Meine Erfahrungen mit indischen Restaurants in England

The Sultan of Lancaster in Lancaster (Lancashire), in einer ehemaligen Kirche untergebracht.
Photo © Karl and Ali (cc-by-sa/2.0)

Wenn meine Frau und ich früher im Wohnmobil unterwegs waren oder Cottages gemietet hatten, suchten wir uns zum Abendessen immer ein Restaurant in der Nähe aus, darunter auch hin und wieder ein indisches.

Unsere allererste Begegnung mit der indischen Küche war in Warwick, wo wir unser Wohnmobil an der Rennbahn abgestellt hatten. Nicht weit entfernt entlang der High Street gab es ein kleines indisches Restaurant, das wir betraten und dort keine weiteren Gäste vorfanden. Ein total verschniefter Kellner brachte uns die Karte und nachdem wir gewählt hatten, fragte er, ob wir unser Essen „hot“ haben wollten. Wir guckten uns an und nickten, natürlich sollte unser heiß sein, was für eine Frage. Offensichtlich durchschaute der Kellner unsere Unwissenheit und klärte uns auf, dass „hot“ auf Englisch auch „scharf“ bedeutet. Okay, wieder etwas gelernt, aber, wie gesagt, das ist schon sehr lange her.

Unsere zweite Begegnung mit der indischen Küche war in Thatcham in Berkshire, wo wir gern ein Tandoori-Gericht gehabt hätten, aber leider warf man in diesem Etablissement den Tandoori-Ofen erst abends an, so dass wir mit etwas anderem Vorlieb nehmen mussten.

Ich esse sehr gern scharf, aber die Variante „Vindaloo“ liegt so am Rande des Erträglichen, was ich in einem indischen Restaurant in Margate (Kent) zu spüren bekam. Mein Lamm-Vindaloo war wirklich extrem scharf, und meine Frau wunderte sich wie man so etwas überhaupt essen kann.

In York gab  es direkt an der Ouse ein nettes kleines Restaurant mit indischer Küche, das Taj Mahal, das wir mehrere Male aufsuchten, das aber das Problem hatte, bei Hochwasser der Ouse nicht mehr zugänglich zu sein. Inzwischen gibt es das Restaurant nicht mehr. Einen „Edel-Inder“ findet man in York in der Straße Fossgate, die sehr empfehlenswerte Mumbai Lodge, die auch Gerichte aus Bangladesh anbietet. Dieses Restaurant war bei unserem Besuch gut gefüllt, während in fast allen indischen Restaurants, die wir im Lauf der Jahre besuchten, kaum jemand außer uns saß. Das kann natürlich Zufall sein.
Chicken Tikka Masala ist eines der populärsten Gerichte in Großbritannien und macht sogar den Fish and Chips Konkurrenz.

Die Indian Lounge in Newbury (West Berkshire).
Photo © Jaggery (cc-by-sa/2.0)

The Cherry Tree Indian Restaurant in Wheathampstead (Hertfordshire).
Photo © Adrian Cable (cc-by-sa/2.0)

Das Nawab in Tiverton (Devon).
Photo © Lewis Clarke (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 27. August 2020 at 02:00  Comments (3)  
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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Immer weniger Pubs und Fish and chips….die real british kitchen ist inzwischen die indische :). Nebenbei. in Liverpool gibt es in einem Untergeschoss einen Ider, der eine Deko wie das Restaurant der Titanic aufzuweisen hat. Küche auch gut, Name entfallen. Übrigens: uns wurde mal ein fairly hot meal angeboten. Ich dachte fairly käme von fair…es kommt aber von ziemlich

    • …so muss jeder seine Erfahrungen mit dem Schärfegrad der indischen Küche machen.

  2. Wir haben bisher nur gute Erfahrungen mit indischen Restaurants gemacht. Ganz besonders erinnern wir uns an ein Restaurant in Canterbury. Ob es das noch gibt, weiß ich leider nicht. Das ist schon 10 Jahre her.


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