Mein Buchtipp – Derek Pykett: British Horror Film Locations

Foto meines Exemplares.

Derek Pykett, 1972 in Derbyshire geboren, ist Schauspieler, Regisseur und Autor einiger Bücher, darunter „MGM British Studios: Hollywood in Borehamwood“ und „British Horror Film Locations„, das ich heute vorstellen möchte.

Wer sich für britische Horrorfilme und deren Drehorte interessiert, wird mit diesem bereits 2008 erschienenen Buch hochzufrieden sein. Darin erfährt man alles, wo Vincent Price, Christopher Lee und  Peter Cushing gearbeitet haben; oft waren es recht unheimlich aussehende Häuser, die in Schwarz-Weiß-Fotos des Autors und von Simon Flynn, der auch das Nachwort beigesteuert hat, festgehalten sind. In alphabetischer Reihenfolge nach den Filmtiteln werden die jeweiligen Drehorte detailliert beschrieben. Ich habe einmal fünf Beispiele herausgesucht, Orte, die ich in meinem Blog auch schon vorgestellt habe.

Wykehurst Place bei Bolney in West Sussex, „probably the most haunting of all the film locations“ meint Derek Pykett und Simon Flynn fügt hinzu „totally unique and terrifying“. Gedreht wurden in diesem unheimlichen Haus die Filme „Demons of the mind“ (1972), „The Legend of Hell House“ (1973) und „Son of Dracula“ (1974).

Harlaxton Manor bei Grantham in Lincolnshire, für mich eines der faszinierendsten Häuser in ganz Großbritannien, das leider im Besitz der US-amerikanischen University of Evansville ist und nicht besichtigt werden kann. Hier wurden 1999 Teile des Horrorfilms „The Haunting“ gedreht, der hin und wieder im deutschen Fernsehen gezeigt wird.

Ettington Park bei Alderminster in Warwickshire. Ich hatte einmal das Vergnügen, in diesem Haus, das jetzt ein Hotel ist, zu wohnen. Es gibt so einige Spukgeschichten über dieses Haus und eine der Rezeptionsdamen erzählte mir von ihren nächtlichen Erfahrungen. Gedreht wurden hier die Filme „The Haunting“ (1963), eine frühere Version des o.a. Films, und 1980 „The Watcher in the Woods“.

Oakley Court bei Windsor in Berkshire, über das ich in meinem Blog schon mehrfach geschrieben habe und wo ich auch schon einige Male übernachtet habe. Dieses Haus wurde von den benachbarten Bray Studios sehr häufig als Drehort für deren Horrorfilme benutzt. Die Lage des jetzigen Hotels direkt an der Themse ist einzigartig, genauso wie der Baustil des gruseligen Gebäudes. Ich kann die Filme gar nicht alle aufzählen, die im Oakley Court produziert worden sind, nur drei Beispiele: „The Curse of Frankenstein“ (1957), „And Now the Screaming Starts!“ (1972) und „The Rocky Horror Picture Show“ (1975).

Grim’s Dyke Hotel im London Borough of Harrow, das Haus, das einmal William Schwenck Gilbert gehörte, der, zusammen mit Arthur Sullivan, durch seine Operetten weltberühmt wurde. Auch in diesem Haus waren Vincent Price, Christopher Lee, Boris Karloff und wie die Größen des Horrorfilms alle hießen tätig und drehten Filme wie „The Curse of the Crimson Altar“ (1968) und „Haunted House of Horror“ (1969) und „Cry of the Banshee“ (1970).

Derek Pykett: British Horror Film Locations. McFarland and Co 2008. 206 Seiten. ISBN 978-0-7864-3329-2. Das Buch ist zurzeit vergriffen, aber zum Beispiel bei Amazon Marketplace leicht zu beschaffen, allerdings zu einem verhältnismäßig hohen Preis.

 

Wykehurst Place.
Photo © Simon Carey (cc-by-sa/2.0)

Harlaxton Manor.
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Ettington Park.
Eigenes Foto.

Oakley Court.
Eigenes Foto.

Grim’s Dyke Hotel.
Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 8. Januar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar