Ein kleiner erotischer, phalluslastiger Spaziergang durch London

30 St Mary Axe, The Gherkin.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0)

Viel Spaß auf diesem kleinen erotischen Spaziergang durch die Hauptstadt!

30 St Mary Axe ist die Adresse eines der ungewöhnlichsten Gebäude in London (ich berichtete in meinem Blog schon einmal darüber). Es wird auch Swiss Re Building bezeichnet oder einfach nur The Gherkin, was auf Deutsch Gewürzgurke heißt. Das 41stöckige Hochhaus, das im Jahr 2004 bezogen und von dem renommierten Architektenbüro Foster & Partners konstruiert wurde, kann man durchaus mit einer Gurke vergleichen, doch die Ähnlichkeit mit einem erigierten Phallus drängt sich auf, so dass man in London auch vom Erotic Gherkin und  vom Crystal Phallus spricht (gherkin heißt umgangssprachlich auch soviel wie kleiner Penis). War diese Ähnlichkeit vom Architektenbüro geplant oder ist sie nur zufällig entstanden?

Etwas Ähnliches deutet sich in London mit dem Riesenprojekt The Spire auf der Isle of Dogs an. Dieser 67stöckige, im Bau befindliche Wohnturm, der im Jahr 2020 fertiggestellt sein soll, sieht von unten ganz normal aus, bietet aber von oben gesehen, für die den London City Airport anfliegenden Passagiere, einen anderen Anblick. The Londonist titelte „London Is Getting A Massive Cock-And-Balls Skyscaper“. Wie dieses Bild zeigt, ist da was dran.

Wer an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit die Westminster Bridge überquert, wird von einem Schattenphänomen überrascht werden, dass sich eine Zeit lang auf dem Boden gleich unterhalb der Brüstung zeigt. Die Brüstungsmauer ist mit kleeblattförmigen Ornamenten versehen (in der Kunstgeschichte spricht man von Dreipässen) und diese werfen bei einer bestimmten Sonneneinstrahlung einen phallusförmigen Schatten auf den Brückenboden. Viele werden achtlos bzw. ahnungslos darüber hinweg laufen, aber die, die den Blick senken, werden sich sicher amüsieren.

In der Victoria Street Nummer 52 steht The Albert, ein Pub, der nach dem Ehemann Königin Victorias benannt ist. Das 1862 erbaute Gasthaus, dem auch der Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg nichts antun konnte, wurde im Laufe der Zeit von vielen hochrangigen Politikern besucht, wovon die Prime Ministers Gallery zeugt. The Albert ist auch für seine kunstvoll gestalteten Milchglasfenster bekannt. Und wenn man sich eines davon etwas genauer ansieht, zeigt dieses einen von Blättern und Pflanzen umrankten Penis im Moment der Ejakulation. Das hübsche Bild soll den Penis des Namensgebers des Pubs zeigen, angedeutet ist auch das nach ihm benannte Prince Albert Piercing.

Die Westminster Bridge bei entsprechendem Sonneneinfall.
Author: Alex Brown
Creative Commons 2.0

Published in: on 14. April 2018 at 02:00  Comments (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Ein Schelm, wer nun weiß was denkt 8)

  2. […] um den Penis von Prince Albert geht, eingeritzt in die Milchglasfenster eines Pubs (ich berichtete in meinem Blog davon, in meinem erotischen Spaziergang durch […]


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