Old Mother Hubbards Cottage in Yealmpton (Devon)

Mir tut es immer in der Seele weh, wenn ich in England wunderschöne alte Häuser sehe, in denen zum Beispiel ein amerikanischer Burgerladen oder ein asiatischer Takeaway untergebracht sind. In strohgedeckte Cottages oder andere geschichtsträchtige Häuser würde ich viel lieber einen englischen Tearoom oder so etwas Ähnliches sehen.

In Yealmpton in Devon, an der A379 gelegen, die von Plymouth nach Kingsbridge führt, steht an der Market Street (das ist die A379) ein richtig schönes uriges Haus, reetgedeckt, mit einem kleinen Hund auf dem Dach, das Old Mother Hubbards Cottage, und darin ist ein chinesischer Takeaway zu finden. Das gegenüberliegende Rose & Crown würde da viel besser hineinpassen.

In dem rund 400 Jahre alten Haus soll einmal eine Frau gewohnt haben, die als Vorbild für den Kinderreim „Old Mother Hubbard“ gedient hat. In diesem im Jahr 1805 publizierten Reim steht ein Hund im Mittelpunkt (daher der Hund auf dem Dach), für den Mother Hubbard alles Mögliche ins Haus bringt und der daraufhin jeweils unterschiedlich reagiert, Ein Beispiel:

„She went to the alehouse
To get him some beer;
When she came back
The dog sat in a chair“.

Der „nursery rhyme“ endet:

„This wonderful dog
Was Dame Hubbard’s delight,
He could read, he could dance,
He could sing, he could write;
She gave him rich dainties
Whenever he fed,
And erected this monument
When he was dead.“

Der Reim soll aus der Feder von Sarah Catherine Martin (1768-1826) stammen, die ihn schrieb, während sie sich im Haus ihrer Schwester (Kitley House, heute ein Country House Hotel) in Yealmpton aufhielt, die später den Parlamentsabgeordneten mit dem schönen Namen John Pollexfen Bastard heiratete. Es gibt auch noch eine andere Version wie Mrs Martin auf die Idee mit dem Kinderreim kam, und zwar soll sie von der Haushälterin ihrer Schwester inspiriert worden sein, die in dem Cottage an der Market Street wohnte.

Was auch immer stimmen mag oder auch nicht, der Reim ist nett zu lesen und das Old Mother Hubbards Cottage in Yealmpton ist sehr schön anzusehen…wenn nur nicht dieser chinesische Imbiss darin wäre.

Hier ist der Kinderreim in voller Länge im Film zu sehen.

Kitley House in Yealmpton, wo „Old Mother Hubbard“ geschrieben wurde.
Photo © Darrin Antrobus (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 5. Februar 2019 at 02:00  Comments (1)  
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  1. Ich bin ganz deiner Meinung Ingo,…ich sitze gerade hier mit einem Goodmorningcreamtea….aber der Durchschnittsbrite ist leider längst dem Café (Costa..:( ) verfallen.


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