Die Wetherspoon Carpets – Teppichböden der besonderen Art

The Ledger Building, ein Pub in den Londoner Docklands.
Author: Matt From London
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Es gibt „trainspotters„, die auf Bahnsteigen oder überall da, wo Züge vorbeifahren, fein säuberlich Zugnummern, Standorte und Tageszeiten notieren, „planespotters„, die Ähnliches mit Flugzeugen veranstalten, „Eddie Stobart truckspotters„, die auf der Jagd nach Lastzügen der Speditionsfirma sind und deren weibliche Vornamen in ihr Notizbuch schreiben…und es gibt „Spoon’s carpetspotters„, die landauf, landab Pubs der J.D. Wetherspoon’s-Kette aufsuchen, um deren Teppichböden zu fotografieren. Da Wetherspoon’s um und bei 900 Pubs besitzt, haben diese Menschen ganz schön viel zu tun.

Warum sind die Teppichböden der Pubkette so besonders, dass manche Leute lange Fahrstrecken zurücklegen, um sich diese anzuschauen? Das Besondere ist, dass diese Teppichböden jeweils Unikate sind, die von Designern der Firma entworfen werden. Sie sind in der Regel nicht maschinell angefertigt, so dass so ein Teppichboden, je nach Größe des Pubs, bis zu £30,000 kosten kann. Hergestellt werden sie meist von der renommierten Firma Axminster Carpets, die in Axminster in Devon ansässig ist. Die Muster der Teppichböden stehen jeweils in einer Beziehung zu dem Ort, in dem der Pub steht. Vielleicht dienen der Farbreichtum und die vielen verschlungenen Muster auch dazu, dass man auf dem Teppichboden die Flecken von verschüttetem Bier und anderen mehr oder weniger appetitlichen Dingen nicht so sieht.

Kit Caless ist jemand, der sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt, ein Buch darüber geschrieben hat: „Spoon’s Carpets„, 2006 erschienen, und einen Blog führt. Siehe auch diese Webseite zum Thema.

The Montague Pyke an Londons Charing Cross Road.
Author: Matt From London
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Midsummer Boulevard in Milton Keynes (Buckinghamshire).
Author: Matt From London
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The Regal in Cambridge.
Author: Matt From London
Creative Commmons 2.0

Published in: on 12. Oktober 2020 at 02:00  Comments (6)  
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