The Dunston Pillar in Lincolnshire – Sir Francis Dashwoods „Heide-Leuchtturm“

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Nur wenige Meter von der Kreuzung der A15 (Sleaford Road) mit der B1178 (Tower Road) entfernt, zehn Kilometer südlich von Lincoln in der Grafschaft Lincolnshire, steht ein merkwürdiger, schmuckloser Turm, dessen Zweck sich auf den ersten Blick nicht erschließt. Es handelt sich dabei um einen ehemaligen Leuchtturm aus dem 18. Jahrhundert, der nicht Schiffen ihren Weg weisen sollte (die Küste ist viele Kilometer entfernt), sondern Reisenden, die die nächtliche Heidelandschaft durchquerten. Gebaut wurde der Dunston Pillar genannte Turm 1751 auf Veranlassung von Sir Francis Dashwood, jenem exzentrischen Typen, der durch seinen Hellfire Club berühmt/berüchtigt war und über den ich in meinem Blog schon einmal in Zusammenhang mit der St Lawrence Church in West Wycombe (Buckinghamshire) und deren goldener Kugel schrieb. Sir Francis wohnte ganz in der Nähe in Nocton Hall, einem Anwesen, das eigentlich seiner Frau gehörte.

Der Dunston Pillar war 28 Meter hoch; oben hatte man die Laterne angebracht, die die Wegweiserfunktion hatte. Durch eine Innentreppe gelangte man an die Spitze des Turms, der bis zum Jahre 1788 seine Aufgabe täglich erfüllte. 1808 wurde er komplett außer Betrieb genommen, weil zwischenzeitlich Straßen in der Umgebung gebaut worden waren und dadurch eine gewisse Sicherheit gegeben war. Ein Jahr später riss ein schwerer Sturm die fünf Meter hohe Laterne aus ihrer Verankerung, so dass sie zu Boden stürzte.

Da der laternenlose Turm ziemlich kahl aussah, ließ 1810 der Earl of Buckinghamshire aus Anlass des goldenen Thronjubiläums eine Statue von König Georg III.  darauf setzen, die den Dunston Pillar bis zum Zweiten Weltkrieg schmückte. So lange konnte der König von seiner Höhe aus die platte Landschaft Lincolnshires betrachten. Dann musste er weichen, denn Turm und König standen genau in der Einflugschneise des Militärflugplatzes Royal Air Force Station Coleby Grange. Der um einige Meter niedriger gewordene Dunston Pillar blieb stehen, die Büste Georgs III. wanderte einige Kilometer nach Norden und verblieb im Lincoln Castle.

Die Büste König Georgs III. im LIncoln Castle, die einmal auf dem Dunston Pillar stand. Neddyseagoon at the English language Wikipedia. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported.

Die Büste König Georgs III. im Lincoln Castle, die einmal auf dem Dunston Pillar stand.
Attr.: Neddyseagoon at the English language Wikipedia.
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Published in: on 24. Dezember 2016 at 02:00  Comments (1)  
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  1. […] meinem Blogeintrag vom 24.12.2016 über den Dunston Pillar erwähnte ich nebenbei Nocton Hall, wo früher einmal Sir […]


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