„Hickory, Dickory, Dock“ – Ein alter Kinderreim aus dem 18. Jahrhundert

Die astronomische Uhr der Kathedrale von Exeter.
Photo © Julian P Guffogg (cc-by-sa/2.0)

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Kinderreim „Hickory, Dickory, Dock“ erstmals erwähnt und auch heute noch ist er bekannt, Agatha Christie hat sogar einen ihrer Romane so benannt, der 1955 erschienen ist und auf Deutsch „Die Kleptomanin“ heißt.

Der Reim ist recht simpel, aber Kinder in einem bestimmten Alter lieben ihn.

Hickory, dickory, dock.
The mouse ran up the clock.
The clock struck one,
The mouse ran down,
Hickory, dickory, dock.

Und so geht es in den nächsten Versen weiter, nur dass die Glockenschläge fortgezählt werden, „The clock struck two…“ usw. Ich kann mir vorstellen, dass genervte Eltern heilfroh sind, wenn ihr Kind endlich bei „The clock struck twelve“ angekommen ist.
Es gibt aber auch noch eine etwas anspruchsvollere Version (hier ein Beispiel), in der nicht nur die Maus die Uhr hoch und runter rennt. Da sind dann noch weitere Tiere beteiligt wie die Schlange, das Eichhörnchen, die Katze, der Affe und zu guter Letzt ein Elefant, der die Uhr schließlich ruiniert. Selbstverständlich kann man die Tiere nach Lust und Laune austauschen, aber die Maus im ersten Vers ist de rigueur.

Kommen wir auf die Uhr zu sprechen. Da soll die astronomische Uhr in der Kathedrale von Exeter (Devon) Pate gestanden haben, eine der Sehenswürdigkeiten der Kirche, die Ende des 15. Jahrhunderts hergestellt wurde. Unterhalb der Astronomical Clock führt eine Tür zum kompliziert aussehenden mechanischen Uhrwerk und in dieser Tür gibt es unten ein rundes Loch, wodurch es der Kirchenkatze, oder besser gesagt Kathedralenkatze, ermöglicht wurde, Mäuse zu fangen, die in dem Raum vielleicht Dummheiten machten, die der Uhr nicht gut bekamen.

Das Uhrwerk der astronomical clock.
Photo: Andrew Rabbott.
Creative Commons 4.0
Published in: on 1. Juni 2022 at 02:00  Kommentar verfassen  

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