„Ding Dong The Witch is Dead“ und andere Anti-Thatcher-Songs

Auch nach ihrem Tod spaltete die ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher die britische Gesellschaft. Die Verehrer der Eisernen Lady überlegten schon wie man sie am besten ehren kann, zum Beispiel mit einem Denkmal auf dem Londoner Trafalgar Square (auf dem vierten, meist leerstehenden Sockel). Die zahlreichen erbitterten Gegner fanden sich nach ihrem Ableben spontan zu Freudenfesten zusammen. Und dann erinnerte sich irgendjemand an einen uralten Judy Garland-Song aus dem Film „The Wizard of Oz“ (dt. „Der Zauberer von Oz“), der 1939 gedreht worden war. „Ding! Dong! The Witch is Dead“ hieß dieses Lied und es schien sich optimal als Partysong für Margaret Thatcher-Hasser zu eignen.  Klaus Nomi nahm den Song auf; hier ist er zu hören.

In der Welt der Pop-und Rockmusik hat es viele Gegner Margaret Thatchers gegeben, die sowohl während ihrer Zeit als Premierministerin als auch nach ihrem Tod im Jahr 2013 sehr drastische Songs gegen sie veröffentlicht haben. Da ist Elvis CostellosTramp the Dirt Down“ aus dem Jahr 1989, in dem diese Textzeilen zu finden sind:

„When England was the whore of the world
Margaret was her madam
And the future looked as bright and as clear as
The black tarmacadam
Well I hope that she sleeps well at night, isnt
Haunted by every tiny detail
Cos when she held that lovely face in her hands
All she thought of was betrayal…

I never thought for a moment that human life
could be so cheap
‚Cos when they finally put you in the ground
They’ll stand there laughing and tramp the
dirt down“.

Doch damit nicht genug. Es gibt noch eine Menge weiterer Songs, in denen britische Bands ihre Wut auf die Iron Lady manifestiert haben. Hier einige Beispiele:

Morrissey forderte in „Margaret on the Guillotine“ den Tod der Politikerin und fragte mehrmals „Wann wirst Du endlich sterben?“

Der Singer-Songwriter Pete Wylie schrieb zwei Jahre vor dem Tod der ehemaligen Premierministerin „The Day That Margaret Thatcher Dies„; darin heißt es im Text
„build a bonfire
paint the sky
come on down
i’ll tell you why.
she’s gone!
and nobody cries…“

Noch eine Stufe drastischer war der Song „Maggie you Cunt“ der Punkband The Exploited, das zum Ende der Amtszeit Margaret Thatchers entstand.

In Pink Floyds „The Fletcher Memorial Home“ geht es um Exekutions-Fantasien und schon kurz nach dem Amtsantritt sangen die Notsensibles das ironische „I’m in Love With Margaret Thatcher“ („Oh Margaret Thatcher is so sexy She’s the girl for you and me
I go red when she’s on the telly Cos I think she fancies me“).

Einige liebten damals die Eiserne Lady, aber sehr viele hassten sie. Über eine andere Love-Hate-Figur, Donald Trump, gibt es übrigens noch erheblich mehr Songs, sowohl vor seiner Zeit als Präsident als auch danach.

 

Published in: on 28. Januar 2020 at 02:00  Comments (1)  
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