Noël Coward und „The Stately Homes of England“

Noël Coward.
Author: Allan Warren.
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Was wäre England ohne seine Stately Homes? Sie sind die Besuchermagneten, die Touristen in Scharen anziehen wie Chatsworth, Blenheim, Highclere Castle, Castle Howard, Longleat, Burghley House und wie sie alle heißen.
Die heute kaum noch bekannte Dichterin Felicia Hemans (1793-1835) widmete den Stately Homes ein Gedicht, das 1827 in Blackwood’s Edinburgh Magazine erschien und das der Schauspieler, Schriftsteller und Komponist Noël Coward über hundert Jahre später wieder entdeckte und in seine Musikkomödie „Operette“ integrierte, die am 17. Februar 1938 im Manchester Opera House uraufgeführt und 132mal gespielt wurde. Kenneth Carten, Ross Landon, John Gatrell and Hugh French sangen damals „The Stately Homes of England„, das es noch in mehreren Coverversionen gibt, zum Beispiel von den King’s Singers, den Lissa Gray Singers und Peter Pringle. Und  Noël Coward nahm den Song selbst auch auf.

„The Stately Homes of England“ ist eine Satire auf die Bewohner jener großartigen Häuser, die, um sie erhalten zu können, schon einmal einen Van Dyck verkaufen oder einen Bechstein-Flügel beleihen müssen, aber „The playing fields of Eton have made us frightfully brave“. Lord Elderley, Lord Borrowmere, Lord Sickert und Lord Camp sind jene vier junge Herren, die sich damit herumschlagen müssen, ihre ererbten Häuser zu unterhalten („frequently mortgaged to the hilt“), die gern auch von Geisterjägern aufgesucht werden („The Stately Homes of England, though rather in the lurch, provide a lot of chances for psychical research“).
Ein wirklich witziger Text, der aber die Realität in manchen Stately Homes realistisch abbildet. Hier ist die Version von  Noël Coward zu hören.

Chatsworth House in Derbyshire.
Photo © J W Wagner (cc-by-sa/2.0)

Highclere Castle in Hampshire.
Photo © pam fray (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 22. Februar 2018 at 02:00  Schreibe einen Kommentar