The Rocky Horror Picture Show – Ein Kultfilm aus dem Jahr 1975 und ein Kino in Portland (Oregon)

Oakley Court bei Nacht.
Eigenes Foto.

Ich bin der Meinung, dass das Wort „Kult“ heute zu oft verwendet wird, aber auf „The Rocky Horror Picture Show“ (hier ist der Trailer) trifft das Wort „Kultfilm“ allemal zu. 1975 wurde er gedreht und noch nach 45 Jahren hat der Film weltweit eine große Fangemeinde. Über den Inhalt will ich in meinem heutigen Blogeintrag nicht weiter eingehen, der dürfte bekannt sein. Dafür möchte ich einige andere Dinge im Zusammenhang mit dem Film ansprechen.

Gedreht wurde „Rocky“ in den Bray Studios an der Themse gegenüber von Maidenhead. Hier waren die Hammer Film Productions zuhause, die einen Horrorfilm nach dem anderen produzierten. Ich berichtete schon einmal in meinem Blog über die Studios. Der Nachbar der Bray Studios war Oakley Court, ein vor allem bei Nacht sehr gruselig aussehendes Gebäude, das heute als Hotel geführt wird (über meine Aufenthalte dort siehe hier und hier). Sehr gern nutzte man das Äußere und das Innere des burgähnlichen Gebäudes für Dreharbeiten, so auch für „The Rocky Horror Picture Show“. Dieser Film zeigt detailliert, wo überall in Oakley Court gedreht wurde. An den Wänden des Ganges von der Eingangshalle zum Restaurant hängen viele Filmplakate, die auf die hier produzierten Filme hinweisen.

Jetzt begeben wir uns viele Tausend Kilometer weiter an die Westküste der USA, nach Portland im US-Bundesstaat Oregon, einer Stadt, die vor einigen Wochen auf Grund der dort stattgefundenen Unruhen durch die Medien ging. Dort gibt es in der 2522 SE Clinton Street ein kleines Kino, das Clinton Street Theater, das seit 42 Jahren, das heißt seit 1978, einmal pro Woche „The Rocky Horror Picture Show“ zeigt  und das ohne Unterbrechung. Immer am Samstag um Mitternacht geht es los, an manchen Abenden gibt das Clinton Street Cabaret eine Live-Pre-Show, bei der es ganz schön wild zugehen kann („Think South Park without anything bleeped out“). Die Corona-Pandemie wollte auch dem Kino den Garaus machen, doch der Betreiber, Nathan Williams, ist eisern. Trotz angeordneter Schließung lässt er den Film am späten Samstagabend weiter laufen, aber eben nur für sich allein und für ein paar Freunde, ohne zahlendes Publikum. Die Tradition soll nicht unterbrochen werden. Hoffen wir, dass Nathan Williams‘ Kino die Pandemie übersteht!

Der Gang von der Halle zum Restaurant im Oakley Court Hotel mit den Filmplakaten.
Eigenes Foto.

Das Clinton Street Theater in Portland (Oregon).
Author: GreenIsTheNewRed.com
Creative Commons 2.0

Published in: on 31. Oktober 2020 at 02:00  Comments (3)  
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