Reetdachhäuser in Devon

Osmond Cottage in Coffinswell bei Newton Abbott.
Photo © Derek Harper (cc-by-sa/2.0)

„Thatching is the craft of building a roof with dry vegetation such as straw, water reed, sedges, rushes, heather, or palm branches, layering the vegetation so as to shed water away from the inner roof“, so lautet die Definition der Reetdachdeckerei in der englischen Wikipedia. Häuser, deren Dächer auf diese Art gedeckt sind, gehören zum wesentlichen Bestandteil eines englischen Bilderbuchdorfes; am häufigsten findet man sie in der Grafschaft Devon und dort haben sich seit 1947 die Spezialisten für diese Art der Dachdeckerei, gemeinsam mit ihren Kollegen in Cornwall, in der Devon & Cornwall Master Thatchers Association zusammengefunden. Diese Organisation sorgt dafür, dass die Ausführung der Arbeiten durch ihre Mitgliedsfirmen auf höchstem Standard sind.

Jo Cox und John Thorpe haben ein Buch über das Thema verfasst, das „Devon Thatch“ heißt und 2001 im Verlag Devon Books erschienen ist.

Hier sind einige typische Beispiele für reetgedeckte Häuser in der Grafschaft Devon.

In Yeoford bei Crediton.
Photo © Jaggery (cc-by-sa/2.0)

King William Cottage in Yalberton bei Paignton.
Photo © Derek Harper (cc-by-sa/2.0)

Wrayland Manor bei Lustleigh.
Photo © Nigel Cox (cc-by-sa/2.0)

In Cockington bei Paignton.
Photo © PAUL FARMER (cc-by-sa/2.0)

Church Cottage in Buckland-in-the-Moor im Dartmoor.
Photo © Derek Harper (cc-by-sa/2.0)

Reetdachdecker bei der Arbeit, in Newton  Poppleford.
Photo © Richard Webb (cc-by-sa/2.0)

Ein Reetdachhaus brennt ab… in Sowton bei Exeter.
Photo © Lewis Clarke (cc-by-sa/2.0)

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6 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Meine erste Großbritannienreise führte mich durch Devon und Cornwall und natürlich fielen sofort die kunstvoll gestalteten Reetdächer auf. Besonders viel Sorgfalt und Phantasie wendeten die Dachdecker dabei bei der Gestaltung des Firstes auf. Das ist ja ein besonders beanspruchter Teil des Daches und während man in Deutschland zeitweilig Maschendraht verwendete, um vor den Angriffen von Stürmen und Nistmaterial suchenden Vögeln benutzte, findet man in Großbritannien oft schön anzusehende Formen, bei denen geometrisch angeordnete gespaltene Weidenruten auf das Dach genäht wurden.
    Dachdeckermeister, die etwas auf sich hielten, setzten dann zum Abschluss noch Figuren aus Reet auf den First – ihr Markenzeichen.
    Ein schönes Beispiel ist auf meinem Foto zu sehen.

    https://photos.app.goo.gl/4q7hnjvhvCBTNXxm9

    (Und wie immer: Sie dürfen das Bild gern in Ihren Blog einbinden.)

    • Vielen herzlichen Dank für diese sehr interessante Ergänzung zu meinem heutigen Blogeintrag!!

  2. Im Juli diesen Jahres werden wir zwei Wochen Urlaub in der Nähe von Totnes machen. Wenn die Vorfreude nicht schon so riesig wäre, spätestens mit den obigen Fotos wäre es soweit. Wir können es kaum erwarten die Schönheit Devons endlich selbst zu entdecken.

    Einen schönen ersten Mai wünsche ich!

  3. Ich habe in einem meiner Fotoalben ein Bild gefunden, was meiner Meinung nach zwei Sonderheiten dieser britischen Spielart des Reetdaches sehr gut zeigt: zum Einen die Festigung des First mit gespaltenen Weiden- oder Haselruten, die festgenäht werden und zum Anderen die wellenförmige verspielte Gestaltung des unteren Randes.
    30 Jahre her ….


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