St Thomas à Becket in Fairfield (Kent) – Eine einsame Kirche in der Romney Marsh

Photo © Stephen Nunney (cc-by-sa/2.0)

Die Romney Marsh an der englischen Südküste in der Grafschaft Kent gehört für mich zu den faszinierendsten Regionen des ganzen Landes. es ist hier vollkommen eben, man kann weit sehen, die Marsch ist durchzogen mit kleinen Flussläufen, Schafe grasen friedlich, es ist still und weit hinten sieht man (leider) das Atomkraftwerk von Dungeness.

Der englische Maler John Piper (1903-1992) sagte einmal in seinem 1950 erschienenen Buch „Romney Marsh“ über die Landschaft sehr treffend: „What I really love about it is that it is all – ninety-seven percent – atmosphere„. Mitten in dieser Einsamkeit steht eine Kirche namens St Thomas à Becket, umgeben von grasenden Schafen, erreichbar über eine kleine Brücke. Sie diente einmal den Bewohnern des Dorfes Fairfield als Andachtsstätte, doch das Dorf gibt es schon lange nicht mehr, nur einige wenige Bauernhöfe sind dort noch anzutreffen. Bis ins 12. Jahrhundert reichen die Anfänge der Kirche zurück, 1913 wurde sie von dem Architekten William Douglas Caröe liebevoll restauriert. Im Inneren findet man weiße „box pews“, das sind Kirchenbänke mit Holzwänden, eine dreistöckige Kanzel und sehr viel verbautes Holz. Dieser Film des „Bald Explorers“ vermittelt einen sehr guten Eindruck von der Kirche.

An und in St Thomas à Becket wurden einige Filme gedreht, unter anderem auch Szenen in Pier Paolo Pasolinis „Pasolinis tolldreiste Geschichten“ (1972).

Photo © Marathon (cc-by-sa/2.0)
Die „box pews“.
Photo © Marathon (cc-by-sa/2.0)
Published in: on 12. August 2022 at 02:00  Kommentar verfassen