„Village Stocks“ – Eine Art Fußfessel, die per Gesetz in Dörfern und Kleinstädten vorrätig gehalten werden musste

Litton in Derbyshire.
Photo © Graham Hogg (cc-by-sa/2.0)

Seit dem 14. Jahrhundert schon gibt es die „village stocks“ in England, im Deutschen Fußblock oder auch Stock genannt. Diese meist hölzernen Vorrichtungen dienten dazu, Trunkenbolde oder Vagabunden festzuhalten und ihnen eine Lehre zu erteilen. Dabei wurden die Füße durch dafür vorgesehene Löcher im Stock gesteckt und fest verankert, so dass an eine Flucht nicht zu denken war. Passanten konnten nach Lust und Laune beispielsweise verrottetes Obst oder Gemüse auf die armen Kerle werfen. Jede Stadt und jedes Dorf war per Gesetz verpflichtet, diese „stocks“ vorrätig zu halten. Im Gegensatz zu den „stocks“ standen die „pillories„, die Pranger, bei denen der Kopf und die Arme durch Löcher gesteckt wurden. Während der Pranger in England 1837 abgeschafft wurde, sind die „stocks“ noch immer legal. Viele sind im Laufe der Jahre verottet oder abgebaut worden, doch eine ganze Menge sind noch erhalten und dienen dazu, den Dörfern oder Kleinstädten einen gewissen historischen Anstrich zu geben. Im Folgenden habe ich einige Beispiel für „village stocks“ zusammengestellt:

Hier in Haveringland in Norfolk wurden die stocks in das Dorfschild integriert.
Photo © Adrian S Pye (cc-by-sa/2.0)

Auf dem Kirchhof von St George’s in Bicknoller (Somerset).
Photo © Maigheach-gheal (cc-by-sa/2.0)

In Weston-on-the Green in Oxfordshire.
Photo © Richard Rogerson (cc-by-sa/2.0)

In Eyam, dem „Pestdorf“, in Derbyshire.
Photo © Peter Church (cc-by-sa/2.0)

In Market Overton in Rutland.
Photo © Alan Murray-Rust (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 28. Juli 2018 at 02:00  Comments (1)  
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