The Philharmonic Dining Rooms – Ein außergewöhnlicher Pub in Liverpool

Wenn man einmal Liverpool besucht, sollte man auf jeden Fall auch in die Hope Street gehen. Dort steht gegenüber der Liverpool Philharmonic Hall einer der außergewöhnlichsten Pubs in ganz England mit dem Namen Philharmonic Dining Rooms, der sich selbst als „one of the most lavish and ornate pubs in the country“ bezeichnet. Durch die Nähe zur Konzerthalle ist dieser Pub natürlich besonders bei Konzertbesuchern und den Mitgliedern des Royal Liverpool Philharmonic Orchestras sehr beliebt.

Erbaut wurde „The Phil“, wie es von Einheimischen kurz genannt wird, um das Jahr 1900 herum von dem Bierbrauer Robert Cain, einem der damals reichsten Männer im Königreich, dem über 200 Pubs in Liverpool gehörten.

Das Gebäude ist architektonisch bemerkenswert und steht schon seit langem unter Denkmalschutz. Beeindruckend ist der Haupteingang, der im Art Nouveau-Stil gestaltet wurde.
Das nicht minder beeindruckende Interieur des Pubs ist ganz dem Thema „Musik“ gewidmet; das ist man der Konzerthalle gegenüber natürlich schuldig. So sind zwei besonders schöne Räume nach den Komponisten Brahms und Liszt benannt. Man wird hier überall mit holzvertäfelten Wänden, Buntglasfenstern und Mosaikfußböden konfrontiert; kein Wunder, dass sich ständig Besucher aus aller Welt einfinden.

Eine weitere Besonderheit haben die Philharmonic Dining Rooms zu bieten: Die Herrentoiletten, die aus rosafarbenem Marmor und Mosaiken bestehen. Sie sind so spektakulär, dass auch Frauen einen Blick hineinwerfen dürfen (wenn sie gerade nicht benutzt werden).

The price of fame is not being able to go to the Phil for a quiet pint„, soll John Lennon einmal traurig gesagt haben.

„The Phil“  gehört zu den Nicholson’s Pubs, einer Kette von historisch besonders interessanten Gasthäusern.

Hier ist ein Rundgang durch das Haus im Film zu sehen.

The Philharmonic Dining Rooms
36 Hope Street
Liverpool
Lancashire
L1 9BX
 

Das Buch zum Artikel:
Christopher Routledge: Cains – The Story of Liverpool in a Pint. Liverpool University Press 2008. 160 Seiten. ISBN 978-1846311505.

Photo © Ian S (cc-by-sa/2.0)

Photo © Ian S (cc-by-sa/2.0)

… und hier sind sie zu sehen.
Photo © Ian S (cc-by-sa/2.0)