Einer der ältesten Künstler, der jemals einen Hit in den Charts hatte…und den fast jeder kennt

Author: sezzles.
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Die Charts dieser Welt werden in erster Linie von jüngeren Künstlerinnen und Künstlern beherrscht; natürlich gibt es da auch eine Reihe von Ausnahmen, wenn ich zum Beispiel an die Rolling Stones denke, deren Bandmitglieder alle schon die 70 überschritten haben. Der US-Sänger Tony Bennett, 1926 geboren, veröffentlichte 2018 im Alter von 92 Jahren noch ein Album, gemeinsam mit Diana Krall, „Love is here to stay„, das die Charts in vielen Ländern eroberte und in Großbritannien Platz 33 erreichte.

Ein berühmter englischer Schauspieler, dessen Namen, Christopher Lee, die meisten mit seinen Rollen in Horrorfilmen verbinden, gelang, ebenfalls mit über 90 Jahren, der Sprung in die britischen Charts. Lee wurde 1922 in London geboren und starb auch in der Stadt im Jahr 2015. Sein Filmdebüt gab er 1948 in „Corridor of Mirrors„, dann folgten über 200 Filme, in denen Lee mitwirkte. Der Londoner wäre übrigens gern Opernsänger geworden; ihm wurde bescheinigt, dass er es mit seiner Stimme durchaus hätte schaffen können, zu den ganz Großen der Opernwelt vorzustoßen.

Zu Weihnachten 2012 veröffentlichte Christopher Lee eine CD, auf der zwei Weihnachtslieder in Heavy Metal-Form zu finden waren („The Little Drummer Boy“ und „Silent Night“) und die den Titel „A Heavy Metal Christmas“ trug. Ein Jahr darauf folgte die Fortsetzung „A Heavy Metal Christmas Too“ mit den beiden Liedern „Jingle Hell“ und „My Way„. „Jingle Hell“ gelangte in den US-amerikanischen Charts unter die Top 20. Noch ein Jahr später, 2014, legte Christopher Lee zu seinem 92. Geburtstag noch einmal nach und veröffentlichte „Metal Knight„, weitere Cover-Versionen in Heavy Metal-Manier.

Christopher Lee war ein Phänomen; man täte ihm unrecht, wenn man ihn nur als „Film-Vampir“ abstempeln würde.

Das Buch zum Artikel:
Christopher Lee: Lord of Misrule – The Autobiography of Christopher Lee. Orion 2003 (Reprint). 354 Seiten. ISBN  978-0752857701.

 

Published in: on 1. Januar 2020 at 02:00  Comments (6)  
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