Lloyd’s, die wohl berühmteste Versicherungsgesellschaft der Welt und einige kuriose Versicherungsabschlüsse

Das Hauptquartier von Lloyd's of London.   © Copyright Stephen Richards and licensed for reuse under this Creative Commons Licence.

Das Hauptquartier von Lloyd’s of London.
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In der Londoner Lime Street steht das Hauptquartier der wohl berühmtesten Versicherungsgesellschaft der Welt, das Lloyd’s Building, für £75 Millionen von dem renommierten Architektenbüro Richard Rodgers and Partner erbaut. Am 18. November 1986 wurde das außergewöhnliche Gebäude von ihrer Majestät Queen Elizabeth II offiziell eingeweiht. Genauso außergewöhnlich wie die Firmenzentrale sind auch einige der Versicherungsabschlüsse, die im Lauf der Jahrzehnte hier in London getätigt wurden. Einige Beispiele dafür möchte ich an dieser Stelle nennen:

Besonders kurios ist der Fall des amerikanischen Stummfilmstars Ben Turpin, dessen Markenzeichen seine schielenden Augen waren. Sollte sich das Schielen einmal von selbst geben und Ben seines Markenzeichens beraubt sein, so versicherte er sich dagegen mit der Summe von $25,000, in der damaligen Zeit eine sehr hohe Summe.

Auf £250 000 versicherte 1957 der Restaurantkritiker Egon Ronay (ich berichtete in meinem Blog über ihn) seine Geschmacksnerven. Wären die einmal ausgefallen, hätte er seinen berühmten Führer „Guide to British Eateries“ nicht mehr veröffentlichen können.

Diese beiden Fälle sind aber Peanuts gegen die £30 Millionen, für die die Beine des US-amerikanischen Tänzers Michael Flatley versichert sind, der vor allem durch seine „Riverdance – The Show“ berühmt wurde.

Das Komikerduo Abbot und Costello aus den USA, das in den 1940er und 1950er Jahre Erfolge feierte, ließ seinen Humor bei Lloyd’s versichern. £250 000 wollten sich Bud Abbott und Lou Costello auszahlen lassen, wenn es nicht mehr so gut für sie laufen würde, ihnen keine Gags mehr einfallen sollten oder sie sich so zerstreiten würden, dass ein gemeinsamer Auftritt nicht mehr möglich wäre.

Der britische Milliardär Richard Branson ist Kunde bei Lloyd’s; er hat seine Virgin Galactic Spaceships versichert, die bald Weltraumtouristen in den Orbit bringen sollen.

Ob Augen, Nasen, Zähne, Beine oder Stimmbänder (Bruce Springsteen versicherte seine Stimme für $6 Millionen), bei Lloyd’s of London kann man sich so gegen ziemlich alles und jedes versichern.

 

Published in: on 26. Februar 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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