künstlergruppe auf und seit 1989 befinden sich ihre Bilder im Woodhorn Museum, das ganzjährig geöffnet ist (Mittwoch bis Sonntag). Der Eintritt ist frei.

1988 schrieb der Kunstkritiker William Feaver ein Buch über die Männer aus Ashington mit dem Titel „Pitmen Painters: The Ashington Group 1934-1984„, aus dem Lee Hall zwanzig Jahre später das Bühnenstück „The Pitmen Painters“ verfasste, das in Newcastle-upon-Tyne uraufgeführt wurde und dann ins Londoner Royal National Theatre kam. Es folgten später Aufführungen am Broadway in New York, in Vancouver, in Hamilton, Kanada, und in Buenos Aires.

Published in: on 23. Dezember 2016 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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