Das Londoner Savoy Theatre und das Musical „Dreamgirls“

Das Savoy Theatre in London.
Photo © Steve Daniels (cc-by-sa/2.0)

Direkt neben dem Eingang zum weltberühmten Londoner Savoy Hotel steht das Savoy Theatre, 1881 von Richard d’Oyly Carte erbaut, um darin Gilbert und Sullivans komische Opern aufzuführen, die zur damaligen Zeit sehr beliebt waren. Die erste dieser Opern, die im Savoy zur Aufführung kam, hieß „Patience or Bunthornes Bride„. Noch heute freut sich das Theater an der Straße The Strand großer Beliebtheit, in dem zur Zeit noch das Musical „Dreamgirls“ gezeigt wird und das schon seit dem 19. November 2016. Wer sich noch eine Aufführung ansehen möchte, sollte sich beeilen, denn am 19. Januar 2019 ist Schluss, dann folgt Dolly Partons „9 to 5 the Musical„.

„Dreamgirls“, von Henry Krieger und Tom Eyen, wurde 1981 im Imperial Theatre am New Yorker Broadway uraufgeführt und mit sechs Tony Awards ausgezeichnet. Bei der Premiere in London spielte Amber Riley die Rolle der Effie White und erhielt dafür 2017 den Laurence Olivier Award for Best Actress in a Musical“. Im Mittelpunkt des Musicals steht die Girl Group The Dreamettes und inspiriert wurde das musikalische Werk durch Hits der 1960er US-Gruppen The Supremes und The Shirelles und den Sängern James Brown und Jackie Wilson.
Hier sind einige Ausschnitte aus der Londoner Aufführung.

2006 gab es eine Verfilmung des Stoffes unter dem gleichen Titel, in der u.a. Beyonce Knowles, Jamie Foxx und Eddie Murphy zusehen sind.

Zum Abschluss noch eine kleine kuriose Geschichte zum Savoy Theatre, die sich in der Frühzeit ereignete. William Schwenck Gilbert, der Librettist der komischen Opern, die er zusammen mit dem Komponisten Arthur Sullivan schrieb, war dafür bekannt, dass er sich anfangs die Aufführungen seiner Werke im Savoy nicht ansehen mochte und stattdessen während dieser Zeit um das Theater herumtigerte oder lange Spaziergänge unternahm. Eines Abends als Mr. Gilbert das Theater wieder einmal verlassen wollte, wurde er von einem Besucher ziemlich rüde angesprochen (er hielt ihn wohl für einen Theaterangestellten): „You, sir, call me a cab“, worauf Gilbert schlagfertig antwortete: „All right, you’re a four-wheeler“. Der Theaterbesucher guckte ihn fragend an. „Well, I can hardly call you hansom“, war die Antwort des Librettisten. Das lässt sich nicht ins Deutsche übersetzen, ist aber ein wirklich witziges Wortspiel (hansom = Kutsche, handsome = gut aussehend).

Plakette am Theater.
Photo © Mick Lobb (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 27. September 2018 at 02:00  Kommentar verfassen  
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