Londoner Kuriositäten Teil 2: Die Einladung zum Tanz auf dem Grab des Clowns Joseph Grimaldi

Joseph Grimaldis Grabmal.
Photo © Phillip Perry (cc-by-sa/2.0)

Joseph Grimaldi (1778-1837), dem Vater aller Clowns, sind wir in meinem Blog schon einmal in meinem Artikel über die Holy Trinity Church, die „Clown’s Church“, im Londoner Stadtteil Dalston begegnet. Am 5. Juni 1837 wurde Grimaldi auf dem St. James’s Churchyard in Pentonville beigesetzt. Die Kirche existiert nicht mehr, sie wurde abgerissen und die Gegend wurde in einen kleinen Park umgewandelt, den man nach dem Clown benannte: Joseph Grimaldi Park. Dort stehen noch ein paar übrig gebliebene Grabsteine und eben das Grabmal des Clowns, dem man im Jahr 2010 bei der Umgestaltung des Parks eine originelle Besonderheit hinzufügte, die Grimaldi sicher gefallen hätte. Die im oberbayerischen Kranzberg ansässige deutsche Landschaftsbaufirma Latz + Partner, die mit den Arbeiten beauftragt war, engagierte den Londoner Künstler Henry Krokatsis, damit er neben Grimaldis Grab ein Kunstwerk anfertigen sollte; daraus wurde eine Installation, die Krokatsis „An Invitation to Dance on the Grave“ nannte. Zwei sargförmige aus einzelnen Bronzeplatten bestehende Gebilde wurden in den Boden eingelassen, eine in Erinnerung an den Clown, eine in Erinnerung an Charles Dibdin (1768-1833), der Grimaldi förderte, und der ebenfalls auf dem St James’s Churchyard neben Grimaldi beerdigt worden war. Krokatsis hat die Bronzeplatten so angefertigt, dass sie beim Betreten einen jeweils anderen Ton von sich geben und man beim „Tanz auf dem Grab“, mit etwas Geschick eine Melodie spielen kann, wie zum Beispiel Grimaldis Lieblingslied „Hot Cudlins„, was sich dann so anhört.

I wanted to create something that is constantly changing, a joyous interlude from the silence of death”, so definierte Henry Krokatsis sein Kunstwerk „An Invitation to Dance on the Grave“.

Den Joseph Grimaldi Park findet man an der Pentonville Road, der A501, im Nord-Londoner Stadtteil Pentonville, nur ein paar Gehminuten vom Sadler’s Wells Theater entfernt, wo der Clown seine größten Erfolge feierte und wo sein letzter Bühnenauftritt stattfand.

 

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