The Viktor Wynd Museum of Curiosities, Fine Art & Natural History in London – Schräger geht es wirklich nicht

The Viktor Wynd Museum of Curiosities, Fine Art & Natural HistoryThe Last Tuesday Society„, so steht es über der Tür des schmalen zweistöckigen Hauses in der Mare Street im Londoner Stadtteil Hackney, im Nordosten der Stadt, und was sich hinter dieser Tür verbirgt, mag man kaum glauben. Doch zuerst, wer ist Viktor Wynd und was ist die Last Tuesday Society?

Viktor Wynd ist ein exzentrischer Künstler und Buchautor, zu dessen Werken zum Beispiel „Structures of The Sublime; Towards a Greater Understanding of Chaos“ gehört, das er 2005 veröffentlichte. Er ist Mitglied des Londoner Institute of Pataphysics, ein Begriff, den ich auch noch nicht kannte und ziehe zur Erklärung die Wikipedia zur Hilfe: „Pataphysik (frz. ’Pataphysique, ein Wortspiel mit den homophonen Formulierungen patte à physique, pas ta physique und pâte à physique) ist ein absurdistisches Philosophie- und Wissenschaftskonzept des französischen Schriftstellers Alfred Jarry (1873–1907), das sich oftmals als nonsensische Parodie der Theoriebildungen und Methoden moderner Wissenschaft gibt“. Jetzt dürften alle Unklarheiten beseitigt sein.

The Last Tuesday Society ist eine Gesellschaft in London, die von Viktor Wynd geleitet wird, und die künstlerische und literarische Events durchführt, meist der schrägen Art.

Kommen wir zum Museum zurück und was man dort alles bestaunen kann. Wer schon immer einmal „the darkness that Moses brought upon the Egyptians“ sehen wollte, wird hier fündig; diese Dunkelheit, die über die Ägypter kam, ist in einer Box enthalten. Es gibt banale Dinge zu sehen wie eine Sammlung von Happy Meal Toys von McDonalds, aber überwiegend sind es extrem ausgefallene Dinge, die im Museum ausgestellt werden wie:

Ein Kothäufchen der verstorbenen Sängerin Amy Winehouse in einem Glas (wie mag das wohl von der Produzentin hierher nach Hackney gekommen sein?), benutzte Kondome der Rolling Stones, masturbierende afrikanische Figuren, tote Babies in Flaschen, Vaginas von Prostituierten aus der viktorianischen Zeit, ein Lamm mit acht Beinen, das Skelett einer Meerjungfrau, ein Schrumpfkopf aus Südamerika, der mumifizierte Finger des mexikanischen Rebellen Pancho Villa und und und.

Die Bibliothek des Museums enthält Bücher mit Titeln wie Shopping Centre Sex, The Aesthetics of the Japanese Lunch Box, Who Cares About Elderly People, A Sex Guide For Irish Farmers, Let’s Play Nurse & Doctor und, mein Favorit, das unfreiwillig komisch formulierte How To Help Your Husband Get Ahead.

Dieses Kuriosenkabinett ist faszinierend für alle diejenigen, die einen Nerv für alles Schräge, Skurrile und Exzentrische haben. Diese beiden Filme geben einen tieferen Einblick in Viktor Wynds Reich (Film 1, Film 2).

Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 12 Uhr bis 23 Uhr geöffnet.

The Viktor Wynd Museum of Curiosities, Fine Art & Natural History
11 Mare Street
London
E8 4RP

 

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