Der Parkland Walk im Norden Londons

Bis in die 1970er Jahre verlief im Norden Londons zwischen Finsbury Park und dem Alexandra Palace eine etwa vier Kilometer lange Eisenbahnlinie, die Haltepunkte u.a in Stroud Green, Crouch End und Cranley Gardens hatte. Nachdem die Verbindung eingestellt worden war, entfernte man die Gleise und die ehemalige Bahnstrecke entwickelte sich als beliebter Spazierweg und wird gern von Joggern frequentiert. Entlang des bewaldeten sogenannten Parkland Walks liegen nach wie vor die verlassenen Bahnsteige der ehemaligen Stationen, die mittlerweile von der Natur in Besitz genommen worden sind. Die Tunnel, die an der Strecke liegen, sind nicht zugänglich, sie erfreuen sich aber bei Fledermäusen großer Beliebtheit. Die durch Gitter blockierten Eingänge werden immer mehr von Pflanzen zugewuchert. Graffiti-Sprayer haben sich an vielen Mauern ausgetobt.
In der Nähe der Bahnstation Crouch End findet man die etwas unheimlich wirkende Skulptur eines Green Man, die den Namen The Spriggan trägt und von der Künstlerin Marilyn Collins geschaffen wurde.

Stephen King hat einmal eine Horror-Kurzgeschichte geschrieben, die „Crouch End“ heißt und 1980 in der Sammlung „New Tales of the Ctulhu Mythos“ veröffentlicht wurde; später überarbeitete der Autor die Story noch einmal und sie erschien in der Kurzgeschichtensammlung „Nightmares und Dreamscapes“; in der deutschen Übersetzung „Alpträume“. Diese Geschichte soll auf einem Spaziergang Stephen Kings auf dem Parkland Walk beruhen, als er einmal seinen Schriftstellerkollegen Peter Straub besuchte, der hier ganz in der Nähe wohnte.

Dieser Film zeigt den Parkland Walk.

Verbarrikadierte Tunnel, in denen sich Fledermäuse wohlfühlen.
Photo © Julian Osley (cc-by-sa/2.0)

The Green Man.
Photo © Julian Osley (cc-by-sa/2.0)

Die verlassenen Bahnsteige von Crouch End Hill.
Photo © Peter Neal (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 19. November 2017 at 02:00  Comments (4)  
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