„English Country Garden“ – Eine Hymne auf die Vielfalt der Blumen in einem englischen Garten

Die Snowshill Manor Gardens in Gloucestershire.
Photo © Stuart Wilding (cc-by-sa/2.0)

Nachdem ich gestern über die Lambrook Manor Gardens in Somerset geschrieben habe, bleibe ich heute noch einmal beim Thema „Country Garden“.

Der US-amerikanische Sänger Jimmie Rodgers (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Countrysänger) hatte im Juni 1962 einen großen Hit in England mit seinem Song „English Country Garden„, der es bis auf Platz 5 der Charts schaffte. Darin besingt er mit einer sehr eingängigen Melodie die Blumen, die man in einem typischen englischen Garten findet. Die 1. Strophe lautet so:

How many kinds of sweet flowers grow
In an English country garden?
We’ll tell you now of some that we know
Those we miss you’ll surely pardon
Daffodils, heart’s ease and flox
Meadowsweet and lady smocks
Gentian, lupine and tall hollihocks
Roses, foxgloves, snowdrops,
Blue forget-me-nots
In an English country garden.

Woher stammt nun dieser hübsche Song? Zu finden ist die Melodie in der 1728 uraufgeführten „The Quaker’s Opera„, ein Werk in drei Akten, in dem es um das Leben des berühmten Räubers Jack Sheppard geht und das auf der Londoner Bartholomew Fair gespielt wurde. Das Lied „The Vicar of Bray“ verwendet ebenfalls diese Melodie.

Ein gewisser Percy Grainger beschäftigte sich Anfang des 20. Jahrhunderts mit englischer Volksmusik, fand die Melodie wieder, arrangierte sie neu und widmete sie seinem Freund Edvard Grieg.
Das Lied wurde seitdem in verschiedenen Interpretationen mit leicht veränderten Titeln wie „Country Gardens“ oder „In an English Country Garden“ aufgenommen und veröffentlicht.
Hier ist die Version von Jimmie Rodgers zu hören und hier die Version mit Rolf Harris.

Published in: on 28. August 2022 at 02:00  Comments (5)  

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5 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Rolf Harris – da „klingelt“ doch sofort etwas. „Tie Me Kangaroo Down, Sport“ und ein paar andere Songs. Ein Künstler mit vielen Talenten, der zusammen mit Bibi Johns auch einige Mal im deutschen TV zu sehen war. Es wäre alles so schön gewesen, wäre da nicht etwas, was ihn für einige Zeit ins HM Prison Stafford brachte.
    Wenn ich mal wieder Besuch aus England bekomme, dann kann ich ihnen die „lady’s smocks“ in meinem Garten zeigen. Den Begriff kannte ich bislang nicht.

    • Noch eine Bemerkung am Rande: Da ich in meinem Blogpost „The Vicar of Bray“ erwähnte, Rolf Harris wohnt in einem Haus am Ufer der Themse in Bray (Berkshire).

  2. Excellent choice, Ingo – it’s a rollicking tune!

  3. Zum ertsne Mal habe ich solche Gaerten vor vielen Jahren in Cornwall gesehen, und auch heute noch bin ich nach wie vor davon begeistert.


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