Margaret Yorke – Eine Krimiautorin, die in Long Crendon in Buckinghamshire lebte

Margaret Yorkes ehemaliges Wohnhaus, Oriel Cottage, in der High Street von Long Crendon.
Eigenes Foto

Margaret Yorke, (1924 – 2012), ist für mich eine der besten englischen Krimiautorinnen. Sie schrieb ihre Bücher zwischen 1970 und 1990 und mein absoluter Lieblingskrimi von ihr ist der 1974 erschienene „No medals for the Major“ (auf Deutsch „Der Hass der Selbstgerechten“). In der Idylle des Dorfes Wiveldown gerät Major Johnson, der dort ein ruhiges Dasein führt, in den Verdacht, ein Mädchen aus dem Ort ermordet zu haben. Die Gerüchteküche in Wiveldown kocht hoch und der (natürlich unschuldige) alte Herr sieht keinen anderen Ausweg, als sich das Leben zu nehmen. Ein ganz hervorragender Krimi!
In Margaret Yorkes Romanen ist es oft so, dass in der Idylle eines Dorfes oder einer Kleinstadt plötzlich ein Gewaltverbrechen alles durcheinander bringt: Vandalismus, Vergewaltigung und Jugendkriminalität passen eigentlich hier gar nicht hin, aber Verbrechen, die man vorwiegend aus Großstädten kennt, halten leider auch Einzug in das Dorfleben.

Margaret Yorke lebte viele Jahre in dem hübschen Long Crendon in Buckinghamshire, über das ich in meinem Blog schon mehrmals berichtete. Hier findet man reetgedeckte Häuser, mehrere Dorfpubs und das großartige Long Crendon Manor House. Das Courthouse aus dem 15. Jahrhundert ist schon seit 1900 im Besitz des National Trusts; das obere Stockwerk ist zu besichtigen.

Margaret Yorke hatte ihren Wohnsitz im Oriel Cottage in der High Street, nur ein paar Schritte von der St Mary’s Church entfernt, auf deren Kirchhof sie auch beerdigt wurde. Leider ist es mir nicht gelungen, ihre Grabstelle zu finden. Auch ein Bediensteter der Kirche und die Bibliothekarin der Public Library, rund hundert Meter von der Kirche entfernt, konnten mir darüber keine Auskunft geben. Ein Foto von Margaret Yorke war in der Bibliothek ausgestellt, deren Eröffnung sie beiwohnte und bei diesem Anlass ein Interview gab (hier zu sehen).

Long Crendon gehört zu den Dörfern in Buckinghamshire, die am häufigsten als Drehort für die TV-Kimiserie Midsomer Murders benutzt wurden. Die Folgen „Garden of death“ (dt. „Der Garten des Todes“), „The axeman cometh“ (dt. „Mord mit Groove“), „Things that go bump in the night“ (dt. „Nachts, wenn du Angst hast“), „A tale of two hamlets“ (dt. „Das Haus des Satans“) und „The Dagger Club“ (dt. „Britisches Roulette“) wurden hier zum Beispiel gedreht.
Long Crendon liegt 3 km nordwestlich von Thame in Oxfordshire, auch das ein Ort, der häufig von Inspector Barnaby aufgesucht wurde.

Foto meiner Exemplare.

S Mary’s in Long Crendon. Hier liegt Margaret Yorke begraben.
Eigenes Foto.

Die Long Crendon Public Library.
Eigenes Foto.

Das Court House gegenüber der Kirche.
Eigenes Foto.

Long Crendon Manor House.
Eigenes Foto.

  

 

Published in: on 19. April 2017 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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