CAMRAs Kampf gegen sexistische Biernamen

Die australische Black Hops Brewery in der Nähe von Brisbane brachte im vorigen Jahr ein Bier mit dem Namen Pussy Juice auf den Markt, kreiert von drei Männern, die sich für die Namensgebung entschuldigten und sagten, dass das ganz anders gemeint war.
Leg Spreader hieß ein Bier der Firma Route 2 Brews in Lowell (Indiana) in den USA, auf dessen Flaschenetikett eine junge Dame mit gespreizten Beinen zu sehen war.

Auch in Großbritannien gibt es einige Brauereien, die ihren Bieren sexistische Namen gegeben haben, meist begleitet von anzüglichen Bildern auf den Etiketten der Flaschen bzw. auf den Handpumpen in Pubs. Die Hornbeam Brewery aus Manchester wagte sich tatsächlich, eines ihrer Biere Knicker Mocha Muffdive (hier ist die Erklärung im Urban Dictionnary) zu nennen. Die Grainstore Brewery in Oakham in der Grafschaft Rutland benannte ein Bier Erica Roe, nach jener Dame, die als Twickenham Streaker in die Rugbygeschichte eingegangen ist, weil sie einmal barbusig in das Londoner Twickenham Stadion gelaufen ist. Das Flaschenetikett zeigt Erica Roe wie sie von einem Polizisten abgeführt wird.

Der Campaign for Real Ale (CAMRA) geht das jetzt alles zu weit und so hat sie beim diesjährigen Great British Beer Festival, das vom 6. bis zum 10. August im Londoner Olympia  stattfand, „rude beer names“ den Kampf angesagt und sämtliche Biere überprüft, bevor sie zum Festival zugelassen wurden. Auch die Labels wurden in Augenschein genommen, ob sie sexistische Abbildungen enthalten.
So suchte man in diesem Jahre beim Londoner Bierfest Biere mit dem Namen Village Bike (eine Frau, die viele Sexpartner hat) oder Dizzy Blonde vergeblich.

Published in: on 14. August 2019 at 02:00  Comments (5)