Meine Brighton-Trilogie Teil 1: Max „The Cheeky Chappie“ Miller (1894-1963) – Ein Comedian aus der guten alten Zeit

Max Millers Statue in den Pavilion Gardens.
Photo © Mike Pennington (cc-by-sa/2.0)

Max Miller, dessen richtiger Name Thomas Henry Sargent  lautet, wurde 1894 im südenglischen Brighton geboren, wo er auch 67 Jahre später starb. Er war ein fester Bestandteil der englischen Varieté- und Unterhaltungsszene von den 1920er bis in die 1950er Jahre. Er tourte viel durch die Lande, trat auch in Übersee auf, doch Brighton war sein zuhause, und sofern es seine Engagements zuließen, hielt er sich bevorzugt in seiner Geburtsstadt auf. Bekannt war er durch seine schrillen Anzüge und durch seine manchmal etwas gewagten, mehr oder weniger doppeldeutigen „saucy jokes„, die ihn hin und wieder mit der Zensurbehörde in Konflikt brachten. Sein Publikum liebte aber gerade diese Art von Unterhaltung wie zum Beispiel diesem Spruch:

„Have you heard about the girl of eighteen who swallowed a pin, but didn’t feel the prick until she was twenty-one?“

Nun, man muss diese Art von Humor mögen.

Die Stadt Brighton liebt ihren Comedian wie er Brighton liebte. Am 1. Mai 2005 errichtete man zu seinem Gedenken ein Denkmal in den Pavilion Gardens an der New Road.  An der Burlington Street Nummer 25, dem Haus, in dem Max Miller starb, ist eine blaue Plakette angebracht, ebenso an der Marine Parade Nummer 160, dort, wo er viele Jahre lang lebte. Am Walk of Fame an der Marina, wo man ähnlich wie in Hollywood, den Personen einen Gedenkstein ins Pflaster gesetzt hat, die in irgendeiner Form mit Brighton verbunden waren, ist auch einer, der dem Comedian gewidmet ist. Eine Straße trägt den Namen des Varietékünstlers, der Max Miller Walk am Strand von Brighton.

Einer der Linienbusse der Brighton and Hove Bus Company (ich berichtete in meinem Blog darüber) ist nach Max Miller benannt.

Die Max Miller Appreciation Society, die über 1000 Mitglieder zählt,  sorgt dafür, dass der Name des Comedians nicht in Vergessenheit gerät. Sie hat in Bardsley’s Fish and Chips Restaurant in der 22-23a Baker Street eine Dauerausstellung mit Erinnerungsstücken von Max Miller eingerichtet; dazu gehört auch einer seiner schrillen Anzüge.

Hier ist ein Film über den Cheeky Chappie.

Das Buch zum Artikel:
John M. East: Max Miller: The Cheeky Chappie. Robson Books 1998. 224 Seiten. ISBN 978-0860518556.

160 Marine Parade, wo Max Miller wohnte, mit blauer Plakette links neben der Haustür.
Photo © Simon Carey (cc-by-sa/2.0)

Der Max Miller Walk am Strand von Brighton.
Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)