Der Sänger Nick Drake (1948-1974) und Bury St Edmunds in Suffolk

The Angel Hotel.
Photo: Martin Pettitt.
Creative Commons 2.0

Einen richtigen Durchbruch im Musikgeschäft hatte der englische Sänger und Songwriter Nick Drake (1948-1974) nie geschafft und ist in der breiten Öffentlichkeit auch nicht besonders bekannt gewesen. Er wurde nur 26 Jahre alt und starb an einer Überdosis Anti-Depressiva. Dass er kein sehr glücklicher Mensch gewesen war, ist seinen Songs anzuhören. Ich habe in einem früheren Blogeintrag über ihn in Zusammenhang mit dem Kirchhof von St Mary Magdalene und seinem Grab in Tamworth-in-Arden in Warwickshire geschrieben.

Nick Drake hielt sich einmal eine Zeit lang in der Stadt Bury St Edmunds auf und wohnte im Angel Hotel am Angel Hill, direkt gegenüber vom Abbey Gate, durch das man in die Abbey Gardens gelangt. Der Blick vom Hotelfenster inspirierte ihn zu seinem Song „Gates to the Garden„, der im Jahr 2001, also viele Jahre nach seinem Tod, als Remastered Version auf dem Album „No More Shall We Part“ veröffentlicht wurde.

In Bury St Edmunds hatte man sich sicher darüber gefreut, dass die Stadt in diesem Lied besungen wurde. Nick Drake schildert darin einen Spaziergang, der am Angel Hotel mit seiner efeuumrankten Fassade beginnt und ihn über den Athenaeum Lane zur St Edmundsbury Kathedrale führt. Dort lässt er sich auf dem Kirchhof auf einer Bank nieder und denkt über die Schicksale der Menschen nach, die hier beerdigt worden sind. Die Glocke der Kathedrale erinnert ihn an eine Verabredung mit einer Freundin (?), die auch auf ihn wartet („Alive and leaning on the gates of the garden“). Das Lied endet mit den Zeilen:

„Leave these ancient places to the angels
Let the saints attend to their keeping of the cathedrals
And leave the dead beneath the ground so cold
For God is in this hand that I hold
As we open up the gates of the garden“

Wunderschön ausgedrückt! Hier ist der Song zu hören.

Einen Besuch in Bury St Edmunds kann ich sehr empfehlen, im besonderen der Kathedrale und den sehr schönen Abbey Gardens, vor allem dem Appleby Rose Garden.

Abbey Gate.
Photo © Rob Farrow (cc-by-sa/2.0)
Athenaeum Lane.
Photo © John Sutton (cc-by-sa/2.0)
St Edmundsbury Cathedral.
Photo © Colin Smith (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 29. Juni 2022 at 02:00  Comments (1)  

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One CommentHinterlasse einen Kommentar

  1. Bury St Edmunds – seufz!
    Über Jahrzehnte erster oder letzter Stopp in England. Entweder gerade von der Fähre kommend oder auf dem Weg dort hin.
    Gern ein kleines Picknick in den Abbey Gardens. Oft gab es auch einen Markt auf dem Parkplatz vor dem Angel Hotel.
    Leider werden die Gardens mittlerweile öfter von Vandalen heimgesucht. Ich glaube, darüber schrieb ich bereits in einem Kommentar zum Thema Topiary – mit einem Bild des fröhlichen Mönchs.


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