Hambleden in Buckinghamshire – Ein Dorf im Besitz eines Schweizer Milliardärs

Das Manor House wird für eine „Miss Marple“-Folge vorbereitet.
Photo © Colin Smith (cc-by-sa/2.0)

Wenn man ein Musterbeispiel für ein englisches Bilderbuchdorf sucht, dann eignet sich Hambleden in Buckinghamshire dafür hervorragend. Ich habe das Dorf in meinem Blog schon zweimal im Zuge meiner „Inspector Barnaby“-Spurensuche vorgestellt (hier und hier). Es ist ein Paradies für Location Manager, darum wurden hier schon viele Filme gedreht.

Viele, die Hambleden besuchen, wissen sicher nicht, dass der Ort in Privatbesitz ist und dem Schweizer Milliardär Urs Schwarzenbach gehört, der das komplette Dorf mit 44 Häusern, einem Pub und einem Dorfladen 2007 für £38 Millionen dem W.H. Smith-Erben Henry Smith, 5th Viscount Hambleden, abgekauft hatte, dessen Familie hier lange ansässig war. Schwarzenbach hat noch zwei weitere Besitztümer nicht weit von Hambleden entfernt: Thames Side Court in Shiplake in Berkshire, das dem Bahnhof von St Moritz nachempfunden sein soll, und Culham Court in Berkshire, in der Nähe von Henley-on-Thames.

Jedesmal wenn ein historischer Film hier in Hambleden gedreht wird, werden die Bewohner der Cottages gebeten, ihre Fernsehantennen vorübergehend abzubauen; man hat sich wohl inzwischen daran gewöhnt, dass Filmcrews den Ort für eine gewisse Zeit übernehmen und man sich eine Zeit lang nicht frei bewegen kann. „Chitty Chitty Bang Bang“ und „101 Dalmatiner„, um nur zwei Beispiele zu nennen, wurden in den Straßen von Hambleden gedreht.

Auf dem Kirchhof von St Mary the Virgin finden wir die Gräber von Jon Lord (1941-2012), Gründungsmitglied der Rockband Deep Purple, und William Henry Smith (1825-1891), der das Unternehmen W.H. Smith bekannt machte.

Hier ist ein Film über den hübschen kleinen Ort.

St Mary the Virgin.
Eigenes Foto.

Culham Court in Berkshire.
Photo © Andrew Smith (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 21. Dezember 2018 at 02:00  Comments (1)  
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