Die Cotswolds Distillery bei Stourton (Warwickshire) – Malt Whisky einmal nicht aus Schottland

Mein Whisky wurde aus Gerste von der Akeman Street Farm in Combe (Oxfordshire) hergestellt.

Vor fast sechs Jahren schrieb ich in meinem Blog über Englands einzige Whiskydistillerie in Roudham in Norfolk, St George’s Distillery. Das ist jetzt nicht mehr korrekt, da es mittlerweile eine weitere Firma gibt, die Whisky made in England herstellt. Die Cotswolds Distillery liegt am südlichen Ortsrand des kleinen Dorfes Stourton in Warwickshire. Gegründet wurde sie im Jahr 2014 von Daniel Szor, einem New Yorker, der im Londoner Finanzdistrikt gearbeitet hatte und Whisky liebte. Als ihm die Londoner Hektik zuviel wurde, zog er sich mit seiner Familie in die ruhigeren Cotswolds zurück und etablierte hier eine Distillerie, zusammen mit einem anderen Mann, einem Australier namens Paul Beckwith, der vorher an der New Yorker Wall Street tätig war. Verantwortlich für die Produktion ist der italienischstämmige Nickolas Franchino, dessen ursprüngliche Interessen auf der Anthropologie und Philosophie lagen. Ein bunt gemischtes Team also, das sich im ländlichen Warwickshire der Produktion von Whisky, Gin und anderen Spirituosen widmet.

Drei Whiskysorten werden hergestellt: Der Standard Cotswolds Single Malt mit 46% Alkoholgehalt, der Founder’s Choice Single Malt mit 60,9% und der Lord Mayor’s Reserve Single Malt mit 46%. Die ersten beiden sind in den Online Shops von deutschen Whiskyimporteuren zu bekommen, der letzte ist rar, denn er wurde für den Londoner Lord Mayor Peter Estlin in einer limitierten Version hergestellt, die dieser für gemeinnützige Zwecke verkauft.

Wie schon erwähnt, produziert die Cotswolds Distillery auch mehrere Ginsorten wie den Baharat Gin und den Cotswolds Dry Gin, ferner einen Absinth, einen Limoncello und einen Espresso Martini.
Man darf gespannt sein, was dem engagierten Team von der Whichford Road bei Stourton noch so alles einfällt.

Der Shop ist jeden Tag geöffnet, darüber hinaus kann man die Produkte auch in den High Streets von Broadway und von Bourton-on-the-Water kaufen.

Hier ist ein Film über die Firma und hier eine Verkostung des Cotswolds Single Malt zu sehen.

The Cotswolds Distillery
Phillip’s Field,
Whichford Road,
Stourton,
Shipston-on-Stour,
CV36 5HG

Die Akeman Street Farm in Oxfordshire.
Photo © Bill Boaden (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 31. Juli 2019 at 02:00  Comments (3)  
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St Andrew’s in Stoke Dry (Rutland) – Eine Kirche, in der sich die Gunpowder Plot-Verschwörer getroffen haben sollen

Es gibt zwar eine Main Street in Stoke Dry in der kleinen Grafschaft Rutland, doch der Name klingt großartiger als die Straße ist, denn hier reihen sich lediglich eine Handvoll Häuser aneinander. In diesem abgelegenen Landstrich Englands haben wohl noch nie mehr als hundert Menschen gelebt. Das herausragendste Gebäude an der Main Street, die hinunter zum Ufer des Eyebrook Reservoirs führt (hier wurden im Zweiten Weltkrieg die Angriffe auf die Talsperren in Nordrhein-Westfalen und Hessen geübt), ist die Dorfkirche, die St Andrew geweiht ist. Besonders stolz ist man in Stoke Dry auf die mittelalterlichen Wandmalereien, die die Kirche schmücken. Es gibt im Inneren einige Grabmäler der Familie Digby, der im 16. Jahrhundert hier große Ländereien gehörten. Hier liegen zum Beispiel Kenelm Digby und seine Frau auf einem Marmorgrab; sie sind die Großeltern von Sir Everard Digby (1578-1606), der in der englischen Geschichte eine unrühmliche Rolle spielte. Zusammen mit einigen katholischen Gleichgesinnten hatte er sich den Gunpowder Plot ausgetüftelt, durch den bei der Parlamentseröffnung am 5. November 1605 der protestantische König James I., seine Familie und alle Parlamentarier in London in die Luft gesprengt werden sollten. Wie man weiß, klappte das Attentat, das Guy Fawkes durchzuführen versuchte, nicht und alle Verschwörer wurden auf die grausamste Weise exekutiert.

Zurück zu St Andrew’s in Stoke Dry. Dort gibt es einen kleine Raum über dem nördlichen Kirchenportal, in dem sich die Verschwörer getroffen haben sollen, um das Attentat zu planen. Ob das stimmt, ist historisch nicht gesichert. Egal, man kann den Raum besichtigen, allerdings ist er nur über eine schmale, steile Treppe zu erreichen und man muss schon den Kopf einziehen, um nicht an die niedrige Decke zu stoßen. Dann kann man sich der Vorstellung hingeben, dass hier (möglicherweise) eine historische Tat geplant worden ist.

Ach ja, St Andrew’s hat auch eine unheimliche Seite. In jenem oben erwähnten Raum hielt ein ehemaliger Geistlicher in den 1640er Jahren eine Frau gefangen, die angeblich eine Hexe gewesen sein soll. Die Schreie der Gefangenen blieben ungehört bis sie schließlich vor Hunger starb. Ihre Schreie bzw. ihr irres Gelächter will man mehrfach in St Andrew’s gehört haben, vornehmlich bei Begräbnisfeierlichkeiten.

Wandmalerei in St Andrew’s.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)

Das Grabmal von Kenelm Digby und seiner Frau.
Photo © John Sutton (cc-by-sa/2.0)

Der Gunpowder Plot Room (?) in St Andrew’s.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)

Das Eyebrook Reservoir.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 30. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Meine Sir Pelham Grenville Wodehouse Trilogie – Teil 3: N.T.P. Murphy: The P.G. Wodehouse Miscellany

Foto meines Exemplares.

Über P.G. Wodehouse sind im Laufe der Jahre nach seinem Tod rund ein Dutzend Biografien geschrieben worden. In der „Miscellany“-Buchreihe des Verlages The History Press (es gibt auch Bände über Agatha Christie, Jane Austen, Carles Dickens usw.) beschäftigt sich der ehemalige Oxford Professor N.T.P. Murphy mit dem Humoristen und zeigt auf, dass viele seiner Romanfiguren nach Menschen gestaltet wurden, die Wodehouse persönlich kannte, und auch viele der Örtlichkeiten, wo die Romane spielen, basieren auf real existierenden „locations“. Blandings Castle ist offensichtlich eine Mixtur aus mehreren englischen Burgen wie zum Beispiel Sudeley Castle (Gloucestershire) und Corsham Court (Wiltshire). Der Name der Threepwoods in Wodehouses Romanen kommt von einem Haus in der Record Road in Emsworth (Hampshire), und der Ortsname Emsworth inspirierte ihn wiederum zur Namensgebung des schrulligen, schweineliebenden Lord Emsworth.

In „The P.G. Miscellany“ erfahren wir, dass am Geburtshaus des Autors in der Epsom Road Nummer 59 in Guildford (Surrey) eine Erinnerungsplakette angebracht ist; dort gibt es gleich um die Ecke herum eine kleine Straße namens Wodehouse Place. Im Londoner Stadtteil Mayfair, in der Dunraven Street Nummer 17, ein Haus, in dem Wodehouse eine Zeit lang wohnte, ist ebenfalls eine Plakette zu finden.

Der Autor des Buches, Norman Murphy, war Gründungsmitglied der Wodehouse Society und schrieb das Standardwerk „The Wodehouse Handbook„, das knapp 900 Seiten umfasst. Er starb am 18. Oktober 2016.

N.T.P. Murphy: The P.G. Wodehouse Miscellany. The History Press 2015. 191 Seiten. ISBN 978-0-7509-5964-3.

Das Sudeley Castle in Gloucestershire, Vorbild für Blandings Castle.
Eigenes Foto.

Corsham Court in Wiltshire…auch dieses Haus soll als Vorbild für Blandings Castle gedient haben.
Photo © Hugh McKechnie (cc-by-sa/2.0)

Threepwood in der Record Road in Emsworth (Hampshire).
Photo © Basher Eyre (cc-by-sa/2.0)

Wodehouses Geburtshaus in der Epsom Road in Guildford (Surrey).
Photo © Colin Smith (cc-by-sa/2.0)

In der Dunraven Street in Mayfair (London).
Author: Gareth E. Kegg.
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Meine Sir Pelham Grenville Wodehouse Trilogie – Teil 2: Empress of Blandings, ein Pub in Hampshire

Eine der denkwürdigen Figuren aus den Romanwelten von P.G. Wodehouse ist Lord Emsworth, der auf seinem Landsitz Blandings Castle lebt und eigentlich nur ein Interesse hat, der Aufzucht von Schweinen und da wiederum steht im Mittelpunkt seine Prachtsau Empress of Blandings, die der verschrobene Lord über alles liebt. Immer wieder taucht die Kaiserin in den humoristischen Romanen des Autors auf, zuerst in „Summer Lightning“ (dt. „Sommerliches Schlossgewitter“) im Jahr 1927 und zuletzt 1977 in dem Romanfragment „Sunset at Blandings„, das nach dem Tod von Wodehouse erschienen ist.

Fährt man am Rand des New Forests auf der A31, parallel zur Autobahn M27 bei dem Dorf Copythorne in Hampshire, entlang findet man dort am Straßenrand einen Pub, der nach Lord Emsworths Sau benannt worden ist: Empress of Blandings. Auf dem Pubschild ist ein Prachtschwein zu sehen, an dem der Lord seine Freude gehabt hätte, im Hintergrund ist Blandings Castle abgebildet. Witzigerweise gehört der Pub der Brauerei Hall & Woodhouse ; siehe dazu meinen Blogeintrag. Einer der Direktoren der Brauerei, ein P.G. Wodehouse-Fan, kam auf die Idee, den Pub so zu nennen, als er von Hall & Woodhouse übernommen wurde, und dann setzte man noch eins drauf und glich den zweiten Teil des Brauereinamens dem des berühmten Schriftstellers auf dem Pubschild an.

Empress of Blandings ist übrigens Mitglied der P.G. Wodehouse Society. Im Pub finden wir jede Menge Wodehouse-Bücher und an den Wänden hängen Hunderte von Bildern, auf denen Schweine abgebildet sind. Obwohl man diese Tiere hier im Pub zu lieben scheint, steht leider „Honey roasted ham“ auf der Speisekarte.

Empress of Blandings
Romsey Road
Copythorne, Hampshire
SO40 2PF

Das Pubschild. Auf diesem Foto ist der Name der Brauerei noch „richtig“ geschrieben.
Photo © Maigheach-gheal (cc-by-sa/2.0)

Meine Sir Pelham Grenville Wodehouse Trilogie – Teil 1: Die P.G. Wodehouse Society

P.G. Wodehouse (1881 – 1975). – This image is in the public domain because its copyright has expired.

In meinem Blogeintrag über die Hop Back Brewery stellte ich einmal ein Bier namens Summer Lightning vor. Genau den gleichen Titel trägt auch ein humoristischer Roman aus der Feder von Sir Pelham Grenville Wodehouse, 1929 erschienen; die deutsche Übersetzung heißt „Sommerliches Schlossgewitter“ (noch problemlos antiquarisch erhältlich).

Wodehouse, der von 1881 bis 1975 lebte, schrieb mehr als 70 Romane und über 200 Kurzgeschichten und ist auch heute noch sehr beliebt, denn viele seiner Werke werden immer wieder neu aufgelegt. Am berühmtesten wurde Wodehouse durch seine Romane, in denen Bertie Wooster und sein Diener Reginald Jeeves im Mittelpunkt stehen. Durch die TV-Serie „Jeeves and Wooster“ mit Stephen Fry und Hugh Laurie in den Hauptrollen, die in 23 Episoden von 1990 bis 1993 ausgestrahlt wurde, erhielt der Autor noch einmal einen neuen Beliebtheitsschub.

Die britische P G Wodehouse Society hat sich des Autors und seiner Werke angenommen, pflegt sein Andenken und gibt eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift heraus, die den witzigen Titel „Wooster Sauce“ trägt. Der Präsident der Society ist Alexander Armstrong, ein Komiker, Schauspieler und Fernsehmoderator. Er übernahm das Amt von dem 2016 verstorbenen Sir Terry Wogan, der wiederum Nachfolger des großartigen Schauspielers Richard Briers (1934-2013) war. Inspector Barnaby-Fans erinnern sich sicher gern an seine Rolle als mörderischer Vikar in der Episode „Death’s Shadow“ (dt. „Der Schatten des Todes“). Richard Briers spielte 1995, an der Seite von Peter O’Toole, die Rolle des  Honorable Galahad Threepwood in einer Verfilmung des Wodehouse-Romans „Heavy Weather„, der im Sudeley Castle in Gloucestershire gedreht wurde, das ich in meinem Blog  schon vorgestellt habe.

Die P G Wodehouse Society unternimmt wirklich eine Menge, nachzulesen auf ihrer Website unter „Recent Events“. Diese Website ist sehr gut gestaltet und enthält so ziemlich alles, was man über Wodehouse wissen sollte.

Das Buch zum Artikel:
P. G. Wodehouse: A Life in Letters. Hutchinson 2011. 624 Seiten. ISBN 978-0091796341.

Published in: on 27. Juli 2019 at 02:00  Comments (5)  
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Doghouse Magazine – Eine Zeitschrift rund um englische Pubs

Hier in Ludlow in Shropshire ist die Redaktion der Zeitschrift ansässig. In der ersten Ausgabe wurde natürlich auch das berühmte Feathers Hotel  in der Stadt vorgestellt.
Photo © Stephen Richards (cc-by-sa/2.0)

Beim Ludlow Spring Festival im Jahr 2012 wurde ein Projekt aus der Taufe gehoben, in das Jon Saxon schon viel Zeit und viel Herzblut investiert hatte…und das auf zwei Zufällen basierte. Zufall 1: Jon Saxon kam während eines Spaziergangs plötzlich die Idee, eine Zeitschrift auf den Markt zu bringen, die sich mit dem Thema „Pub“ beschäftigen sollte. Saxon hatte schon Erfahrung mit dem Publizieren von Zeitschriften; RubberDuckMag heißt sein Automagazin, das bereits Anklang gefunden hatte. Zufall 2: Jon Saxon hatte beim Grand National auf ein Pferd gewettet, dem eigentlich keine große Gewinnchancen zugeschrieben wurden, doch das Pferd gewann tatsächlich, und da die Quote für Saxon sehr gut war, strich er einiges an Geld ein, das für die Konzipierung des Doghouse Magazines verwendet wurde.

Die jeweiligen Ausgaben der Zeitschriften sind Themenhefte, die sich mit einer bestimmten Region beschäftigen, und da Jon Saxon in Ludlow  in Shropshire wohnt, widmete er die Erstausgabe seiner Stadt und der Umgebung und stellte darin Pubs und Cafés vor. In den folgenden Ausgaben des Magazin wurde der Radius immer größer. In Heft 2 lag der Schwerpunkt auf Gasthäusern in einem Umkreis von 30 Kilometern um Ludlow, und so ging es immer weiter bis zur aktuellen Ausgabe Nummer 6, in der Liverpool im Mittelpunkt steht.

Herausgeber Jon Saxon arbeitet mit einem Team zusammen, in dem der ebenfalls in Ludlow ansässige Richard Stanton, neben weiteren, für die Fotos zuständig ist. Stanton ist Berufsfotograf und arbeitet für namhafte britische Tageszeitungen.
Die Illustrationen für das Doghouse Magazine fertigt Nanna Koekoek an, die ein außergewöhnliches Hobby hat: Sie fotografiert Teppichböden in Pubs und hat in diesem Jahr sogar schon einmal eine Ausstellung ihrer Fotografien in der Kunstgalerie Tate Liverpool gehabt. Hin und wieder führt Nanna Pub Carpet Crawls durch und zeigt den Teilnehmern die unterschiedlichsten Arten von Teppichböden in Gasthäusern.

Die bisher erschienen sechs Ausgaben zeigen jeweils einen Hund auf dem Titelbild, um dem Namen des Magazins gerecht zu werden. Die noch erhältlichen Druckaugaben kosten jeweils £4.95, die Digitalausgaben £0.99.

Published in: on 26. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Ed Glinert: Literary London

Foto meines Exemplares.

Ed Glinerts Buch „Literary London: A Street-By-Street Exploration of the Capital’s Literary Heritage“ erschien bereits im Jahr 2000 unter dem Titel „A Literary Guide to London“ und wurde 2007 unter dem neuen Titel wieder veröffentlicht und auf den neuesten Stand gebracht.

Ed Glinert hat seinen literarischen Führer durch London in die großen Regionen (Central, East, Southeast usw.) eingeteilt und darunter dann die jeweiligen Stadtteile abgehandelt. Straße für Straße führt uns der Autor durch die Stadt und macht uns auf die Häuser aufmerksam, in denen einmal die Größen der britischen Literatur gewohnt haben.

Wer läuft uns bei dieser Tour am häufigsten über den Weg? Natürlich Charles Dickens. Es ist schon erstaunlich, wo dieser Mann überall gewohnt und gewirkt hat. Kein anderer Schriftsteller hat im Index so viele Eintragungen wie er. „There is little of London that isn’t Dickensian, so intensely did the author walk its streets…“ heißt es denn auch im Buch. Beispiel: 48 Doughty Street, in die Dickens 1837 zog und wo sich heute das Charles Dickens Museum befindet.

Auch George Orwell begegnen wir häufig auf den Rundgängen durch die Stadt, zum Beispiel in der Church Road Nummer 116 in Hayes, wo er in den 1930er Jahren in einer Schule unterrichtete (heute ist dort das Fountain House Hotel untergebracht). Orwell äußerte sich über den Stadtteil Hayes sehr negativ: „One of the most god-forsaken places I have ever struck“.

Ed Glinert widmet Conan Doyles Sherlock Holmes ein eigenes achtseitiges Kapitel, und da bewegen wir uns nicht nur in der Baker Street, sondern u.a. auch in der Northumberland Street, wo der berühmte Sherlock Holmes Pub in der Hausnummer 11 anzutreffen ist.

Das Buch ist nach wie vor im Buchhandel erhältlich und jedem an Literatur interessierten Londonbesucher zu empfehlen.

Ed Glinert: Literary London: A Street-By-Street Exploration of the Capital’s Literary Heritage. Penguin 2007. 435 S. ISBN 978-0-141-02624-4.

48 Doughty Street und das Charles Dickens Museum.
Photo © Julian Osley (cc-by-sa/2.0)

Die Church Road 116 in Hayes, wo George Orwell einst unterrichtete.
Photo © Brian Robert Marshall (cc-by-sa/2.0)

Der Sherlock Holmes Pub in der Northumberland Street.
Photo © PAUL FARMER (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 25. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

24. Juli 1969 – Ein Blick auf die britischen Musikcharts vor 50 Jahren

Ich werfe immer mal wieder gern einen Blick auf die Musikcharts früherer Zeiten , was ich auch heute tun möchte. Wer war unter den Top Ten der UK Charts heute vor 50 Jahren? Und vor allem, welche Namen kennt man fast gar nicht mehr?

Auf Platz 1 standen die Rolling Stones mit „Honky Tonk Women„, Platz 2 nahm die Plastic Ono Band mit „Give Peace a Chance“ ein, dazu brauche ich nichts weiter zu sagen.

Auf Platz 3 dagegen steht eine Band, die so gut wie in Vergessenheit geraten ist: Thunderclap Newman. Sie existierte nur kurz von 1969 bis 1971 und wurde nach dem Pianisten Andy „Thunderclap“ Newman (er starb 2016 im Alter von 73 Jahren) benannt. Ihr einziger nennenswerter Hit war „Something in the Air„, gesungen von John David Percy „Speedy“ Keen, der den Song auch geschrieben hatte.

In the Ghetto“ von Elvis Presley nahm Platz 4 der Charts ein, und Robin Gibb mit „Saved by the BellPlatz 5. Auch diese beiden Interpreten sind hinreichend bekannt.

Die Formation Amen Corner, die mit „Hello Suzie“ auf Platz 6 stand, ist heute auch nicht mehr vielen bekannt. Andy Fairweather-Low war der Sänger der von 1966 bis 1969 existierenden walisischen Band, deren größter Hit „(If Paradise is) Half as Nice“ war.

Desmond Dekker and the Aces fand man auf Platz 7 mit dem Titel „It Mek„. Der jamaikanische Sänger hatte ein Jahr zuvor seinen größten Erfolg mit „Israelites“, der es bis auf Platz 1 der britischen Charts schaffte. Dekker war bis zu seinem Tod im Jahr 2006 aktiv. „It Mek“ heißt auf jamaikanisch-kreolisch soviel wie „Aus diesem Grund“.

Goodnight Midnight“ stand auf Platz 8 und wurde von einer Sängerin interpretiert, die außerhalb Großbritanniens wohl kaum noch jemand kennt: Clodagh Rogers. Bis Ende der 1990er Jahre nahm sie Songs auf, von denen aber nur wenige die Charts erklommen. 1971 vertrat sie das Vereinigte Königreich beim Eurovision Song Contest in Dublin mit „Jack in the Box“ und erreichte dabei Platz 4.

Auf Platz 9 der britischen Charts heute vor 50 Jahren stand die Band Marmalade mit „Baby Make It Soon„. Ihr einziger Hit, der die Spitze der Hitparade erreichte, war das Beatles-Cover „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ (1968). Marmalade löste sich in den 1970er Jahren allmählich auf, tritt aber in unterschiedlicher Zusammensetzung bis heute bei Oldiekonzerten auf.

Platz 10 schließlich nahm eine heute vergessene Band auf: Family Dogg mit „Way of Life„. Sie nahm eine Handvoll Singles und ein Album auf, dann löste sich die Formation 1976 auf. Die bekanntesten Mitglieder waren die bis heute auch in Deutschland populären Albert Hammond („It Never Rains in Southern California“) und Ireen Sheer, die auch immer noch einmal bei Schlagersendungen im deutschen Fernsehen auftritt.

Published in: on 24. Juli 2019 at 02:00  Comments (1)  

Pickles – Ein Londoner Hund, der 1966 weltweit für Schlagzeilen sorgte

Author: Mpilcher84
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Durch den  Süd-Londoner Stadtteil Upper Norwood schlängelt sich die Straße Beulah Hill. An einem der Bäume am Straßenrand ist ein blaues Schild befestigt, das an eine Begebenheit aus dem Jahr 1966 erinnert, bei der ein kleiner Mischlingshund namens Pickles eine große Rolle gespielt hatte. Diese kleine Spürnase fand nämlich etwas, wonach die Polizei Londons vergeblich gesucht hatte.

1966 fand vom 11. bis zum 30. Juli  in England die Fußballweltmeisterschaft statt, mit dem spektakulärem Finale England gegen die Bundesrepublik Deutschland. Damals erhielt der Weltmeister den Jules-Rimet-Pokal, der 3,8 kg wog und aus vergoldetem Sterlingsilber bestand. Einige Monate vor Beginn des Turniers wurde der Pokal in der Westminster Central Hall im Zuge einer Briefmarkenausstellung in London schon einmal gezeigt, natürlich schwer bewacht, denn er sollte ja Ende Juli der Siegermannschaft ausgehändigt werden. Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen verschwand der Pokal am Sonntag, dem 20. März spurlos. Man kann sich vorstellen, dass sich das Sicherheitspersonal damals so einiges anhören musste. Am Tag darauf verlangte ein anonymer Anrufer ein Lösegeld in Höhe von £15 000. Sollte es nicht zur Übergabe kommen, würde der Jules-Rimet-Cup eingeschmolzen werden. Die Polizei wurde eingeschaltet, eine fingierte Geldübergabe arrangiert und dabei ein Kleinkrimineller festgenommen, der behauptete, nur ein Mittelsmann zu sein, der im Auftrag eines Unbekannten handelte; der Pokal blieb verschwunden.
Exakt eine Woche nach dem Diebstahl ging David Corbett an diesem Sonntagmorgen mit seinem Hund Pickles entlang der Straße Beulah Hill spazieren. Wie immer schnüffelte der Hund an allem, was ihm unter die Nase kam, so auch an einem verschnürten Paket am Straßenrand. Sein Herrchen guckte nach, was sich darin befand…und das war der vermisste Pokal, den Mr. Corbett bei der nächsten Polizeiwache ablieferte. Es sprach sich wie ein Lauffeuer in London herum, dass ein Hund die Trophäe gefunden hatte. Pickles nahm den Ruhm gelassen hin, David Corbett erhielt £5000 Belohnung, da hatte sich doch der Sonntagsspaziergang gelohnt.

Pickles wurde mit einer Medaille ausgezeichnet, zum „Hund des Jahres“ ernannt und erhielt eine Rolle in dem Spielfilm „The Spy with a Cold Nose“ (dt. „Der Spion mit der kalten Nase“). Von der Belohnung kaufte sich David Corbett ein Haus in Lingfield (Surrey), wo auch Pickles hinzog. Leider starb der Hund ein Jahr nach seiner ruhmreichen Tat. Bei der Jagd nach einer Katze hatte er sich selbst an seinem Halsband stranguliert.

In diesem Film kommt David Corbett zu Wort und erzählt die Geschichte noch einmal.

Westminster Central Hall: Von hier verschwand der Jules-Rimet-Pokal.
Photo © PAUL FARMER (cc-by-sa/2.0)

…und wurde hier in Upper Norwood an der Straße Beulah Hill von Pickles aufgespürt.
Photo © Dr Neil Clifton (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 23. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Bob Barton: Unusual Pubs By Boot, Bike and Boat

Foto meines Exemplares.

Im Laufe der Jahre habe ich in meinem Blog eine Fülle von Pubs vorgestellt, die auf die eine oder andere Weise ungewöhnlich sind. Bob Barton hat in seinem Buch 150 dieser Gasthäuser zusammengefasst. Es heißt „Unusual Pubs By Boot, Bike And Boat: 150 extraordinary licensed premises to visit around Britain„. Barton hat sie alle aufgesucht, vorzugsweise, wie es im Untertitel lautet, zu Fuß, per Rad oder per Boot; das Auto blieb also in den meisten Fällen zu Hause, was natürlich sehr gut in die heutige Zeit passt. Zu jedem der 150 Artikel werden die Anfahrtswege beschrieben, gegebenenfalls die Nummern der Wege des National Cycle Networks angegeben und, falls der Pub per Boot erreichbar ist, weist Bob Barton daraufhin, ob es dort eine Anlegestelle gibt. Sehr schöne Farbfotos von jedem einzelnen Pub ergänzen die Beschreibungen.

Hier sind einige Beispiele:
The Fleece Inn in Bretforton bei Evesham in Worcestershire – Ein uralter Pub, der dem National Trust gehört und den ich schon mehrfach aufgesucht habe. Es lohnt sich…wenn man denn einen Parkplatz in der Nähe findet.

The Yew Tree Inn in Cauldon (Staffordshire) – Ein Pub, den ich in guter Erinnerung habe und der vollgestopft ist mit Kirchenbänken, Polyphonen, alten Fahrrädern, einem Paar Seidenstrümpfen, die einst Königin Victoria gehörten usw. usw.

The Pack o‘ Cards in Combe Martin (Devon) – Ein sehr exzentrisches Gebäude, das wie ein Kartenspiel gebaut worden ist.

The Castle Inn in Edgehill (Warwickshire) – Der Pub steht am Rand des Schlachtfelds von Edgehill (1642) und ist in einem burgartigen Gebäude untergebracht mit achteckigem Turm und Zugbrücke.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Pub-Liebhaber!

Bob Barton: „Unusual Pubs By Boot, Bike And Boat: 150 extraordinary licensed premises to visit around Britain. Halsgrove 2017. 144 Seiten. ISBN 978-0-85704-305-4.

The Fleece Inn in Bretforton (Worcestershire).
Photo © Trevor Harris (cc-by-sa/2.0)

The Yew Tree Inn in Cauldon (Staffordshire).
Photo © Jonathan Clitheroe (cc-by-sa/2.0)

The Pack o‘ Cards in Combe Martin (Devon).
Photo © Roger Cornfoot (cc-by-sa/2.0)

The Castle Inn in Edgehill (Warwickshire).
Photo © Graham Hogg (cc-by-sa/2.0)

 

 

Haileybury – Ein renommiertes College in Hertfordshire und seine rebellischen Schüler im Jahr 1900

Haileybury College.
Photo © Chris Hunt (cc-by-sa/2.0)

Haileybury ist ein College in Hertfordshire, südöstlich der Grafschaftshauptstadt Hertford gelegen, das sich einen sehr guten Ruf erworben hat, der bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Zu den Alumnis der Schule gehören zum Beispiel Sir Alan Ayckbourn, Autor von Theaterkomödien, der Regisseur und Filmproduzent Christopher Nolan, die durch ihr Mandolinenspiel berühmt gewordene und schon früh verstorbene Alison Stephens und der Premierminister Clement Attlee (1945-1951).

Um letzeren geht es in meinem heutigen Blogeintrag. Der 17jährige Attlee sorgte im Jahr 1900 für Aufregung in der Haileybury School und legte sich mit dem Headmaster an, einem gewissen Edward Lyttleton, der von 1890 bis 1905 ein strenges Regiment in der Schule führte. Was war der Grund für die Mini-Rebellion? Im Jahr 1900 gab es während der Burenkriege den sogenannten Relief of Ladysmith, als die britischen Truppen den Belagerungsring der Buren in der Stadt Ladysmith in Südafrika durchbrachen und einen entscheidenden Sieg errungen.

In England wurde das Ereignis gefeiert und aus Freude über den Sieg gaben viele Schulen ihren Schülern einen halben Tag frei. Nicht so in Haileybury, wo Edward Lyttleton dies seinen Schülern verweigerte. Es wurde vermutet, dass der Schulleiter mit den Buren sympathisierte. Der 17jährige Clement Attlee wollte diesen unfreundlichen Akt des Headmasters nicht hinnehmen und organisierte einen „Walk out“, das heißt unter Attlees Führung genehmigten sich die Schüler ihren freien Tag einfach selbst. Von Haileybury aus zogen sie, unter dem Absingen patriotischer Lieder, erst nach Hertford, dann nach Ware und kehrten anschließend wieder in ihre Schule zurück.
Lyttleton war alles andere als „amused“, nahm sich die widerborstigen Schüler vor und verabreichte ihnen eine Tracht Prügel, was damals durchaus erlaubt war und nicht selten vorkam; auch der spätere Premierminister erhielt Schläge von seinem Headmaster.
Im Jahr darauf verließ Attlee Haileybury und ging in das University College von Oxford, wo er ein Geschichtsstudium aufnahm.

Hier ist das College im Film zu sehen.

Das Londoner Hammersmith Hospital oder Wie einmal ein Krimi von Agatha Christie einem kleinen Mädchen das Leben rettete

Das Hammersmith Hospital.
Photo © David Hawgood (cc-by-sa/2.0)

Agatha Christie, die Queen of Crime, veröffentlichte im Jahr 1961 wieder einmal einen Kriminalroman, der den Titel „The Pale Horse“ (dt. „Das fahle Pferd“) trug, nach dem Bibelzitat „Da sah ich ein fahles Pferd; und der, der auf ihm saß, heißt der Tod…“. Hätte es diesen Roman nicht gegeben, so wäre 1977 ein kleines arabisches Mädchen gestorben. Hier ist die Geschichte:

Eine arabische Familie flog 1977 von Katar aus nach London, um dort ihr todkrankes 19 Monate altes Mädchen behandeln zu lassen. Die Ärzte in ihrem Heimatland waren ratlos und konnten sich den schlechten Gesundheitszustand des Kindes nicht erklären. So hofften die Eltern, in London Mediziner zu finden, die ihm helfen konnten.
Sie suchten sich das Hammersmith Hospital aus, ein Lehr- und Forschungskrankenhaus an der Du Cane Road im Westen Londons. Das Mädchen kam dort sofort auf die Intensivstation, wo man alle möglichen Tests durchführte, um der seltsamen Erkrankung auf die Spur zu kommen, doch auch die Spezialisten im Hammersmith Hospital waren erfolglos; das Mädchen war offenbar nicht zu retten. Da geschah ein kleines Wunder. Die Krankenschwester Marsha Maitland, die auf der Intensivstation arbeitete, las gerade ein Buch von Agatha Christie, oben genanntes „The Pale Horse“, darin ging es um Morde, die erst niemand aufklären konnte. Den Opfern gemein war, dass ihnen allen die Haare ausgefallen waren…und genau das passierte auch mit dem arabischen Mädchen. Marsha Maitland las in dem Krimi, dass die Opfer an einer Thallium-Vergiftung gestorben waren. Als die behandelnden Ärzte auf ihrer morgendlichen Runde auch wieder bei dem kranken Mädchen vorbei kamen, machte die Krankenschwester den Vorschlag, das Kind auf Thallium zu untersuchen, und siehe da, ein Urintest ergab einen extrem hohen Wert an diesem Element.
Das Krankenhaus holte sich noch den Rat eines etwas ungewöhnlichen Experten für Thallium-Vergiftungen ein. Im Gefängnis Wormwood Scrubs, gegenüber vom Hammersmith Hospital, saß ein Mann ein, der einen großen Teil seiner Familie mit Thallium umgebracht hatte und die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser Vergiftung genau kannte. Dieser Lebenslängliche konnte entsprechende Hinweise geben, die die Ärzte sofort in die Tat umsetzten und tatsächlich, dem Kind ging es von Tag zu Tag besser. Nach einiger Zeit konnten die Eltern mit ihrem genesenen Kind wieder zurück nach Katar fliegen. Da Thallium dort in der Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurde, vermutete man, dass das Mädchen damit irgendwie in Berührung gekommen war.

Der Dank für dieses kleine Wunder geht an Agatha Christie und an Marsha Maitland.

Noch ein Wort zu „The Pale Horse“. In diesem Roman wirken die beiden Spürnasen Miss Marple und Hercule Poirot nicht mit; der Fall wird von Mark Easterbrook und Ginger Corrigan gelöst, von denen man in anderen Christie-Krimis nichts mehr hört. In der TV-Krimiserie „Agatha Christie’s Miss Marple“ mit Julia McKenzie in der titelgebenden Hauptrolle gibt es auch eine Episode „The Pale Horse“, was natürlich mit der Romanvorlage nicht überein stimmt.

Foto meines Exemplares.

Alte Stadttore…im Bild

Micklegate Bar in York,
Eigenes Foto.

„Ein Stadttor war bis zur frühen Neuzeit der meist besonders verstärkte Durchlass durch die Ringmauer einer Stadt. Türme und Tore dienten neben der Stadtmauer dazu, den Stadtkern gegenüber Feinden zu schützen“, so die Definition der Wikipedia zu dem Begriff „Stadttor“. In alten englischen Städten finden wir besonders schöne Exemplare von „city gates“ bzw. „town gates“; ich hoffe noch möglichst lange. Auf meinen Englandreisen sind mir besonders die Stadttore von York in Erinnerung geblieben, die dort „Bar“ heißen. Die großen Vier sind in der Stadt Bootham Bar, Monk Bar, Walmgate Bar and Micklegate Bar, plus zwei kleinere Exemplare, Victoria Bar und Fishergate Bar.
In Canterbury ist es das imposante West Gate, in dem ein Museum untergebracht ist, Southampton kann sich mit seinem Bar Gate brüsten und in London steht das schön anzusehende Temple Bar.

Hier sind einige besonders schöne Stadttore im Bild festgehalten.

Canterburys West Gate.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Das Bar Gate in Southampton.
Photo © Rudi Winter (cc-by-sa/2.0)

Temple Bar in London.
Photo © Rod Allday (cc-by-sa/2.0)

Strand Gate in Winchelsea (East Sussex).
Photo © PAUL FARMER (cc-by-sa/2.0)

Southgate in King’s Lynn (Norfolk).
Photo © Richard Humphrey (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 19. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Die World Pea Shooting Championships in Witcham (Cambridgeshire)

Nur wenige Autominuten von der Kathedralenstadt Ely entfernt, liegt der kleine Ort Witcham in der Grafschaft Cambridgeshire. Einmal im Jahr, am zweiten Samstag des Monats Juli, fallen Männer und Frauen aus nah und fern in das Dorf ein, die eine besondere Fähigkeit haben: Sie können Erbsen sehr gezielt pusten. Auf dem Village Green von Witcham präsentieren sie ihre Künste im Rahmen der World Pea Shooting Championships.

Seit 1971 wird der Wettbewerb hier ausgetragen, der auf den Schulleiter der örtlichen Schule John Tyson zurückgeht. Der hatte nämlich immer die Erbsen und Blasrohre der Schüler „konfisziert“, die sich unerlaubterweise auf dem Schulgelände gegenseitig mit Erbsen beschossen.

Die Regeln für die „Erbsenpusten-Weltmeisterschaften“ sind einfach. Jeder der Teilnehmer bekommt die Erbsen zugeteilt, das Blasrohr darf er/sie selbst mitbringen. Aus einer Entfernung von etwa vier Metern müssen die Teilnehmer mit Hilfe ihres Blasrohrs die Erbsen auf eine 30cm große Scheibe abschießen, die in drei Ringe unterteilt ist. Wer die Mitte der Scheibe trifft, erhält 5 Punkte, der zweite Ring liefert 3 Punkte und der äußere Ring bringt einen Punkt. Die fünf besten „Schüsse“ werden addiert, fertig.

Bei den 49. Weltmeisterschaften am 13. Juli 2019 wurde Ian Ashmeade wieder einmal Champion wie schon im Jahr zuvor, bei den Damen konnte Sally Redman-Davies am besten pusten und wurde zweimal nacheinander Weltmeisterin. Ian Ashmeade wurde im vorigen Jahr eine besondere Ehre zuteil: Witchams Pub The White Horse bekam ein neues Wirtshausschild, auf dem der Kopf des Erbsenpusters samt dem für ihn typischen Helm abgebildet ist, natürlich fehlt das namensgebende weiße Pferd auch nicht.

Noch ein Wort zu den Pusteröhrchen. Manche benutzen ein ganz normales Rohr, es gibt aber auch welche, die ein „State-of-the-Art High-Tech-Rohr“ einsetzen, mit integrierter Lasertechnik.

Im nächsten Jahr kommt es zu einem Jubiläum, dann werden die 50. World Pea Shooting Championships ausgetragen.

Hier sind Bilder von den diesjährigen Weltmeisterschaften.

Das Village Green von Witcham während der Championships.
Photo © Stuart Shepherd (cc-by-sa/2.0)

Das neue Wirtshausschild vom White Horse mit dem Pea Shooting Weltmeister Ian Ashmeade darunter, neben ihm steht Landlady Linda Elbourne .
Author: Yiipeeia
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Stand-up Comedians: Alexei Sayle

Comedian Alexei David Sayle ist ein echter Liverpudlian. Er wurde am 7. August 1952 im Stadtteil Anfield geboren (dort, wo Jürgen Klopps Liverpool FC spielt) und wuchs in der Stadt der Beatles auf. „Alexei Sayle’s Liverpool“ hieß auch seine dreiteilige Fernsehshow, die 2008 ausgestrahlt wurde.
Entdeckt wurde Alexei Sayle 1980 auf dem Edinburgh Festival Fringe, Startrampe vieler später erfolgreicher Comedians. Er bekam eine eigene Show beim Londoner Radiosender Capital Radio und hatte 1982 seinen ersten Auftritt im britischen Fernsehen.
1984 war er mit „Ullo John! Gotta New Motor(hier ist das exzentrische Musikvideo) in den Charts zu finden, dem zwei weitere Singles folgten.
Auch als Filmschauspieler betätigte sich Sayle; so war er in den Spielfilmen „Gorky Park“ (1983) und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) zu sehen.

Weiterhin ist Alexei Sayle Autor von neun Büchern, darunter seine Autobiografie „Stalin Ate My Homework(2010): „A memoir about how Liverpool, Communism and a mother that his teachers were frightened of, made him want to leave home and make people laugh“.
Der zweite Teil seiner Autobiografie heißt „Thatcher Stole My Trousers“ und erschien 2016.

Seine aktuelle Radioshow trägt den Titel „The Absence of Normal“ und wird von BBC Radio Four gesendet.

Hier ist ein Sayle-Sketch zu sehen…,den sich Katzenfreunde besser nicht ansehen sollten.

Published in: on 17. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Opera House in Tunbridge Wells (Kent) – Einer der ungewöhnlichsten und schönsten Pubs Englands

An der Mount Pleasant Road in Tunbridge Wells (Kent) findet man einen der außergewöhnlichsten Pubs in ganz England, The Opera House, der zu der J. D Wetherspoon-Kette gehört, unter deren Dach sich viele Pubs versammelt haben, die über ein besonderes Ambiente verfügen.

Das imposante Gebäude wurde im Jahr 1902 als Opernhaus erbaut, in dem bis 1931 Aufführungen stattfanden (die erste war Gilbert and Sullivans „Mikado“). Eine Kuppel krönt das Gebäude, auf der einmal eine Statue des nackten Götterboten Merkur stand, die aber in den 1920er Jahren abgenommen wurde. Vielleicht erschien sie den Bewohnern der Stadt zu anstößig? Das Innere des Opernhauses hatte man pompös in neo-barockem Stil gestaltet, mit Logen rechts und links von der Bühne, Kronleuchtern und reichen Verzierungen. Leider hielt sich die Oper nicht allzu lange in der Bäderstadt, denn bereits 1931 wurden statt Gilbert and Sullivan-Aufführungen Spielfilme gezeigt, ein Kino hatte das Haus übernommen. Nach Beschädigungen und Bränden im Zweiten Weltkrieg, deutsche Flugzeuge hatten, aus welchen Gründen auch immer, Tunbridge Wells bombardiert, wurde The Opera House wieder hergestellt. In den 1960er Jahren hatten die Bewohner der Stadt nicht mehr so richtig Lust ins Kino zu gehen, so dass sich hier stattdessen eine Bingohalle etablierte. 1996 übernahm schließlich die Wetherspoon-Pubgruppe das wunderschöne Haus und machte daraus einen Pub.

Heute kann man in dem außergewöhnlichen Ambiente genüsslich seine Pints trinken, zu Mittag oder zu Abend essen und sich die Bilder an den Wänden ansehen, die, wie so oft in Wetherspoon-Pubs, die Geschichte der Häuser näherbringen.

Einmal im Jahr geschieht etwas Besonderes im Opera House, wenn der Name des Etablissements erneut zu seinen Ehren kommt. Dann wird hier wieder eine Oper aufgeführt. Die Tische werden von der Bühne entfernt, und die Merry Opera Company bestimmt das Geschehen im Pub. Das nächste mal am 16. Februar 2020, wenn Mozarts Don Giovanni auf dem Programm steht.

Dieser sehr interessante Film zeichnet die Geschichte des Opera House nach.

The Opera House
88 Mount Pleasant Road
Royal Tunbridge Wells
Kent
TN1 1RT 

Die Londoner Cremorne Gardens an der Themse in Chelsea

Im Londoner Stadtteil Chelsea liegt direkt an der Themse, eingerahmt von Wohnblocks, ein kleiner Park namens Cremorne Gardens. Ein sehr schönes schmiedeeisernes Tor führt in den Park, der auch über eine eigene Schiffsanlegestelle verfügt. Es handelt sich hier um ein winziges Überbleibsel eines einst riesigen Geländes, das auf eine bewegte Vergangenheit zurückschauen kann. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Sportstätte eingerichtet, in der geboxt, gefechtet und geschwommen wurde (und nach einem Viscount Cremorne benannt ist), entwickelte sich das Gelände weiter zu einem großen Vergnügungspark. Das Publikum wurde durch alle möglichen Amüsements unterhalten wie Feuerwerke, Tanzveranstaltungen, Theateraufführungen usw. usw.

Eine Madame Geneviève begeisterte 1861 die Parkbesucher durch eine waghalsige Überquerung der Themse auf einem Seil, ganz im Stil eines Charles Blondin. Sehr beliebt war das Zuschauen bei Ballonaufstiegen, die immer wieder in den Cremorne Gardens stattfanden. Der berühmte Ballonfahrer Charles Green sorgte einmal für Aufsehen, indem er, begleitet von einer Dame und einem Leoparden, vom Park aus abhob. 1864 startete ein weiterer berühmter Aeronautiker gleich zweimal von hier aus: Der Franzose Eugène Godard, der einmal in Greenwich und das zweite Mal in Walthamstow landete.

Einige Zeit später ging es mit den Cremorne Garden bergab. Eine ganz andere Klientel, die einen schlechten Ruf hatte, traf sich im Park („a nursery of every kind of vice“ wie es in einem Pamphlet hieß), und so wurde er 1877 geschlossen. Das Gelände bebaute man nach und nach, bis nur noch der kleine Park übrig blieb, der 1982 neu eröffnet wurde.

Das wunderschöne Eingangstor stand viele Jahre lang auf dem Gelände der Bowden’s Brewery in der Kings Road, wurde 1981 restauriert und 1997 wieder an alter Stelle aufgebaut.

Hier ist ein kleiner Spaziergang durch die Anlage im Film.

Das schöne Original-Eingangstor.
Photo © David Martin (cc-by-sa/2.0)

Die Schiffsanlegestelle.
Photo © David Martin (cc-by-sa/2.0)

Mein Buchtipp – Sue Clifford & Angela King: England in Particular“

Foto meines Exemplares.

1,5 Kilogramm bringt das schwergewichtige Buch auf die Waage und es ist jedes Gramm wert. „England in Particular: A Celebration of the commonplace, the local, the vernacular and the distinctive“ heißt es und wurde von Sue Clifford und Angela King verfasst, zwar schon im Jahr 2006, aber das spielt keine Rolle, denn es ist in weiten Teilen nach wie vor aktuell. Das Buch ist problemlos für wenig Geld antiquarisch zu bekommen.

„As vital as it is joyous, and as timely as it is inspired . . . It should join Shakespeare and the Bible as a „must have“ on any English man or woman’s desert island“, so beurteilt der Journalist und Fernsehkoch Hugh Fearnley-Whittingstall absolut zutreffend das Buch, an dem die beiden Autorinnen, zusammen mit einer ganzen Heerschar von Hilfskräften und Rechercheuren, über 20 Jahre lang gearbeitet haben.

Worum geht es in dem Buch? Es ist ein Lexikon, in dem alles, was typisch englisch ist, zusammengetragen wurde. Es beginnt mit A wie „Abbeys“ und endet mit Z wie „Zigzags“ (kurvenreiche Wege und Straßen). Dazwischen gibt es, um nur wenige Beispiele zu nennen, Artikel über Caves, Eleanor Crosses, Harvest Festivals, Pele Towers, Shire Horses, Terriers, Weather Vanes und Yew Trees. Zu jedem Artikel wird im Anhang weiterführende Literatur genannt und auf thematisch ähnliche Beiträge im Buch hingewiesen.

Fazit: Dieses umfangreiche Werk ist für jeden Englandfan ein „must have“, wie Mr. Fearnley-Whittingstall sagt, in dem man sich immer wieder fest liest.

Sue Clifford & Angela King: England in Particular: A Celebration of the commonplace, the local, the vernacular and the distinctive. Hodder&Stoughton 2006. 512 Seiten. ISBN  978-0340826164.

Von A wie Abbey (hier die Rievaulx Abbey in North Yorkshire)…
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

…bis Z wie Zigzags (hier bei Bournemouth).
Photo © Chris Downer (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 14. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  

The Broadbent Theatre in Wickenby (Lincolnshire) – Ein Theater im ländlichen Raum mit einem berühmten Präsidenten

Heute machen wir uns auf den Weg nach Lincolnshire, in ein kleines Dorf namens Wickenby, nordöstlich der Grafschaftshauptstadt Lincoln. Rund 200 Menschen leben hier im ländlichen Lincolnshire. Nebenan liegt ein Flugplatz auf dem ehemaligen Gelände der RAF Wickenby. Die Parish Church Saint Peter and St Lawrence wurde von dem berühmten Architekten Sir George Gilbert Scott restauriert, der nächste Pub, The White Hart, liegt im Nachbardorf Lissington. Nicht viel los in Wickenby? Doch! Das Dorf ist stolz auf sein Theater, das The Broadbent Theatre heißt und an der Snarford Road zu finden ist, einer schmalen Straße, an der zwei Autos gerade einmal so aneinander vorbei kommen.

Broadbent? Da klingelt doch was? Gegründet wurde das Theater von Roy Broadbent (1915-1972), einem Bildhauer und talentierten Amateurschauspieler, Vater des berühmten Schauspielers Jim Broadbent, der mit vielen Auszeichnungen versehen worden ist (Academy Award, Golden Globe Awards usw.) und der 1949 im Nachbardorf Holton cum Beckering geboren wurde.

Vater Broadbent und seine Frau Dee versammelten während des Zweiten Weltkriegs eine Gruppe von Kriegsdienstverweigerern um sich, die Ambitionen zum Theaterspielen hatten und die sich The Holton Players nannten. Nach dem Krieg spielten sie in einer alten Nissenhütte, die sie der RAF abgekauft hatten. Als diese abgebrannt war, diente ein Raum in der Holton Hall einige Jahre lang als Bühne, bis 1970 in Wickenby eine nicht mehr genutzte Methodistenkirche auf den Markt kam und diese von der Theatergruppe gekauft und umgebaut wurde. Aus den Holton Players entstanden die Lindsey Rural Players, die bis heute das Theater am Leben halten.

Kurz nach der Eröffnung des Theaters starb Roy Broadbent und ihm zu Ehren entstand der Name The Broadbent Theatre. Sein Sohn Jim ist heute Präsident der Lindsey Rural Players, und man kann sich vorstellen, dass sowohl das Dorf als auch die Theatergruppe stolz darauf sind.

Es wird eine bunte Mischung an Aufführungen angeboten, und es ist erstaunlich, dass hier im ländlichen Bereich immer genug Besucher kommen, um sie sich anzusehen. 100 Menschen passen in das kleine Theater hinein, wobei ich mich frage, wo die alle ihre Autos abstellen, denn Parkplätze gibt es weit und breit nicht.

Hier ist ein kleiner Blick hinter die Kulissen des Theaters.

The Broadbent Theatre
Snarford Road
Wickenby
Lincolnshire
LN3 5AW  

Holton cum Beckering: Hier wurde Jim Broadbent geboren und hier entstand die Theatergruppe The Holton Players.
Photo © Ian S (cc-by-sa/2.0)

 

Ghost Walks in der Küstenstadt Whitby in North Yorkshire

Eigenes Foto

Nicht nur in York gibt es Ghost Walks (s. dazu meinen Blogeintrag), auch in den Küstenorten Robin Hood’s Bay und in Whitby in North Yorkshire werden Geistertouren angeboten und von den Touristen gern angenommen.

Da gibt es in Whitby einmal denOriginal Ghost Walk„, der um 20 Uhr am Market Place in der Church Street beginnt und das schon seit über 25 Jahren.
Um 19.30 Uhr startet ein anderer Ghost Walk mit Dr Crank, der die Teilnehmer 75 Minuten lang durch die Küstenstadt führt und dabei gruselige Geschichten vom Screaming Tunnel und dem Headless Horseman erzählt. Treffpunkt für diesen Geisterspaziergang ist der Whale Bone Arch, gegenüber vom Royal Hotel.
Da Whitby ja der Ort ist, an dem Dracula englischen Boden betrat (s. hierzu diesen Blogeintrag von mir), gibt es auch eine Tour „In Search of Dracula„. Weitere Details sind auf der Webseite  der Whitby Walks zu finden.

Whitbys Market Place: Treffpunkt für den Original Ghost Walk.
Photo © Bill Henderson (cc-by-sa/2.0)

Der Whale Bone Arch: Treffpunkt für den Ghost Walk mit Dr Crank.
Photo © Pauline E (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 12. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The A6 Murder am 22. August 1961 bei Clophill (Bedfordshire)

Der Deadman’s Hill und die A6: Schauplatz des Verbrechens.
Photo © Rodney Burton (cc-by-sa/2.0)

In den Abendstunden des 22. Augusts 1961 trafen sich der verheiratete Michael Gregsten und seine Geliebte Valerie Storie wieder einmal zu einem Schäferstündchen in Gregstens Auto an einem Kornfeld bei Dorney Reach an der Grenze von Berkshire und Buckinghamshire. Plötzlich erschien ein bewaffneter Mann neben ihnen, der sie in ihrem eigenen Auto kidnappte. Am Deadman’s Hill an der A6, nahe des Ortes Clophill in Bedfordshire, musste Gregsten anhalten und wurde im Auto von dem Kidnapper mit zwei Kopfschüssen getötet. Valerie Storie wurde vergewaltigt und gezwungen auszusteigen, woraufhin der Killer fünf  Schüsse auf sie abfeuerte. Storie überlebte schwer verletzt und war für den Rest ihres Lebens von der Hüfte abwärts gelähmt.

Am 9. Oktober nahm die Polizei in Blackpool einen Kleinkriminellen namens James Hanratty fest,  den Valerie Storie als den Mörder ihres Freundes identifizierte. Während des ganzen Gerichtsverfahrens beteuerte Hanratty seine Unschuld, wurde von den Geschworenen aber für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Am 4. April 1962 hängte man James Hanratty im Bedford Prison auf; er war einer der letzten in England, an dem die Todesstrafe vollstreckt wurde.

Schon während der polizeilichen Untersuchung kamen Zweifel an der Schuld Hanrattys auf. Ein gewisser Peter L. Alphon sagte, dass er den Mord begangen habe, zog dann diese Äußerung wieder zurück und blieb auch weiterhin eine mysteriöse Figur in dem Fall.

Im Laufe der Jahre wurde der Fall Hanratty auf Drängen seiner Familie noch mehrmals neu aufgerollt, aber die Polizei kam zu keinen anderen Ergebnissen. 2001 wurde seine Leiche exhumiert, um eine DNA-Probe zu entnehmen. Aber auch die DNA erwies sich als übereinstimmend mit den Spuren, die am Tatort gefunden wurden. Einige Zweifler hielten es für möglich, dass die DNA kontaminiert worden ist und waren nach wie vor von Hanrattys Unschuld überzeugt. Einen Tag vor seiner Exekution schrieb James Hanratty einen Brief an seinen Bruder, in dem er noch einmal seine Unschuld beteuerte.

Mehrere Bücher wurden über den „A6 Murder“ geschrieben. War James Hanratty wirklich derjenige, der an dem verhängnisvollen Abend an der A6 in Bedfordshire die tödlichen Schüsse auf Michael Gregsten abgab oder wurde hier tatsächlich ein unschuldiger Mensch hingerichtet?

Hier sind Original-Filmaufnahmen aus den 1960er Jahren zu sehen.

Valerie Storie starb am 26. März 2016 in Slough (Berkshire).

Das Buch zum Thema:
Alan Razen: The Inconvenient Truth. CreateSpace Independent Publishing 2014. 110 Seiten. ISBN 978-1500353254. (Das letzte erschienene Buch über den Mordfall).

Das Bedford Prison: Hier wurde die Todesstrafe an James Hanratty vollzogen.
Photo © Dennis simpson (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 11. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Mein Buchtipp – Dieter Berg: Oliver Cromwell – England und Europa im 17. Jahrhundert

Foto meines Exemplares.

Bücher über Oliver Cromwell (1599-1658) waren im deutschen Buchhandel über viele Jahre Mangelware. Zuletzt erschien im Jahr 1993 eine Biografie von Karl Heinz Metz: „Oliver Cromwell : zur Geschichte eines schliesslichen Helden“ im Göttinger Muster-Schmidt-Verlag, von gerade einmal 132 Seiten.

Diese Lücke hat jetzt Dieter Berg mit seinem wissenschaftlich fundierten Werk „Oliver Cromwell – England und Europa im 17. Jahrhundert“ geschlossen. Professor Dr. Dieter Berg ist Historiker und war Lehrstuhlinhaber für mittelalterliche Geschichte an der Universität Hannover. Zuletzt befasste er sich in seinen Büchern mit den Themen „Heinrich VIII“ und „Die Tudors„.

Was mich bei dem Cromwell-Werk besonders beeindruckt, ist der 55-seitige Anhang, der zeigt, auf welchen enorm umfangreichen Recherchen das Buch basiert. Da gibt es u.a. ein 14-seitiges Quellen- und Literaturverzeichnis und zu jedem Kapitel einen Anmerkungsapparat, dessen Erstellung einen riesigen Zeitaufwand erfordert haben dürfte.

Das Buch ist in drei Teile aufgebaut: „Cromwell – Lebensphasen in chronologischer Perspektive“, “ Cromwell – Handlungsstrukturen in systematischer Perspektive“ und „Cromwell – Werk und Wirkung“. Der Autor bezieht in seinem Werk, wie es auch im Untertitel zu erkennen ist, nicht nur die englische, sondern auch die europäische Geschichte mit ein.
Eine eingehende Würdigung würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Wer sich intensiv mit Oliver Cromwell beschäftigen möchte, der kommt an dieser im April erschienenen Monografie nicht vorbei.
Interessanterweise ist die Einleitung zu dem Buch auf den 3. September 2018 datiert, dem 360. Todestag Oliver Cromwells.

Viele Informationen findet man auf den Webseiten der Cromwell Association.

Eine kleine Anmerkung am Rande. Über die Bücher von Dieter Bergs Gattin, Luise Berg-Ehlers, habe ich in meinem Blog schon mehrmals berichtet, zuletzt „Theodor Fontanes Traumorte – Eine besondere Zeitreise von England über Dänemark und Frankreich nach Italien„.

Dieter Berg: Oliver Cromwell – England und Europa im 17. Jahrhundert. Kohlhammer 2019. 243 Seiten. ISBN 978-3-17-033160-0.

Die Cromwell-Statue vor dem Londoner Parlamentsgebäude.
Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 10. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Sunrise Radio – Ein Londoner Rundfunksender, der die südasiatische Gemeinde Großbritanniens bedient

Die London Road in Hounslow. In dem hohen Gebäude im Hintergrund ist der Sender Sunrise Radio zu finden. Das Haus wurde mittlerweile allerdings modernisiert und umgestaltet.
Photo © David Hawgood (cc-by-sa/2.0)

Es gibt Teile englischer Städte, die könnten genauso gut irgendwo in Indien oder Pakistan liegen; die Straßenzüge werden von Geschäften mit fremdländischen Schriftzeichen beherrscht, alte Männer tragen Turbane, ältere Frauen sind in bunte Gewänder gehüllt. Die südasiatische Gemeinde in ganz Großbritannien ist groß, und an die richtet sich das Rundfunkproramm des Senders Sunrise Radio, dessen Hauptquartier in der London Road in Hounslow im Westen von London liegt. An der London Road und der anschließenden High Street reihen sich indische und pakistanische Restaurants aneinander; der Sender ist in einem siebenstöckigen Apartmenthaus untergebracht. „The Greatest Asian Radio Station in the World“ strahlt sein Programm seit dem 5. November 1989 aus und bietet der asiatischen Bevölkerung eine Plattform, auf der sie sich Informationen holen und sich durch Musik ihrer Länder unterhalten lassen kann. Der Einfluss des kommerziellen Senders war und ist sehr groß, die Werbung ist maßgeschneidert auf die Zuhörer zugeschnitten.

Sunrise Radio veröffentlicht regelmäßig die Top Ten der Bhangra Charts, ein Musikstil, in dem traditionelle Elemente mit Pop, Hiphop und moderner indischer Musik gemischt werden, für europäische Ohren etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber auch einen gewissen Reiz wie ich finde. Als Beispiel sind hier die Top 3 der Bhangra Charts in dieser Woche genannt:

Platz 1: „Radio“ von Manni Sandhu ft. Navaan Sandhu

Platz 2: „Jhootiye“ von PBN ft. Raj Bains & Raxstar

Platz 3: „Mattha Mattha“ von Jenny Johal

Wer einmal in das Programm hineinhören möchte: Der „Listen Live„-Startknopf befindet sich ganz unten auf den Webseiten des Senders.

Sunrise Radio
Unit2
694-712 London Road
Hounslow, TW3 1PG

Published in: on 9. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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Helm Wind – Der einzige Wind in England, der einen eigenen Namen führt

Der Helm Wind fällt über Milburn in Cumbria herein.
Photo © Simon Ledingham (cc-by-sa/2.0)

In Südfrankreich ist es der Mistral, auf dem Balkan der Bora und in den Alpen der Föhn, Namen für Fallwinde, die manchmal ganz schön nerven können (die Winde, nicht die Namen). In England gibt es einen einzigen Wind dieser Art, der auch einen eigenen Namen hat: The Helm Wind, zu finden bzw. zu spüren und zu hören ist er in der Grafschaft Cumbria und dort vor allem im Bereich der Cross Fell Range, die in den nördlichen Pennines liegt. Dieser föhnartige Wind kann ganz schön stark blasen und erinnert, wenn er in Hochform ist, an einen dahin donnernden Zug. Die Bewohner des Dörfchens Milburn können ein Lied davon singen, denn hier weht der Helm Wind besonders kräftig und häufig.

Wo der Wind seinen Namen her hat, ist nicht so ganz eindeutig festzustellen, am wahrscheinlichsten ist die Version, dass das Wort „Helm“ von „helmit“ kommt, also Helm oder Kappe, denn wenn der Wind so richtig stark bläst, bildet sich über den Hügeln eine Wolkenkappe, „helm bar“ genannt.

Als erster hatte sich der berühmte britische Klimaforscher Gordon Valentine Manley (1902-1980) in den 1930er Jahren mit dem Helm Wind beschäftigt und das Phänomen ausgiebig untersucht.

In diesem Zeitraffer-Film kann man optisch sehen wie sich der Helm Wind entwickelt und hier kann man ihn auch hören.

Die Helm Bar bei Milburn in Cumbria.
Photo © Andrew Smith (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 8. Juli 2019 at 02:00  Comments (1)  
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Englische Exzentriker – Reverend Franke Parker aus Luffincott (Devon)

St James’s in Luffincott.
Photo © Tiger (cc-by-sa/2.0)

Luffincott ist eine Gemeinde im Westen der Grafschaft Devon, in der es eigentlich nichts zu sehen gibt. Das „Highlight“ ist die 1975 außer Betrieb genommene Kirche St James’s, um die sich der Churches Conservation Trust kümmert. Zu erreichen ist sie nur über einen schmalen einspurigen Weg, nebenan steht das Luffincott Barton Farmhaus. Einöde pur.

In dieser Kirche wirkte im 19. Jahrhundert der Reverend Franke Parker (1803-1883), exakt von 1838 bis zu seinem Tod. Er war Junggeselle und lebte hier allein, St James’s war sein ein und alles, und er betrachtete die Kirche als seinen Privatbesitz. Der exzentrische Reverend beschäftigte sich mit Vorliebe mit okkulten Dingen und mit Satanismus. Vielleicht lag es an der einsamen Lage seines Arbeitsplatzes, dass er nach und nach verwirrter wurde. Manchmal hielt er sich für einen Hund und agierte auch so, und kurz vor seinem Ableben ließ er seine Kirchengemeinde wissen, dass er plante, als Tier wieder zurückzukommen, wobei er offen ließ ob als Hund, Ratte oder weißes Kaninchen. Um dem vorzubeugen, beerdigte man den Reverend besonders tief auf dem Kirchhof. Franke Parker schien sich im Jenseits aber umbesonnen zu haben, denn er wurde nicht als Tier sondern nach wie vor als Geistlicher gesichtet, erst in der Rectory, die 1911 abgebrannt ist, und dann auch noch im Umfeld von St James’s.

Reverend Franke Parker hinterließ seine umfangreiche Büchersammlung dem Bistum von Cornwall, die vor einigen Jahren bei Sotheby’s für £400 000 versteigert wurde.

Dieser Weg führt zu der einsamen Kirche.
Photo © Derek Harper (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 7. Juli 2019 at 02:00  Comments (1)  
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Mark Wynter – Vom Teenageridol der 1960er Jahre zum Bühnenstar im Londoner Westend.

Der 1943 in Woking (Surrey) geborene Terence Sidney Lewis, der sich später in Mark Wynter umbenannte, hatte in den 60er Jahren vier Top Ten-Hits in den britischen Charts, die heute kaum noch jemand kennt. Er galt damals als Teenageridol und imitierte seine großen US-Vorbilder, deren Songs er coverte wie z.B. Jimmy Clantons „Venus in Blue Jeans“ und Bobby Vees „Go away little girl„. Mark Wynters Karriere begann 1960 mit „Image of a girl“ (Platz 11 der UK Charts), das kurz vorher die Safaris in den USA dort in die Charts gebracht hatte.

Als diese Art von Musik in England nicht mehr gefragt war und von den härteren Klängen der Beatles und Rolling Stones abgelöst wurde, wechselte Mark Wynter das Genre und trat auf den Bühnen des Londoner Westends auf.
The King and I„, „Phantom of the opera“ und „Robert and Elizabeth“ sind nur einige Beispiele für die zahlreichen Musicals und Bühnenstücke, in denen er zu sehen war; nicht nur im West End, sondern auch auf Tourneen, die ihn kreuz und quer durch Großbritannien führten. Aktuell wird Mark Wynter ab dem 27. August in Windsors Theatre Royal zu sehen sein in dem Stück „The Lady vanishes„, das auf dem berühmten gleichnamigen Hitchcock-Film basiert.

 

Published in: on 6. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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The Blue Lias Inn in Stockton (Warwickshire) – Der Brontosaurus-Pub

Einen Gasthof mit einem Brontosaurus auf dem Pubschild gibt es sicher kein zweites Mal in England. Der Name des Pubs, The Blue Lias Inn, ergibt zusammen mit dem Schild Sinn, denn die sogenannte Blue-Lias-Formation ist eine sedimentäre Ablagerung, die in vielen Teilen Englands anzutreffen ist und die zu einer Zeit entstand, als Saurier durch die Lande zogen. In den nahe gelegenen Steinbrüchen von Stockton in der Grafschaft Warwickshire fand man einen Ichthyosaurus, der sein neues Zuhause im Londoner Natural History Museum gefunden hat, und der auf dem Geschwindigkeitsbegrenzungsschild am Ortseingang von Stockton abgebildet ist.

Das Dorf Stockton liegt östlich von Leamington Spa, der Blue Lias Inn etwas außerhalb am Union Canal, so dass Narrowboater direkt am Pub anlegen können, wenn sie denn noch einen Platz ergattern. Der Biergarten ist ebenfalls nur wenige Schritte vom Kanal entfernt. Das Gebäude war ursprünglich ein Bauernhaus, das im 18. Jahrhundert erbaut und später in ein Gasthaus umgewandelt wurde.

Der Kanalpub ist nicht nur im Sommer dank seiner schönen Lage sehr beliebt, auch um die Weihnachtszeit herum, zieht The Blue Lias Inn viele Menschen an, denn dann erstrahlt er sowohl außen wie auch innen, von unzähligen bunten Lämpchen erleuchtet wie dieser Photostream zeigt.

Blue Lias Inn
Stockton Road
Stockton
Southam
CV47 8LD

Published in: on 5. Juli 2019 at 02:00  Comments (1)  
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Hausärztemangel in England – Ein immer größer werdendes Problem

Eine geschlossene Arztpraxis in Witney (Oxfordshire).
Photo © P L Chadwick (cc-by-sa/2.0)

NHS crisis forces 500 000 patients to find new GP after mass surgery closures“ titelte der Mirror, „Surgeries facing disaster as family doctors quit„, hieß es beim Daily Express und „GP Surgeries in crisis: You can’t get an appointment„, meldeten die BBC News. Was ist da los in England?

GPs, also Hausärzte, verspüren in den letzten Jahren eine immer stärker werdende Belastung, viele haben ein Burn-out, darum geben sie ihre Praxen auf, das heißt die verbleibenden Hausärzte müssen die Patienten dieser Kollegen übernehmen, was wiederum zu einer weiteren Belastung der Ärzte führt. Die Patienten haben weitere Wege zu ihrem Hausarzt zurückzulegen, was vor allem älteren Menschen schwer fällt, die nicht motorisiert sind. Die Wartezeiten auf einen Termin werden ebenfalls länger, manchmal kann das schon bis zu drei Wochen dauern. Die Folge ist, dass mehr Menschen die Notfallaufnahmen in Krankenhäusern aufsuchen, die auch chronisch unterbesetzt sind.

Noch vor fünf Jahren kamen 65 Hausärzte auf 100 000 Menschen, jetzt sind es nur noch 60, mit fallender Tendenz, denn 42.1% aller GPs wollen in den nächsten fünf Jahren ihre Praxis schließen bzw. in den Ruhestand gehen. Wo soll das noch hin führen? 6000 Hausärzte werden eigentlich sofort gebraucht, doch wo sollen die her kommen? Es dauert rund zehn Jahre bis ein Mediziner inklusive Studium so weit ist, um voll in den Beruf einzusteigen. Eine Landarztpraxis zu eröffnen, wird immer weniger attraktiv, so wie es auch in Deutschland der Fall ist.

Die Worte „Krise“ und „Katastrophe“, die die Medien verwenden, scheinen also nicht übertrieben zu sein.

Eine ehemalige Landarztpraxis in West Auckland (County Durham) aus der ein Pflegeheim wurde.
Photo © Stanley Howe (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 4. Juli 2019 at 02:00  Comments (5)  
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Henry Poole & Co. – Royal Livery Maker in Londons Savile Row

Die Uniformen der Bediensteten des englischen Königshofes kann man nicht von der Stange kaufen, dafür gibt es ein spezielles Geschäft in London. Henry Poole & Co. hat die Ehre, seit der Herrschaft Königin Victorias, das Königshaus mit Livreen zu beliefern. Seit 1869, als die Firma den Royal Warrant erhielt, tragen also die Diener, Chauffeure und andere Bedienstete des Hofes Dienstkleidung aus der noblen Savile Row, wo der Firmensitz des „Livery Tailors“ ist.

Doch nicht nur Livreen werden hier hergestellt, sondern auch exklusive Anzüge. „Bespoke Tailoring“ ist eine der Spezialitäten der Firma, d.h. die Anzüge werden exakt nach den Wünschen des Kunden in Absprache mit dem Schneider durchgeführt, so dass eine Passgenauigkeit garantiert wird.
Henry Poole bietet darüber hinaus auch die passenden Accessoires wie Krawatten, Manschettenknöpfe oder Regenschirme. Dass alle diese Gegenstände aus dem besten Material sind, versteht sich von selbst.

Wer nicht in London wohnt, kann sich von der Firma auch in seinem Heimatland beraten lassen und Aufträge erteilen, denn Henry Poole reist in der ganzen Welt herum und bietet seine Serviceleistungen in Hotels der großen Städte an, wo man sich in aller Ruhe Maß nehmen lassen kann.

Hier ist ein Film über die Londoner Firma.

Henry Poole & Co
15 Savile Row
London W1S 3PJ 

Published in: on 3. Juli 2019 at 05:50  Schreibe einen Kommentar  
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Weeping Willows – Meine Lieblingsbäume

An der Themse bei Marlow in Buckinghamshire.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Salix babylonica lautet der botanische Fachbegriff für Trauerweiden, im Englischen Weeping Willows. Neben den Zedern gehören sie zu einen Lieblingsbäumen. Ich finde das Bild immer wieder wunderschön, wenn sie, an Flüssen oder Teichen stehend, ihre langen Zweige ins Wasser tauchen. Bei meinem Besuch kürzlich im Leeds Castle in Kent entdeckte ich einige schöne Exemplare, an der Themse sind viele zu finden. Sie vermitteln eine leicht wehmütige und melancholische Atmosphäre, so empfinde ich das jedenfalls.

Ich habe im folgenden einige Bilder von besonders schönen Weeping Willows zusammengestellt.

Am Beeston Canal bei Nottingham.
Photo © Richard Croft (cc-by-sa/2.0)

Ein Prachtexemplar in York.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Am River Cam in Cambridge.
Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Im Trent Country Park in Hertfordshire.
Photo © Christine Matthews (cc-by-sa/2.0)

Am River Avon in Tewkesbury.
Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)

 

Published in: on 2. Juli 2019 at 02:00  Schreibe einen Kommentar  
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