Der Filmschauspieler Cary Grant (1904-1986) und seine Beziehung zu Bristol

Cary Grants Statue im Millennium Square.
Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)

Bis vor kurzem hielt ich den Hollywood-Schauspieler Cary Grant immer für einen Amerikaner, ähnelte er in seiner Erscheinung doch vielen anderen amerikanischen Schauspielerkollegen. Aber Archibald Alec Leach, so sein richtiger Name, war Engländer, der am 18. Januar 1904 in Bristol geboren wurde, einer Stadt, zu der er zeitlebens ein enges Verhältnis pflegte. Bristol dankte es ihm, indem alle zwei Jahre das Cary Grant Comes Home Festival veranstaltet wird, zuletzt gerade vom 18. bis zum 20. November. Eröffnet wurde das Festival mit dem Film „The Bishop’s Wife“ aus dem Jahr 1947 in Bristols St Mary Redcliffe Church. Neben der Aufführung von weiteren Spielfilmen mit dem Sohn der Stadt gab es auch eine „Walking Tour of Cary Grant’s Bristol“.

Geboren wurde Archibald beziehungsweise Cary in der Hughenden Road Nummer 15 im Ortsteil Horfield, einem kleinen schmalen Reihenhaus, das heute mit einer blauen Plakette verziert ist. Zur Schule ging er zuerst in die Bishop Road Primary School im Ortsteil Bishopston. Im Alter von elf Jahren wechselte er in die Fairfield Grammar School im Ortsteil Montpelier.
Die Initialzündung für den Start seiner späteren Karriere war ein Job als Laufbursche, den er im Bristol Hippodrome angenommen hatte. In dieser Veranstaltungsstätte in der St Augustine’s Parade im Zentrum der Stadt wurden, und werden noch heute, Theaterstücke aufgeführt. Dort traf Archibald/Cary auf eine Theatertruppe, der er sich anschloss, und als diese 1920 eine Tournee in die USA machte, nahm er daran teil und blieb dort, während die anderen wieder zurück nach Hause fuhren. Cary Grants erster Hollywoodfilm war „This is the Night“ im Jahr 1932; nach „She Done Him Wrong“ ein Jahr später nahm seine Karriere an Fahrt auf.

Cary Grant kam immer wieder gern nach Bristol zurück, auch um seine Mutter zu besuchen, der er ein Haus in Westbury Park gekauft hatte. Gern wohnte er im  Avon Gorge Hotel nahe der Clifton Suspension Bridge. Im Dezember 2001 errichtete man ihm eine Statue im Millennium Square, die von seiner Witwe Barbara Jaynes enthüllt wurde.

Cary Grant starb am 29. November 1986 in Davenport im US-Bundesstaat Iowa im Alter von 82 Jahren. Seine Asche wurde wunschgemäß im Pazifik verstreut, es gab keine Beerdigungsfeier und es gibt kein Grab, ganz so wie es der Schauspieler wollte.

Das Buch zum Artikel:
Mark Glancy: Cary Grant – The Making of a Hollywood Legend. Oxford University Press 2020. 550 Seiten. ISBN  978-0190053130.

Die Bishop Road Primary School.
Photo © Linda Bailey (cc-by-sa/2.0)

Die Fairfield Grammar School.
Photo © Sharon Loxton (cc-by-sa/2.0)

Das Bristol Hippodrome.
Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 27. November 2022 at 02:00  Comments (3)  

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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Den mochte ich sehr gerne. „Bringing Up Baby“ ist mein liebster Film mit ihm.

    • Diesen Film kenne ich noch nicht. Ich empfand Cary Grant immer als sehr angenehmen Menschen.
      Herzliche Grüße!
      Ingo

      • Auf Deutsch heißt er „Leoparden küsst man nicht“. Musst du dir unbedingt mal anschauen, Cary Grant und Katherine Hepburn waren ein kongeniales Duo, der Film ist herrlich! Viele Grüße Zurück!


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