Crinkle-Crankle Walls auf englischen Landsitzen

Die Crinkle-Crankle Wall in Easton (Suffolk).
Photo © Evelyn Simak (cc-by-sa/2.0)

Vielleicht hat schon einmal jemand auf englischen Landsitzen diese eigenartigen gewundenen Mauern gesehen, die sich Crinkle-Crankle Walls oder auch Serpentine Walls nennen. Sie sind hauptsächlich in East Anglia zu finden, wo sie häufig als Gartenmauern fungieren. Durch ihre gewundene Bauform haben sie mehr Stabilität als eine gerade Mauer und außerdem geben die Nischen empfindlichen Pflanzen einen gewissen Schutz, so dass man die Crinkle-Crankle Walls gern um Küchengärten herum baute.

In der Grafschaft Suffolk stehen rund fünfzig Exemplare, von denen die Mauer von Easton Park mit rund vier Kilometern einmal die längste im ganzen Land gewesen sein soll. Das Manor House von Easton, der langjährige Landsitz der Dukes of Hamilton, wurde leider 1924 abgerissen. Im November 2013 stürzte ein Teil der Mauer ein, als ein unbekannter Autofahrer dagegen stieß und dabei einen Schaden von £20,000 verursachte. Im Jahr darauf wurde die Mauer wieder hergerichtet und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von zwanzig Meilen eingeführt, damit so etwas nicht noch einmal passieren kann.

Ein weiteres sehr schönes Beispiel für eine Crinkle-Crankle Wall in Suffolk findet sich auf dem Gelände der Bramfield Hall bei Halesworth an der Walpole Road.
Doch nicht nur in Suffolk sind diese speziellen Mauern zu finden, so steht ein sehr langes Exemplar im Dean’s Court in Wimborne Minster in Dorset, das während der Napoleonischen Kriege von französischen Gefangenen gebaut worden sein soll.

Die Serpentine Wall von Bramfield (Suffolk).
Photo © Nat Bocking (cc-by-sa/2.0)

Dean’s Court in Wimborne Minster (Dorset).
Photo © Stuart Buchan (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 21. Februar 2018 at 02:00  Comments (1)  
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