Otto Overbeck, ein Museum in Devon und ein elektrisches Verjüngungsgerät

Das Museum bei Salcombe in Devon.
Photo © Brian (cc-by-sa/2.0)

Man mag es auf Grund des Namens kaum glauben, aber Otto Christoph Joseph Gerhardt Ludwig Overbeck (1860-1937) war kein Deutscher, sondern ein waschechter Londoner. Er studierte Chemie am University College in London und an der Universität Bonn und wandte sein im Studium erlerntes Wissen in der Brauerei der Hewitt-Brüder in Grimsby an der Küste Lincolnshires an und das 37 Jahre lang. Overbeck war ein begeisterter Sammler von allen möglichen Gegenständen, und als er 1928 in den Ruhestand ging, brauchte er ein Haus, in dem er seine Sammlung unterbringen konnte. Zu dieser Zeit war ein Haus ganz am anderen Ende Englands, in Salcombe in Devon, an der Südküste Englands, auf dem Markt, das seinen Vorstellungen entsprach. Also kaufte es Overbeck und zog von Grimsby nach Salcombe, wo er bis zu seinem Tod neun Jahre später wohnen sollte.

Die Sammlung umfasste zum Beispiel Stofftiere, Puppen, Spielzeug, Schiffsmodelle, aufgespießte Insekten und Erfindungen, die Overbeck im Laufe seines Lebens gemacht hatte, darunter seine berühmteste, den Rejuvenator. Overbeck hatte sich intensiv mit dem Thema Elektrotherapie beschäftigt und dieses Gerät entwickelt, das mit Hilfe kleiner Stromstöße Krankheiten beseitigen konnte und durch das die Anwender jünger aussehen würden und länger leben konnten. Overbeck meldete seine Erfindung zum Patent an, und der Rejuvenator war ein großartiger Verkaufserfolg, durch den der Mann sehr reich wurde und sich das große Anwesen bei Salcombe leisten konnte. Wie der Rejuvenator funktioniert, wird in diesem Film demonstriert.

Overbeck hinterließ sein Haus samt den umlegenden Gärten dem National Trust, mit der Bitte, es zu einem Museum umzugestalten. Der National Trust kam dem Wunsch nach und so kann man sich noch heute das Lebenswerk Overbecks im Overbeck’s Museum and Garden ansehen.

Overbeck’s
Sharpitor
Salcombe
Devon TQ8 8LW

Overbecks Rejuvenator.
Author: EchHeritage
Creative Commons 2.0
Published in: on 4. Mai 2021 at 02:00  Kommentar verfassen