Reverend Edward Stone (1702-1768) – Wie ein Pfarrer zur Entwicklung des Aspirins beitrug

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In dem Cotswolds-Städtchen Chipping Norton in Oxfordshire findet man in der West Street Nummer 2 eine blaue Plakette mit der Aufschrift „The Revd Edward Stone 1702-1768 Discovered the active ingredient in Aspirin whilst living near here from 1745 – 1768„.

Edward Stone wurde am 5. November 1702 in Lacey Green, einem Dorf bei Princes Risborough in Buckinghamshire geboren, wo seine Familie im Grimsdyke House wohnte. Im Alter von 18 Jahren ging er nach Oxford, um dort im Wadham College zu studieren, ein Studium, das er sieben Jahre später abschloss und anschließend zum Priester geweiht wurde. Stone übernahm mehrere Kirchengemeinden, bis er sich 1745 in Chipping Norton niederließ.

Da der Reverend immer wieder unter Fieberanfällen litt, experimentierte er mit allen möglichen Mitteln, um eine fiebersenkende Substanz zu finden, unter anderem auch mit der Rinde von Weiden, aus der einen Extrakt gewann, den er an fünfzig Menschen testete und herausfand, dass dieses Mittel tatsächlich Wirkung zeigte. Der Reverend hatte die Salicylsäure entdeckt (salix ist das lateinische Wort für den Weidenbaum) und damit die Grundlage für ein Medikament geschaffen, das später weltweit unter dem Namen Aspirin bekannt geworden ist. 1763 schrieb Edward Stone über seine Erfahrungen mit dem Weiderindenpulver, die von der Royal Society veröffentlicht wurden. Der Rest ist Geschichte wie man so schön sagt.

Edward Stone starb am 26. November 1768 in Chipping Norton; er wurde auf dem Kirchhof der St Michael’s Church in dem Dorf Horsenden in Buckinghamshire beigesetzt, etwa 1,5 Kilometer westlich von Princes Risborough.

Lacey Green in Buckinghamshire, Edward Stones Geburtsort.
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Edward Stones letzte Ruhestätte auf dem Kirchhof von St Michael’s in Horsenden in Buckinghamshire.
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Published in: on 13. Oktober 2021 at 02:00  Comments (4)