Panopticons – Vier Kunstwerke im Osten der Grafschaft Lancashire

The Singing Ringing Tree bei Burnley.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

Gestern schrieb ich in meinem Blog über das „After Life“ von Jeremy Bentham. In seinem richtigen Leben hatte der Philosoph u.a. auch das sogenannte Panopticon entwickelt, das ist ein Überwachungssystem, das vor allem in Gefängnissen eingesetzt wurde. Von einem zentralen Beobachtungsturm aus, hat ein einzelner Gefängniswärter alle Zellen und Gänge im Blick und sieht genau, was da so getrieben wird, während er selbst nicht gesehen werden kann. Dieses System wurde auch in einigen Fabrikgebäuden angewendet.

In den Jahren 2006/07 hat das East Lancashire Environmental Arts Network ein Kunstprojekt ins Leben gerufen, dem man ebenfalls den Namen Panopticon gegeben hat. Mit Hilfe von vier Kunstwerken, die auf Hügeln in Lancashire aufgestellt wurden, und die eine Rundumsicht wie das Benthamsche Panopticon bieten, soll der Besucher auf die außergewöhnliche Landschaft in dieser Region aufmerksam gemacht werden.

Da ist einmal der Singing Ringing Tree über der Stadt Burnley auf dem Crown Point, über den ich in meinem Blog früher schon einmal geschrieben habe und auf den ich deshalb nicht näher einzugehen brauche.

Oberhalb des Ortes Wycoller wurde The Atom platziert, eine Idee von  Peter Meacock. Das Kunstwerk bietet einen tollen Ausblick auf die sagenumwobenen Pendle Hills und ist gleichzeitig Unterschlupf bei schlechtem Wetter. In diesem Film erfährt man alles über die Installation The Atom.

Oberhalb von Blackburns Corporation Park steht Colourfields, wobei die ehemalige Kanonenbatterie genutzt wurde, 1857 bei der Eröffnung des Parks installiert, auf der zwei russische, im Krimkrieg erbeutete Kanonen standen. Diese schon fast verfallene Anlage integrierte die Künstlerin Sophie Smallhorn in ihr Projekt. Von hier oben hat man einen Panoramablick auf Blackburn und kann in der Ferne die Küstenstädte Southport und Fleetwood sehen.

The Halo ist die vierte Installation des Panopticon-Projekts. Sie steht auf einer ehemaligen aufgeschütteten Deponie bei Haslingden und bietet einen Blick auf das Tal von Rossendale und die Region Greater Manchester. Es handelt sich dabei um eine Stahlgitterkonstruktion von 18 Metern im Durchmesser, die 5 Meter über dem Boden steht. Im Dunkeln verbreitet The Halo eine besondere Atmosphäre, da die Installation beleuchtet ist. Entworfen hat sie John Kennedy von der schottischen Firma LandLab, die sich auf Landschaftsarchitektur spezialisiert hat.

The Atom bei Wycoller.
Photo © michael ely (cc-by-sa/2.0)

Colourfields bei Blackburn.
Photo © Tony Mercer (cc-by-sa/2.0)

The Halo bei Haslingden.
Photo © Paul Anderson (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 24. Juli 2018 at 07:00  Schreibe einen Kommentar  

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